Sherlock Staffel 4 Trailer

Quelle: PBS

Als die beiden Macher der großartigen britischen Serie "Sherlock" versprochen haben, dass die vierte Staffel ein vernichtender, emotionaler Wirbelsturm sein würde, in der unsere Helden von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht werden würden, haben sie offenbar nicht übertrieben. Zumindest erscheint es so nach der Sichtung des allerersten Trailers, der zu Staffel 4 soeben veröffentlicht wurde. Dieser präsentiert sich nicht nur deutlich actionreicher als man es von der Serie gewohnt ist, sondern auch überaus düster. Gerade "Sherlock" verfügte trotz sehr ernster Geschichten immer über einen lockeren, verschmitzt-verspielten Touch und ich hoffe, dass dieser auch in der neuen Staffel trotz des offensichtlichen Ernstes der Lage nicht verloren geht. Es soll allerdings keine Kritik an dem Trailer sein, der wirklich neugierig darauf macht, was denn die Gefahr ist, die Sherlock (Benedict Cumberbatch) und Watson (Martin Freeman) von allen Seiten bedroht, während Watson und seine Frau Mary sich auf ihre bislang größte Herausforderung vorbereiten: die Elternschaft.

Ist Moriarty zurück? Diese Frage lässt der Trailer offen und auch Sherlock kann sie nicht beantworten. Er ist sich nur sicher, dass etwas Schlimmes im Anmarsch ist. Auch wenn Andrew Scott als Sherlocks Erzfeind doch nicht zurückkehrt, mit dem diabolisch wirkenden Toby Jones (Dame, König, As, Spion) hat der Meisterdetektiv einen würdigen neuen Gegenspieler gefunden, wie es aussieht.

Der offizielle Ausstrahlungstermin der vierten "Sherlock"-Staffel steht noch nicht fest, doch alles andere als der 1.01.2017 würde mich überraschen, denn schließlich starteten die letzten beiden "Sherlock"-Staffeln in Großbritannien am Neujahrstag und auch das Special Die Braut des Grauens wurde dieses Jahr am 1. Januar ausgestrahlt. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann, ist, dass die drei neuen Folgen wieder einmal viel zu schnell vorüber sein werden und wir uns dann wahrscheinlich weitere 2-3 Jahre bis zu einer neuen Staffel gedulden müssen – falls sie denn überhaupt kommt. Nach dem Ende der dritten Staffel kündigte Steven Moffat noch an, dass mindestens zwei weitere Seasons folgen würden, doch Mark Gatiss äußerte sich kürzlich deutlich weniger sicher zu dem Thema. Die steigende Nachfrage nach den beiden "Sherlock"-Hauptdarstellern in Hollywood (beide sind mittlerweile auch Teil des Marvel Cinematic Universe) macht es immer schwieriger, Lücken in ihren Terminkalendern zu finden, um neue "Sherlock"-Folgen zu produzieren. Die Wahrheit ist, die beiden brauchen "Sherlock" längst nicht mehr. Dass eine weitere Staffel kommt, haben wir der Tatsache zu verdanken, dass Cumberbatch und Freeman die Serie wirklich gerne machen. Und dafür bin ich sehr dankbar!

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