Box-Office USA: Die glorreichen Sieben schießt an die Spitze

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Die glorreichen Sieben Box Office

Quelle: Boxofficemojo

Die zwei Neustarts brachten vergangenes Wochenende wieder Leben in die nordamerikanischen Kinocharts, doch insgesamt sorgten die beiden Filme für weniger volle Säle als man es dem aussichtsreichen Duo im Vorfeld zugetraut hat, sodass der Gesamtumsatz der Top 12 wieder unter $100 Mio blieb. Immerhin ging es um 27% hinauf gegenüber der Vorwoche, auf $94,9 Mio, doch verglichen mit dem gleichen Wochenende im Vorjahr, als Hotel Transsilvanien 2 zum Start den bisherigen September-Rekord brach, verbuchte die Top 12 ein Minus von 26%.

Reine Starpower hat als Zuschauermagnet in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Nur noch von wenigen Stars kann man heutzutage behaupten, sie seien eine "sichere Nummer" für den Erfolg ihrer Filme und würden allein durch ihre Namen Zuschauer scharenweise in die Kinos ziehen. Denzel Washington gehört schon seit vielen Jahren zu diesem erlesenen Kreis und auch mit seinem neusten Film, dem Remake Die glorreichen Sieben, bewies er wieder einmal, dass er einer der zuverlässigsten Box-Office-Garanten der Traumfabrik ist, insbesondere wenn es um die heimischen Einspielergebnisse geht. Die glorreichen Sieben eroberte auf Anhieb mit $34,7 Mio die Spitze der US-Kinocharts und schrieb in 3674 Kinos einen Schnitt von $9446 pro Spielstätte. Es war das sechstbeste September-Startwochenende aller Zeiten, haarscharf hinter Clint Eastwoods Sully, der vor zwei Wochen eröffnete. Es war außerdem der drittbeste Start von Washingtons Karriere (hinter American Gangster und Safe House) sowie sein 16. Film, der mit mehr als $20 Mio eröffnete. Damit zog er mit Tom Cruise und Adam Sandler gleich, die ebenfalls 16 $20-Mio-Starts in ihren Karrieren vorweisen können. Darüber hinaus wurde Die glorreichen Sieben zum 15. Film mit Washington, der die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts erreichte. Es war auch das beste Startwochenende für einen traditionellen Western (Animationsfilm Rango und Sci-Fi-Abenteuer Cowboys & Aliens ausgeschlossen).

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Nichtsdestotrotz ist es fast schon verwunderlich, dass Die glorreichen Sieben nicht noch besser aus den Startlöchern kam. Der Markt war reif für einen großen, unterhaltsamen Film wie diesen. Seit Suicide Squad Anfang August starteten kaum Filme in den US-Kinos, die weder ein R-Rating trugen noch für ein Familienpublikum waren. Sully erfüllte zwar die nötigen Kriterien, richtete sich aber fast ausschließlich an ein älteres Publikum. Die Hoffnung war, dass durch die Beteiligung von Chris Pratt auch jüngere Zuschauer von Die glorreichen Sieben angelockt werden könnten, doch der Plan ging nicht auf. Etwa 81% der Zuschauer am Startwochenende waren 25 oder älter (59% waren Männer). Der Western bleibt nun mal ein Genre für ein älteres Zielpublikum, es sei denn ein hipper Regisseur wie Quentin Tarantino dreht ihn. An den Erfolg von dessen Django Unchained ($162,8 Mio) wird Die glorreichen Sieben nicht rankommen, doch er sollte zum sechsten Washington-Film mit mehr als $100 Mio Einspiel in Nordamerika werden. Die Mundpropaganda scheint angesichts eines "A-"-CinemaScores (äquivalent einer "1-") sehr positiv zu sein. Wenn sich Die glorreichen Sieben nach dem Start so hält wie Washingtons letzter Film The Equalizer (ebenfalls unter der Regie von Antoine Fuqua entstanden), wird er $103 Mio in Nordamerika erreichen. Wir können also ein Gesamteinspiel von etwa $100-115 Mio erwarten. Da der Film $90 Mio kostete ($35 Mio mehr als The Equalizer) muss er sich auf Einnahmen aus der Übersee verlassen, um auf schwarze Zahlen zu kommen.

Störche – Abenteuer im Anflug, Warner Bros.' zweiter Animationsfilm nach The LEGO Movie, eröffnete mit unspektakulären $21,3 Mio auf Rang 2. In 3922 Kinos erzielte der Film einen Schnitt von $5434 pro Kino. Scheinbar hat dem Film nicht geholfen, dass es der erste große Animationsfilm seit Pets ist, der ja bereits im Juli in die nordamerikanischen Kinos kam. Auch ohne jegliche Konkurrenz konnte die $70-Mio-Produktion kaum Aufsehen erregen. Der Start ist vergleichbar mit dem von Sonys Jagdfieber, der 2006 mit $23,6 Mio startete und insgesamt solide $85 Mio erreichte. Wie auch Jagdfieber, erhielt Störche einen "A-"-CinemaScore und sollte etwa $75-80 Mio erreichen, da ihn bis zum Start von Trolls Anfang November keinerlei Konkurrenz erwartet.

Clint Eastwoods Sully expandierte vergangenes Wochenende in 430 neue Kinos und spielte in insgesamt 3955 Lichtspielhäusern in den USA und in Kanada. Noch nie wurde ein Drama in Nordamerika so breit aufgeführt. Es ist eine höhere Kinozahl als bei Blockbustern wie Star Trek Beyond, Spectre und Godzilla. Nichtsdestotrotz fiel Sully natürlich um zwei Plätze auf Rang 3 und wurde von der direkten Konkurrenz durch Die glorreichen Sieben sichtbar getroffen. Der Film verlor etwa 37,5% seiner Zuschauer vom vorigen Wochenende und spielte weitere $13,5 Mio ein. Nach 17 Tagen steht Sully bei $92,1 Mio in Nordamerika und damit liegt er 32% vor Captain Phillips im selben Zeitraum. Kommendes Wochenende wird Sully zum 15. Realfilm mit Tom Hanks und zur 5. Regiearbeit von Clint Eastwood werden, die mehr als $100 Mio in Nordamerika erreichen wird. Insgesamt steuert der Film auf $135-145 Mio zu, wobei etwas Oscar-Hype ihn auf jenseits von $150 Mio bringen könnte. Auf jeden Fall sollte Sully in Nordamerika zu Hanks' erfolgreichstem Film seit zehn Jahren werden.

Auf Seite 2 verraten wir Euch, wie viel Don’t Breathe, Suicide Squad, Bridget Jones’s Baby und Blair Witch bislang eingespielt haben.

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