Call of Duty Film

© Activision Blizzard Studios

Quelle: Variety

Das Wort Videospielverfilmung erfüllt eigentlich weder Filmfans noch die meisten Gamer mit großer Vorfreude. Man kann auch nicht unbegrenzt viele misslungene Spieladaptionen sehen, um irgendwann infrage zu stellen, ob sich viele Videospiele überhaupt gut als Vorlage für Filme eignen oder ob das Wegfallen des interaktiven Elements dem Spiel seine essentielle Komponente wegnimmt. Diese ist ja bei einem Roman oder einer Comicvorlage nicht gegeben. Von Max Payne über Warcraft bis Assassin’s Creed gab es schon viele heiß erwartete Videospielverfilmungen, an denen gute Regisseure und gute Schauspieler gearbeitet haben. Das Ergebnis ließ dennoch immer und immer wieder zu wünschen übrig. Sowohl qualitativ als auch häufig an den Kinokassen. Es ist kein Zufall, dass nur wenige Videospiele zu richtigen Film-Franchises wurden. Resident Evil ist dabei eine der wenigen Ausnahmen und in diesem Fall entfernten sich die Filme auch sehr weit von den Spielen.

Doch die zahlreichen Rückschläge hindern Hollywood dennoch nicht daran, es immer weiter zu versuchen. Vielleicht klappt ja der 60. Anlauf. Deshalb werden wir noch diesen Monat eine neue Lara Croft im Kino sehen, deshalb soll nächstes Jahr ein Minecraft-Film (ja, wirklich) in die Kinos kommen und deshalb arbeitet Activision Studios aktuell an einer Filmadaption der erfolgreichen Spielreihe "Call of Duty". Diese begann 2003 und zählt inzwischen 14 Haupttitel. Zuletzt wurde "Call of Duty: WWII" veröffentlicht und brachte der Reihe nach dem wenig gemochten "Call of Duty: Infinite Warfare" die Gunst der Zocker wieder ein.

Der italienische Regisseur Stefano Sollima soll den "Call of Duty"-Kinofilm inszenieren. Sollima drehte mehrere Folgen der Mafiaserie "Gomorrha" sowie das atmosphärisch dichte Gangsterdrama Suburra. Außerdem inszenierte Sollima das Sequel zu Denis Villeneuves Sicario, das diesen Sommer in die Kinos kommen soll. Dem ersten Trailer zu Sicario 2: Soldado nach zu urteilen, könnte Sollima eine sehr gute Wahl für die raue Welt von "Call of Duty" sein. Doch auch vor ihm sind gute Regisseure wie Duncan Jones und Justin Kurzel an Videospieladaptionen gescheitert, weshalb sich meine Vorfreude dennoch in Grenzen hält.

Es gibt noch bestätigten Informationen zum Setting des Films, doch laut Variety wird er höchstwahrscheinlich in der Gegenwart stattfinden und nicht zu Weltkriegszeiten wie einige der beliebtesten Spiele der Reihe.

Noch hat die Verfilmung keinen Drehbuchautor und wer weiß, ob und wann sie tatsächlich zustandekommen wird. Schließlich sind Adaptionen von Spielen wie "Uncharted" und "Splinter Cell" auch schon seit Jahren in Planung, ohne jedoch eindeutige Fortschritte gemacht zu haben.