Quelle: Peyton Reed Twitter

Als Captain America (Chris Evans) und Iron Man (Robert Downey Jr.) dieses Jahr den Civil War ausriefen, folgten nahezu alle bisherigen Hauptcharaktere des Marvel Cinematic Universe ihrem Ruf, sodass The First Avenger: Civil War im Vorfeld auch gerne mal als Avengers 2.5 bezeichnet wurde (und entsprechend erfolgreich an den Kinokassen war). Doch zwei prominente Avengers fehlten in der Aufstellung: Chris Hemsworths Thor und Mark Ruffalos Bruce Banner alias Hulk. Die beiden sahen wir zuletzt am Ende von Avengers: Age of Ultron. Während der Donnergott nach Asgard zurückkehrte, tauchte Hulk unter, um die Welt vor sich selbst zu schützen.

Wer den grünen Riesen und den blonden Hünen vermisst hat, kann sich auf nächstes Jahr freuen, denn in Thor: Ragnarok, dem dritten Film der Thor-Reihe, der voraussichtlich am 26.10.2017 in unsere Kinos kommen wird, begeben sich Thor und Hulk gemeinsam auf einen intergalaktischen Road Trip, bei dem es das Ende der Welt – den titelgebenden Ragnarok – zu verhindern gilt. Lange mussten die Fans auf den neuen Einsatz von Thor warten. Schließlich hat Captain America seit Thor – The Dark Kingdom gleich zwei eigene Filme bekommen. Marvel ließ sich Zeit, vielleicht auch um die richtige Idee herauszuarbeiten, damit Thor: Ragnarok im Gegensatz zu seinem Vorgänger die Zuschauer nicht enttäuscht (ich persönlich hatte allerdings großen Spaß beim letzten Film!).

Vergangenen Montag, am 4. Juli, fiel in Australien die erste Klappe für den Film. Das wurde allerdings nicht durch eine offizielle Pressemitteilung von Disney bekannt, sondern durch den Tweet des Ant-Man-Regisseurs Peyton Reed, der dem neuen Thor-Regisseur Taika Waititi zum Drehbeginn gratulierte.

Der Neuseeländer Waititi, der mit der Vampir-Mockumentary 5 Zimmer Küche Sarg weltweite Anerkennung erlangte und dieses Jahr mit Hunt for the Wilderpeople einen weiteren von der Kritik gefeierten Film veröffentlichte, soll Thor: Ragnarok mit humoristischen Elementen verfeinern und verlässt sich dabei, laut eigener Aussage, auf das komödiantische Talent seines Hauptdarstellers Chris Hemsworth, das er u. a. im Comedy-Remake Vacation unter Beweis stellte. Neben Hemsworth kehren auch Anthony Hopkins als Odin, Tom Hiddleston als Loki und Jaimie Alexander als Lady Sif in Thor: Ragnarok zurück. Neu an Bord sind neben Ruffalo Oscargewinnerin Cate Blanchett als Schurkin Hela, die erste weibliche Antagonisten des Marvel-Kinouniversums, Tessa Thompson (Creed) als Thors neues Love Interest Valkyrie, Jeff Goldblum als exzentrischer und berechnender Grandmaster und Dredd-Darsteller Karl Urban als Bösewicht und gelegentlicher Antiheld Skurge der Henker. Für Hemsworth und Blanchett ist der australische Dreh ein Heimspiel. Wie schon früher berichtet, ist Natalie Portmans Jane Foster im neuen Film nicht dabei. Ich vermute, dass das Ende ihrer Beziehung mit Thor im neuen Film kurz adressiert werden wird.

Laut Marvel-Studios-Chef Kevin Feige spielt Thor: Ragnarok eine Schlüsselrolle im Marvel Cinematic Universe, auch weil es der vorletzte Film vor dem Auftakt von Avengers: Infinity War sein wird. Es würde mich angesichts des intergalaktischen Settings nicht überraschen, wenn die Guardians of the Galaxy zumindest als Easter Egg (vielleicht in einer Abspannsequenz) im Film auftauchen würden, denn irgendwann wird man die Fäden der Universums zusammenführen wollen. Falls dies der Fall sein sollte, dann wird Marvel das natürlich so lange wie möglich unter Verschluss halten.