Quelle: Saban Films

"Sicario" bedeutet auf Spanisch in etwa "Killer" bzw. "Profikiller". Im Besonderen wird der Begriff mit den Killern von mexikanischen Drogenkartellen in Verbindung gebracht. Für die Verbreitung dieser Bedeutung in anderen Ländern sorgte vor allem Denis Villeneuves kompromisslos harter Thriller Sicario mit Benicio del Toro aus dem Jahr 2015 und seine 2018 veröffentlichte Fortsetzung Sicario II. Ein dritter Teil war ursprünglich geplant, hat aber seitdem keine nennenswerten Fortschritte gemacht. Dafür haben inzwischen einige Filme aus dem niedrigen Budget-Segment versucht, im Kielwasser der Sicario-Filme Zuschauer für sich zu begeistern. Entweder ist das so oder es ist reiner Zufall, dass alleine letztes Jahr Filme mit den Titeln Night of the Sicario und American Sicario veröffentlicht wurden, die natürlich rein gar nichts mit den beiden Sicario-Filmen mit del Toro zu tun hatten. Ein Schelm, wer behauptet, dass sie mit ihren Filmtiteln vom Erfolg der beiden Sicarios profitieren wollten.

Davon abgesehen könnten diese Filme natürlich für den einen oder anderen auch so interessant sein. American Sicario wurde 2020 angekündigt und direkt mit der Verpflichtung des Kultdarstellers Danny Trejo (Machete) geworben, der für jeden Kartell-Thriller wie geschaffen zu sein schein, ob als Federale oder als Gangster. Obwohl sein Name jedoch auf den Plakaten groß steht, spielt Trejo in dem Film nur eine untergeordnete Rolle und soll nur wenige Minuten Screentime haben. Der Film erzählt die wahre Geschichte von Erik Vásquez (Philippe A. Haddad) alias La Munequita (übersetzt: kleine Puppe), einem in Dallas geborenen Drogenhändler, der dank festen Prinzipien, einem eigenen moralischen Kodex aber auch gnadenloser Härte gegenüber seinen Gegnern als erster gebürtiger US-Amerikaner zu einer hochrangigen Position in einem mexikanischen Drogenkartell aufsteigt. Doch wie in jeder solchen Geschichte folgt auf den Aufstieg auch der Fall.

Trejo verkörpert in dem Film den Vater von Vásquez' Partnerin, ein ehemaliges Kartell-Mitglied, das seinem Quasi-Schwiegersohn weise Ratschläge über das gefährliche Leben erteilt, das er gewählt hat.

Newcomer RJ Collins inszenierte den Film, dessen Beschreibung mehr an Low-Budget-Versionen von American Gangster, Scarface und Blow erinnert als an Sicario. In den USA ist der Streifen bereits Ende letzten Jahres erschienen, hat aber noch keinen Starttermin in Deutschland. Wir können Euch aber schon mal einen Trailer und zwei Filmausschnitte zeigen. Stellt Euch auf jeden Fall darauf ein, dass es im Film deutlich weniger Trejo geben wird als die Vorschau vielleicht vermuten lässt.

American Sicario Danny Trejo Poster 2 American Sicario Danny Trejo Poster 2