DC hat einiges aufzuholen. Während Marvel mit Ant-Man und Avengers 2: Age of Ultron bereits die zweite Phase seines Cinematic Universe abgeschlossen hat und sich der Civil War schon am Horizont abzeichnet, versammelt Comic-Konkurrent DC seine Recke noch. Mit Batman v. Superman hat der Verlag immerhin ein heiß erwartetes Eisen im Feuer. Der Film dürfte den Man of Steel-Regisseur Zack Snyder (Sucker Punch, 300) auslasten, so dass für ein Sequel der Solo-Superman-Abenteuer keine Zeit bleibt. Jetzt hat DC Movie News aber angedeutet, dass ein anderer Regisseur an Man of Steel 2 arbeitet.

Kein geringerer als Mad Max-Schöpfer George Miller soll den Stählernen erneut fliegen lassen. In dem Video heißt es:

George Miller, he’s doing Man of Steel 2……Obviously Zack Snyder is doing Justice League 1 and 2, we already got James Wan doing Aquaman – Waterman I think they should change the title– but yeah I think George Miller is a perfect choice to do Man of Steel 2, he’s going to bring so much to it.

Etwa: George Miller, er macht Man of Steel 2……Bekanntermaßen arbeitet Zack Snyder an Justice League 1 und 2, wir haben bereits James Wan, der Aquaman dreht – wobei ich den Titel Waterman bevorzugen würde -, aber, ja, ich denke George Miller ist eine perfekte Wahl für Man of Steel 2, er bringt so viel zu dem Projekt.

Miller feierte dieses Jahr große Erfolge mit der Rückkehr auf die Kinoleinwand. Der vierte Kinoauftritt von Max Rockatansky – Fury Road – erhielt nicht nur in Cannes viel Beifall. Forderungen wurden sogar laut den Action-Film mit Tom Hardy und Charlize Theron ins Oscar-Rennen zu schicken.

Das Gerücht ist zwar im ersten Moment reizvoll, aber noch nicht bestätigt. Dennoch wäre es sicher spannend zu sehen, wie die Version des 70-jährige Filmemacher von Superman aussieht. Insbesondere der Vergleich zwischen Miller und Snyder scheint interessant. Wie diverse Videos hinter den Kulissen von Fury Road zeigen schwört Miller auf praktische Effekte. Wenn wir an die Zerstörungsorgie am Ende von Man of Steel denken, scheint es unumgänglich, dass der Materialschaden entweder zurückgefahren oder dem Computer überlassen wird.

Auch der gesättigte Teal/Orange-Look von Fury Road ist ein deutlicher Kontrast zum farbarmen Man of Steel. Vor einiger Zeit machte ein Video im Netz die Runde, welches zeigt, wie Man of Steel in Farbe aussehen könnte.

https://www.youtube.com/watch?v=5gd3vpgJwlM

Das heißt natürlich nicht, dass Millers Film so aussehen muss – noch, dass dieser Film besser aussieht als Snyders Version -, aber es zeigt, wie sehr Farben einen Film verändern.

Spannend dürfte die Verpflichtung von Miller unter dem Gesichtspunkt der jüngsten Reibereien zwischen Studios und Franchise-Regisseuren sein. Das Debakel um die Fantastic Four und den Streit zwischen Regisseur Josh Trank und FOX ist noch frisch in Erinnerung, genauso wie Edgar Wrights (Shaun Of The Dead, Hot Fuzz) Rauswurf bei Ant-Man. Doch schon davor gab es Klagen von Filmemachern. Unter anderem Alan Taylor (Thor: The Dark World) beklagte sich über das strenge Regime von Marvel und fehlende künstlerische Freiheit. Ob DC seinen Regisseuren mehr Freiräume lässt, muss sich zeigen. Mit Miller würde man sich schließlich einen erfahrenen Kinoveteranen ins Boot holen.