Jennifer Lawrence Mob Girl

Jennifer Lawrence in American Hustle (2013) © Sony Pictures

Quelle: The Wrap

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Keine andere Schauspielerin oder Schauspieler hat in den letzten zehn Jahren einen vergleichbar kometenhaften Aufstieg in Hollywood hingelegt wie Jennifer Lawrence. Als sie ihre Durchbruchsrolle in Winter’s Bone 2010 spielte, kannte sie so gut wie niemand. Sechs Jahre später hatte sie bereits einen Oscar sowie drei weitere Nominierungen vorzuweisen, spielte in zwei Blockbuster-Franchises (Die Tribute von Panem und X-Men) mit und war die bestbezahlte Schauspielerin der Welt. Nicht übel!

In den letzten Jahren hat sich Lawrence etwas rarer gemacht, was angesichts des Anfangs-Tempos in ihrer Karriere vielleicht nicht verwunderlich ist. Ihre Rollenwahl blieb interessant. Der Spionagethriller Red Sparrow aus dem letzten Jahr ist sträflich unterschätzt und obwohl ich mit Darren Aronofskys mother! nicht viel anfangen konnte, war Lawrence in dem Film eine Naturgewalt. Aktuell steht sie für ein unbetiteltes Armeedrama der Regie-Newcomerin Lila Neugebauer vor der Kamera, das sie auch produziert. Ihr nächstes Projekt hat der junge Superstar ebenfalls in Aussicht.

In Mob Girl des italienischen Filmemachers Paolo Sorrentino wird sie Arlyne Brickman spielen, die in New York inmitten von Schutzgelderpressern und Gangstern aufgewachsen ist. Von deren glamourösem und lebhaftem Lebensstil angezogen, begann sie im jungen Alter, Gangster zu daten und für sie gewisse Besorgungen zu machen. Nach einigen Jahren als Gangster-Freundin stieg sie selbst ins kriminelle Geschäft ein und wurde eines Tages zur Polizei-Informantin und Zeugin, deren Aussage eine große Rolle im Prozess gegen die Mitglieder der Colombo-Familie spielte.

Die wahre Arlyne Brickman wurde erst zur Informantin, als ihre 18-jährige Tochter bedroht wurde. Ich nehme an, dass Mob Girl die Ereignisse zeitlich etwas zusammenziehen wird, denn als Mutter einer 18-Jährigen geht die 28-jährige Lawrence nicht wirklich durch. Es verspricht eine richtig saftige Rolle für die Oscarpreisträgerin zu werden, denn bevor Arlyne die Seiten wechselte, musste sie auch viel durchleiden. Mit etwas Glück kehrt Lawrence mit dem Film nach einigen Jahren Auszeit ins Oscar-Rennen zurück. Der prestigeträchtige Regisseur macht jedenfalls Hoffnung. Sorrentino gewann 2014 für La Grande Bellezza – Die große Schönheit 2014 den Auslands-Oscar. Angelina Burnett ("The Americans") schrieb das Drehbuch zum Film. Wann die Dreharbeiten losgehen sollen, ist noch nicht bekannt.