Wonder Woman Foto

Quelle: Entertainment Weekly

Nach jahrelanger Wartezeit kommen Kinogänger dieses Wochenende weltweit endlich in den Genuss von Batman v Superman: Dawn of Justice und finden für sich heraus, ob die Kritiker mit dem Film unfair umgegangen sind oder ob die Verrisse gerechtfertigt sind. Doch während sich momentan noch Millionen auf den Film freuen, schaut Warner Bros. mittlerweile in die Zukunft, denn hinter den Kulissen ist die Entwicklung des großen DC-Kinouniversums bereits weit fortgeschritten. Suicide Squad ist abgedreht und startet diesen Sommer in unseren Kinos, Wonder Woman hat den Londoner Dreh des Films abgeschlossen und wird nach der Pause für Gal Gadots Promotour zu Batman v Superman die Dreharbeiten an der Amalfiküste in Italien wieder aufnehmen (dort entstehen die Szenen von Wonder Womans Heimatinsel Themyscira) und am 11. April sollen die Dreharbeiten zum ersten Justice-League-Film unter Zack Snyders Regie beginnen.

Während wir zu Suicide Squad bereits zwei Trailer (hier und hier) und zahlreiche Bilder gesehen haben, ist es jetzt Wonder Woman, dessen Marketing langsam ins Rollen kommt. Über Entertainment Weekly hat Warner ein neues Filmbild veröffentlicht, das neben Gal Gadots Heldin auch drei weitere Amazonen von Themyscira zeigt: Wonder Womans Mutter und Amazonen-Königin Hippolyta (Connie Nielsen), Generalin Antiope (Robin Wright) und ihre rechte Hand Menalippe (Lisa Loven Kongsli aus Höhere Gewalt). Alle vier sind in voller Amazonen-Rüstung und bewaffnet mit wahlweise Schwert, Speer oder Bogen zu sehen:

Wonder Woman Foto 1

Wonder Woman ist der erste Film aus dem Hause Disney/Marvel oder Warner/DC, der von einer Frau inszeniert wird. Patty Jenkins (Monster), die einst auch Thor – The Dark Kingdom für Marvel inszenieren sollte, ist dafür verantwortlich, Wonder Woman auf ihr erstes eigenes Leinwand-Abenteuer zu schicken. Wir wissen bereits, dass der Film zu der Zeit des Ersten Weltkriegs spielen wird (etwas, das auch in Batman v Superman angedeutet wird, samt einem Quasi-Cameo). Jenkins verriet gegenüber Entertainment Weekly weitere Deatils aus dem Film.

So soll es zu Spannungen zwischen den drei Frauen in Dianas (so der eigentliche Name von Wonder Woman) Leben kommen. Diana ist das einzige Kind auf deren Insel und Hippolyta, Antiope und Menalippe waren ihre Erziehung und ihr Training verantwortlich. Doch während Hippolyta sie von der Außenwelt fernhalten will, möchte Antiope sie darauf vorbereiten.

Das Setdesign von Themyscira soll wiederum laut Produzent Charles Roven von der griechischen Antike beeinflusst sein, jedoch gleichzeitig wie ein Ort wirken, an dem man noch nie war, den man aber nicht so schnell wieder verlasen möchte, wenn man erst einmal dort angekommen ist.

Wie man auf dem Foto sehen kann, tragen zumindest Wonder Woman und Hippolyta High Heels, ein beliebter Angriffspunkt für Kritiker der Darstellungen von Frauen in Actionfilmen (siehe Jurassic World als perfektes Beispiel oder aber auch Mission: Impossible – Rogue Nation, in dem dieser Punkt perfekt adressiert wird). Jenkins hat jedoch jetzt schon vorgegriffen und diese Modeentscheidung ganz einfach begründet: (aus dem Englischen)

Es ist die Erfüllung von Wunschdenken. Ich, als Frau, möchte dass Wonder Woman heiß ist, ein absoluter Badass im Kampf und dabei trotzdem immer toll aussieht – genau so wie Männer wollen, dass Superman riesige Brustmuskeln hat und einen unpraktisch großen Körper. So fühlen sie sich als der Held, der sie sein wollen. Und meine Heldin hat in meiner Vorstellung sehr lange Beine.

Die allerersten Bewegtbilder von Wonder Woman sahen wir bereits vor kurzer Zeit. Auf mich wirkt der Film, wenn man die Parallelen zum Marvel Cinematic Universe zieht, wie eine Mischung aus Thor und dem ersten Captain America, insofern als dass hier Elemente der Mythologie mit einem historischen Kriegssetting verknüpft werden. Eine interessante Kombination, die hoffentlich auch gut umgesetzt ist. Auch wenn ich Gal Gadots Wonder Woman in Batman v Superman nicht optimal eingesetzt fand (nimmt man ihre Szenen heraus, ändert sich so gut wie gar nichts an dem Film), vermittelte sie mir dennoch den Eindruck, eine gute Wahl für die Rolle zu sein, Hoffentlich stellt sie das in ihrem eigenen Film auch unter Beweis. Dieser startet bei uns am 22.06.2017.