Box-Office USA: Zoomania bleibt oben, Allegiant enttäuscht

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Deadpool fiel zwar auch um zwei Plätze auf Rang 5, hielt sich jedoch mit einem 26,9%-Rückgang fantastisch. Nur Zoomania hat noch weniger abgebaut. Hier zeigt sich eindeutig die extrem positive Mundpropaganda, die die ursprüngliche Frontlastigkeit des Films ausgleicht. An seinem sechsten Wochenende spielte Deadpool weitere $8 Mio ein und brachte seinen Gesamtumsatz in Nordamerika auf $340,9 Mio. Damit ist Deadpool an Spider-Man 3 und Guardians of the Galaxy vorbeigezogen und ist jetzt offiziell die sechsterfolgreichste Marvel-Adaption aller Zeiten in Nordamerika und die achterfolgreichste Comicbuchverfilmung. Weniger als $10 Mio fehlen, bis er American Sniper überholt und zum zweiterfolgreichsten Film mit einem R-Rating in den USA wird. Das sollte nicht mehr als 2-3 Wochen ab jetzt dauern. Es sieht ganz danach aus, als würde Deadpool auf lange sich doch an $360 Mio kratzen und (vorerst) unter die 30 erfolgreichsten Filme aller Zeiten in Nordamerika aufsteigen.

London Has Fallen gab um 36,4% nach und spielte $6,9 Mio am Wochenende ein. Das Gesamtergebnis des Films steht jetzt bei $50,1 Mio nach zehn Tagen und damit 30% hinter Olympus Has Fallen im selben Zeitraum. Nichtsdestotrotz hat der Film ganz gut an den Kinokassen bislang abgeschnitten und kostete mit $60 Mio auch $10 Mio weniger als sein Vorgänger. Letzten Endes wird Focus Features vom Action-Sequel profitieren. Batman v. Superman wird sein Zielpublikum kommendes Wochenende hart treffen, aber der Film sollte sich danach wieder erholen und etwa $62 Mio insgesamt erreichen.

Whisky Tango Foxtrot belegte den 7. Rang mit $2,8 Mio (-39,9%) und erreichte $19,3 Mio. Die Satire mit Tina Fey hält sich seit dem Start besser als der Film es unter anderen Umständen und mit mehr Konkurrenz getan hätte. Insgesamt winken dem Streifen jetzt $25 Mio, was allerdings bei einem Budget von $35 Mio immer noch kein gutes Ergebnis für das Studio bedeutet, auch wenn ich ihm nach dem schwachen Start noch weniger zugetraut hätte.

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The Perfect Match fiel erwartungsgemäß um 55,8% und zwei Plätze auf $1,9 Mio und Nummer 8 der Wochenendcharts. Insgesamt hat die Romcom $7,3 Mio eingenommen und wird die Kinos mit etwa $10 Mio verlassen.

Noch schlechter sieht es für Der Spion und sein Bruder aus, der nur $1,4 Mio (-57%) an seinem zweiten Wochenende einnahm, Platz 9 belegte und insgesamt bei mickrigen $5,9 Mio steht. Hier wird bei maximal $8 Mio schon Schluss sein.

The Revenant – Der Rückkehrer stieg dafür an seinem 13. Wochenende wieder in die Top 10 ein, sammelte $1,2 Mio (-40,4%) ein und erhöhte sein Gesamteinspiel in Nordamerika auf großartige $181,6 Mio. Es fehlen knapp $3 Mio, bis The Revenant zum erfolgreichsten Western aller Zeiten in Nordamerika wird und das sollte er im April erreichen. Insgesamt erwarte ich etwa $185 Mio für den dreifach oscarprämierten Film.

Gods of Egypt fiel um 54,8% auf $1,2 Mio und belegte den 11. Platz der Charts. Bislang hat das von der Kritik verrissene Fantasyabenteuer $29,5 Mio in den USA und in Kanada eingenommen und wird nicht mehr als $32 Mio erreichen.

Das Schlusslicht der Top 12 war das Jesus-Drama Auferstanden, das von der Konkurrenz durch Himmelskind natürlich hart getroffen wurde und 51,1% seiner Zuschauer von der Vorwoche verloren hat. Auferstanden spülte weitere $1,1 Mio in US-Kinokassen und brachte sein Einspiel auf $34,4 Mio. Dank Ostern sollte der $20-Mio-teure Film $38 Mio erreichen.

Star Wars: Das Erwachen der Macht spielte erstmals weniger als $1 Mio an einem Wochenende ein, hielt sich aber mit einem 26%-Drop sehr gut und steht jetzt bei unglaublichen $932,3 Mio.

Der Gewinner des Drehbuch-Oscars The Big Short erreichte ergangenes Wochenende seinen letzten nennenswerten Meilenstein und knackte die $70-Mio-Marke. Da der Film nur $28 Mio kostete, ist er ein voller Erfolg für Paramount.

Einen deutlich beachtlicheren Meilenstein erreichte nach einem ewig langen Weg dorthin Spectre. Der vierte 007-Einsatz von Daniel Craig überquerte am Wochenende nach 136 Tagen endlich die $200-Mio-Marke in Nordamerika. Nur sechs Filme haben noch länger bis $200 Mio gebraucht, zuletzt Rapunzel vor fünf Jahren.

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