Quelle: Atlas Film Distribution

Horrorwellen kommen und gehen (und kommen manchmal wieder). Slasher, Vampire, "Found Footage", Zombies und Torture Porn hatten ihre Zeit. Der neuste Trend im Horror könnten Horrorversionen ikonischer Märchen und Kindergeschichten sein. Natürlich gab es Horrormärchen wie diverse gruselige "Hänsel und Gretel"-Adaptionen in Vergangenheit schon, doch nun geht es nicht mehr nur um Grimm’sche oder andere alte Märchen, sondern um Schöpfungen aus dem 20. Jahrhundert. Den Anstoß gab der kommende Low-Budget-Horrorfilm Winnie the Pooh: Blood and Honey, der vom britischen Filmemacher Rhys Frake-Waterfield unmittelbar nach dem Übergang von A.A. Milnes Buchvorlage in die Public Domain inszeniert wurde. Die (morbide) Faszination mit dem vermutlich trashigen Film nach seiner Bekanntmachung war im Internet so groß, dass Frake-Waterfield nun keine Zeit verschwendet und sowohl einen Peter-Pan– als auch einen Bambi-Horrorfilm plant.

Doch während diese beiden noch geschrieben werden und Winnie the Pooh: Blood and Honey erst im Februar in ausgewählten Kinos rund um die Welt in Sondervorstellungen gezeigt werden wird, startet passend zum Weihnachten bereits am 9. Dezember in US-Kinos ein weiterer Horrorfilm basierend auf einer beliebten Kinderbuchvorlage. In Steven LaMortes The Mean One lebt ein grünhaariger, Weihnachten-hassender Griesgram im Weihnachtsmannkostüm auf einem Berg hoch über dem Städtchen Newville. Vor 20 Jahren lief er Amok und schlachtete die Eltern der jungen Cindy You-Know-Who ab. Um Frieden mit der Tragödie zu schließen, kehrt die erwachsene Cindy (Krystle Martin) nach Newville zurück, doch auch der gemeine Grünling macht die Stadt wieder unsicher, sodass Cindy beschließt, das Monster ein für alle Mal zur Strecke zu bringen.

Es ist anhand der Beschreibung unschwer zu erkennen, worauf The Mean One beruht. Dr. Seuss' "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat" ist vor allem in den USA seit jeher ein absoluter Weihnachtsklassiker und jedem Kind bekannt. Die Geschichte wurde bereits kindertauglich 2000 mit Jim Carrey sowie 2018 als CG-Animationsfilm verfilmt. Da Seuss' Kinderbuch aus dem Jahr 1957 jedoch noch lange nicht in der Public Domain ist, wird im Film der Name "Grinch" gar nicht erwähnt und das Ganze wurde auch als Parodie deklariert, um jegliche Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen. Dabei eignet sich der Grinch perfekt als Horrorfigur, denn der Miesepeter ist auch so schon unheimlich.

Genrefans dürfte besonders interessant sein, dass David Howard Thornton den Quasi-Grinch in dem Film spielt. Als Art the Clown ist Thornton spätestens seit Terrifier 2 auf bestem Wege von einer Underground-Kultfigur zu einer modernen Horrorikone und The Mean One dürfte seinen Status als Slasherstar zementieren.

Unten könnt Ihr den erwartungsgemäß trashigen Trailer und zwei Poster zu The Mean One sehen, den ich mir liebend gerne zu Weihnachten anschauen würde, der aber leider keinen Veröffentlichungstermin in Deutschland hat.

Der Grinch Horrorfilm Poster 2 Der Grinch Horrorfilm Poster 1