Emilia Clarke An Ideal Wife

Emilia Clarke in Last Christmas © 2019 Universal Pictures

Quelle: Deadline

Als Daenerys Targaryen ist Emilia Clarke dank "Game of Thrones" weltweit berühmt geworden, hat für ihre Performance vier Emmy-Nominierungen ergattert und ist 2015 sogar von Esquire zur Sexiest Woman Alive gekürt worden. Das Ende der Serie hat ihrer Figur wahrlich keinen Gefallen getan, wie sie später selbst in Interviews beklagte, dennoch hat die Serie ihr den Weg nach Hollywood zu großen Projekten geebnet. Mit etablierten Franchises hatte sie jedoch wenig Glück. Sowohl Terminator: Genisys mit ihr als Sarah Connor als auch Solo: A Star Wars Story floppten und begruben die Hoffnungen auf Fortsetzungen. Mehr Erfolg hatte sie mit der tragischen Romanze Ein ganzes halbes Jahr und der Weihnachts-Romcom Last Christmas.

Mit letzterer zeigte sie aus meiner Sicht endlich Starqualitäten jenseits von "Game of Thrones", doch anstatt darauf weiter aufzubauen, hatte Clarke erst einmal genug von Filmen und Serien und trat stattdessen auf Londoner Theaterbühnen auf. Erst nächstes Jahr wird sie in der Marvel-Serie "Secret Invasion" ihre erste Rolle seit fast vier Jahren spielen. Auch ihr nächstes Filmprojekt steht jetzt fest. In An Ideal Wife der australischen Regisseurin Sophie Hyde, deren Tragikomödie Meine Stunden mit Leo mit Emma Thompson dieses Jahr viele Kinogänger verzauberte, wird Clarke die irische Kinderbuchautorin und Oscar Wildes Ehefrau Constance Lloyd spielen. Der Film wird von Wildes Ehe zu Lloyd handeln und ihrem sexuellen Erwachen, nachdem sie herausfindet, dass Wilde homosexuell ist. Der Filmtitel ist natürlich eine Anspielung auf Wildes Theaterstück "Ein idealer Gatte" (im Original: "An Ideal Husband").

Lloyd starb 1898 im Alter von 40, möglicherwiese an den Folgen multipler Sklerose. Sie lebte im Exil in Genua, Italien, mit ihren zwei Söhnen. Sie haben London verlassen und ihren Nachnamen zu Holland geändert, um sich vom Skandal um Wilde, der wegen homosexueller Handlungen 1895 inhaftiert wurde, zu distanzieren. Lloyd schrieb zwei Kinderbücher, war aber auch Journalistin und Aktivistin, die sich für reformierte Frauenkleidung einsetzte. Das klingt nach einer interessanten und hoffentlich herausfordernden Rolle für Clarke, die aber vermutlich noch einige Zeit brauchen wird, um ihr Daenerys-Image hinter sich zu lassen.