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Quelle: The Hollywood Reporter

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“

An diesem Oscar Wilde häufig zugeschriebenem Bonmot musste Amy Sherman-Palladino, Schöpferin der beliebten Serie „Gilmore Girls“, jahrelang festhalten. Noch während der ursprünglichen Ausstrahlung der Serie hatte sie eine klare Vorstellung von dem Serienende im Kopf bzw. von den letzten vier Worten, die darin gesprochen werden sollten. Doch ihr Traumende konnte sie während der Originalausstrahlung nicht verwirklichen. Als UPN und The WB zu einem Sender verschmolzen sind, dem heutigen The CW, und „Gilmore Girls“ von The CW übernommen wurde, konnte keine Einigung zwischen Sherman-Palladino und dem neuen Sender erzielt werden, sodass die siebte und finale Staffel der Serie ohne ihre Beteiligung produziert wurde.

Doch, wie es so schön heißt: Ende gut, alles gut. Zehn Jahre nachdem sich die Wege trennten, bekam Sherman-Palladino doch noch die Gelegenheit, ihr Wunschende umzusetzen. Vergangenes Jahr produzierte Netflix ein „Gilmore Girls“-Revival unter dem Titel „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“ (OT: „Gilmore Girls: A Year in the Life“) mit vier Episoden in Spielfilmlänge, die sich über vier Jahrzeiten abspielten. Nicht nur Lauren Graham und Alexis Bledel kehrten als Lorelai und Rory für die neuen Folgen zurück, sondern auch nahezu alle anderen Darsteller der Originalserie, einschließlich der in der Zwischenzeit zum Comedy-Superstar aufgestiegenen Melissa McCarthy als Sookie und Matt Czuchry, Milo Ventimiglia und Jared Padalecki als Rorys Ex-Freunde. Am Ende der finalen Episode „Herbst“ waren dann endlich auch die viel diskutierten letzten vier Worte zu hören (die jeder Fan bereits kennt, die aber an dieser Stelle dennoch nicht verraten werden sollen).

Doch war es wirklich das Ende? Die Nachfrage bestimmt das Angebot und „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“ war eins der meisterwarteten Serien-Events des vergangenen Jahres. Von der Kritikern positiv aufgenommen und für Netflix ein großer Erfolg, stellte sich nach der Veröffentlichung des Revivals schnell die Frage, ob es eine einmalige Sache bleiben würde. Ted Sarandos, der Chief Content Officer bei Netflix, bestätigte nun, dass bereits Gespräche über neue Folgen geführt werden: (aus dem Englischen)

Wir hoffen, dass es weitere Folgen geben wird. Wir waren natürlich mit dem Erfolg der Serie sehr zufrieden, die Fans liebten die neuen Folgen, sie boten all das, worauf sie gehofft haben… Das Schlimmste ist, wenn man einige Jahre auf die Rückkehr der eigenen Lieblingsserie wartet und sie dann enttäuscht, aber hier war es nicht der Fall und die Zuschauer haben wirklich Lust auf mehr. Wir führen mit den Machern Gespräche über die Möglichkeit weiterer Folgen.

Gerade nach dem Ende, kann ich mir gut vorstellen, dass viele Fans sehr heiß darauf sind, zu erfahren, wie es weitergeht. Doch andererseits war eben dieses Ende von der Serienschöpferin lange Zeit als Serienfinale beabsichtigt gewesen. Vielleicht sollen manche Dinge ja auch offen bleiben.

Wie seht Ihr das?