Home Blog Page 74

Hearthstone™: Heroes of Warcraft – Unser Test

0

.
Nur noch ein Spiel!

Seit Tagen wird bei uns in der Redaktion nur noch „gedropt“, gecharged“ und über ein mögliches „Topdeck“ geflucht. Der Grund: Das süchtig machende „CCG“ (Collectible Card Game) Hearthstone™: Heroes of Warcraft – ein Strategiekartenspiel aus dem Hause Blizzard Entertainment, das für PC, MAC und seit kurzem auch für das iPad kostenlos zu bekommen ist. Damit macht sich der Rollenspielgigant, der mit seinen Marke „World of Warcraft“ den Markt für MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) seit Jahren dominiert, auch in der Nische der strategischen Online-Kartenspiele bequem. Fans der Warcraft-Welt werden die Charaktere sofort wieder erkennen und ihre Freude an den kurzen, knackigen Matches haben. Aber auch Gelegenheitszocker ohne Fantasy-Affinität kommen auf keinen Fall zu kurz.

Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Das Prinzip ist auf den ersten Blick simpel: Zwei Kontrahenten stehen sich auf dem virtuellen Spielfeld gegenüber – Jeder mit 30 Lebenspunkten ausgestattet. Das Ziel: Dem Gegner seine Lebenspunkte durch Angriffe und Zauber rauben. Dazu werden rundenweise Karten gezogen, auf denen beispielsweise sich Abbildungen von Kreaturen, Soldaten oder anderen Wesen aus der World of Warcraft-Welt befinden. Diese werden „Diener“ genannt und weisen unterschiedliche Angriffs- und Verteidigungswerte auf. Andere Arten von Karten enthalten Zaubersprüche, die einmalig einen Schaden verursachen, die eigenen Diener stärker macht oder auch eine Heilung durchführen können. Jetzt gilt es mit seinen Karten geschickt zu taktieren und so möglichst viel Schaden auszuteilen, ohne selber in Bedrängnis zu geraten.

Damit die Sache noch etwas mehr strategischen Pfeffer bekommt, startet man mit einem sogenannten Manapunkt und bekommt in jeder Runde einen dazu – bis maximal zehn. Die spielbaren Karten haben einen Manawert aufgedruckt und man kann seine Angriffe dementsprechend planen. Hat man in der fünften Runde fünf Manapunkte, symbolisiert durch blaue Kristalle, kann man entweder fünf Karten mit dem Wert eines Manapunktes oder auch zwei Karten mit dem Wert zwei und eine mit eins ziehen, usw. Je mächtiger eine Karte desto höher der Manawert.

Hearthstone_Screenshot_5.2.2014.13.45.37

Wem das jetzt doch zu kompliziert klingt probiert das Spiel einfach mal aus. Ein gut gemachtes Tutorial vermittelt in einem halben Dutzend Kämpfen das notwendige Basiswissen. Selbstverständlich in Deutsch und mit bekannten Stimmen ansprechend synchronisiert. Danach darf gegen den Computer kräftig geübt werden, damit man sich mit den taktischen Feinheiten und den Einsatzmöglichkeiten der bislang gut 300 Karten vertraut machen kann. Die Partien sind kurz und durch eine 90-Sekunden-Grenze für einen Zug auch eher auf schnelles Handeln ausgelegt.

Kampf in der Arena

Hat man erst einmal ein Gespür für die Spielmechanik und die Kräfte der Karten bekommen, sorgen Online-Matches gegen reale Gegner für die spaßige Herausforderung. Dabei darf man sich auch mit Freunden, die man zuvor in eine Kontaktliste aufgenommen hat, gezielt zum Duell verabreden. Wer keine Freunde hat, kommt über den Menüpunkt „Spielen“ einen Gegner automatisch zugeteilt. Besonders spannend wird es in der Arena: Mit einem zufällig zugeteilten Kartenpaket, dem „Deck“, gilt es menschliche Kontrahenten zu besiegen. Drei Niederlagen – und man ist raus aus dem Rennen. Schafft man neun Siege in Folge gewinnt man einen Preis: Eine seltene Spielkarte und/oder Gold, die In-Game Währung des Spiels.

Mit PC und iPad

Aktuell ist jetzt eine Version für das iPad (ab der 2. Generation) im Apple-Store zu bekommen. Die Optik ist gleich, die Bedienung, anstatt mit der Maus mit den Fingern, gelungen. Fast sgar noch besser als am PC, denn das Tippen und Wischen kommt noch eine Spur intuitiver, als der Mausklick. Das Beste: Dank der plattformübergreifenden Kompatibilität können PC, MAC und Pad-Besitzer gegeneinander antreten. Und die eigene Kartensammlung steht am heimischen PC, wie auch unterwegs auf dem iPad immer zur Verfügung. Dafür sorgt die einmalige Zwangs-Registrierung bei Blizzards Plattform battle.net, die alle Spielfortschritte speichert.

Free, aber nicht unbedingt kostenlos

Hearthstone™: Heroes of Warcraft ist dem Bereich „Free2Play“ zuzuordnen. Das bedeutet: Grundsätzlich kann ohne Einsatz von Geld gespielt werden, aber die Zahlung von zumeist kleineren Summen erhöhnt die Chance zu gewinnen oder erlaubt es, schneller an ein bestimmtes Ziel zu gelangen. Bekannte Beispiele sind sicherlich Facebook-Spiele wie „Candy Crush“ oder „Monster Buster“, die ohne Bezahlung nur eine geringe Spielzeit pro Tag möglich machen und dann dem Nutzer eine Zwangspause aufdrücken. Hearthstone finanziert sich über zwei Einnahmequellen: Den Verkauf von Karten-Packs und den Eintritt in die Arena. Als Bezahlung werden echte Euros oder im Spiel erworbenes Gold akzeptiert. Dieses lässt sich mit gewonnen Partien und dem Erledigen von verschiedenen Aufgaben verdienen – gut 50 Goldstücke an einem Spieltag sind durchaus machbar. Ein Kartenpack schlägt mit 100, ab dem zweiten Besuch (wie beim Drogenhandel geht das erste Mal aufs Haus) ein Arenaeintritt mit 150 Goldstücken zu Buche. Möchte man die eigenen Chancen bei den Online-Partien erhöhen und spekuliert auf seltene und mächtige Karten, ist man ab 2,69 Euro für zwei Packs dabei. Ein Ausflug in die Spielarena ist für 1,79 Euro zu haben. Die Sammelleidenschaft kann ordentlich ins Geld gehen. Ganz wie bei den Kartenspielen im „echten“ Leben halt auch.

UNSERE GALERIE ZUM DURCHKLICKEN

[new_royalslider id="5″]

Fazit:

Kurze, actionbetonte Spiele, ein leicht zu verstehendes Regelwerk, erheblicher taktischer Tiefgang und faire Bezahl-Konditionen: Hearthstone trifft den Nerv von Gelegenheitsspielern und Hardcore-Zockern. Kommt man durch Geldeinsatz eher ans Ziel ein erfolgreicher Spieler zu werden? Auf jeden Fall. Kann man aber auch seinen Spaß ohne gravierende finanzielle Folgen haben? Auf jeden Fall. Die Präsentation ist schick, bekannte deutsche Stimmen in der Synchronisation und durch die Verknüpfung von stationären PCs und mobilen Geräten darf gespielt werden, wann und wo einem die Lust überkommt. Versionen für Android und iPhone sind bereits in der Planung. Definitiv ein Anspieltipp – allerdings einer mit erheblichem Suchtpotential, denn auf der Jagd nach seltenen, epischen oder gar legendären Spielkarten rast die Zeit einfach nur so davon.

Erhältlich für PC / Mac und iPad

 

Von Ulrich Wimmeroth

The Spectacular Now (2013)

0

The Spectacular Now, USA 2013 • 95 Minuten • Regie: James Ponsoldt • Mit: Miles Teller, Shailene Woodley, Bob Odenkirk, Brie Larson, Kyle Chandler, Jennifer Jason Leigh • FSK: n.n.b.  •  Kinostart: n.n.b. • Internationale Webseite

"The Spectacular Now" – Wie seicht hallen doch diese drei unspektakulären Worte in den Gedanken nach. Man erinnert sich nur zu gern an die Kindestage, wo sich das wahre Versprechen dieser drei Worte andauernd entfalten konnte. Keine Sorgen, kein Bedauern, keine Zeit zu verlieren, denn alles was zählte war der Moment, in dem doch alles greifbar und makellos erschien. Ein Zustand, ja, fast schon ein Glaubenssatz, den man doch immer mal wieder auf seine Fahne schreibt oder schreiben will. Einer tut es; und zwar beinah radikal: Die Welt liegt dem Protagonisten Sutter Keely wie in den glorreichen Kindheitstagen zu Füßen. „The Spectacular Now“ aus der Feder des vielseitigen Jugendbuchautors Tim Tharp ("Knights of the Hill Country") wird grandios inszeniert und von einem der sympathischsten und natürlichsten Darsteller Paare der letzten Zeit in das Zentrum des eigenen Lebensethos gespielt.

the_spectacular_now_1Jeder Tag scheint für Sutter Keely (Miles Teller) ein Fest zu sein, jeder Moment so spaßig wie eine Party und die Menschen um ihn herum sind scheinbar Spielfiguren auf seiner Spielwiese. Dabei gilt: Je kurioser der Augenblick, desto besser. Sutter ist im Begriff die Highschool mehr schlecht als recht abzuschließen und ruht sich auf dem Image, „Das Leben auf jeder Party zu sein“, aus. Seine geliebte Freundin Cassidy (reizvoll: Brie Larson) verlässt ihn vordergründig, weil sie Sutter mit einer anderen Dame im Auto sieht. Was soll‘s? Auf der nächsten Party wird gezecht und Sutter wird von einem Mädchen seiner Schule am nächsten Morgen in irgendeinem Garten gefunden. Das Mädchen heißt Aimee Finecky (Shailene Woodley) und willigt ein, Sutter bei ihrer Zeitungsliefertour mitzunehmen, da Sutter sein Auto in der Nacht irgendwo in der Nähe abgestellt haben muss. Selbstlos beschließt Sutter die unscheinbare aber nicht unsympathische Aimee zu protegieren und ihrem Leben mehr spektakuläre Würze zu geben. Im Laufe dieses zunächst oberflächlichen Vorhabens wird aus dem ursprünglichen Helfersyndrom mehr; mehr als Sutter sich vorerst eingesteht.

The-Spectacular-Now-Miles-TellerWer hier einen Schnellschuss wagt und diese ergreifende Geschichte von Aimee und Sutter als vorhersehbare vom-Fließband-Teenie-RomCom-nur-ohne-Vampire-Geschichte abstrafen möchte, liegt  völlig treffsicher daneben. Hier gibt es keinen American Pie, hier gibt es keine Märchenprinzen, kein vom Mauerblümchen zum Supermodel Gemurkse oder weitere Klischeeunfälle, die der Übersicht halber hier in der Aufzählung fehlen. Es ist kein unbeschwerter Partyfilm; auch wenn dies ihm Buch etwas ausführlicher beschrieben wird, setzt der Film in dem Punkt auf kurze, zusammenfassende Montagemomente, um den Blick von den Charakteren nicht unnötig abzulenken oder flachen Comedy-Relief zu bieten. Autor Tim Tharp schrieb eine clevere, geerdete und durch seine Charaktere bezaubernde Coming-of-Age-Erzählung. Besonders die Figur „Sutter“ ist eine großartige Charakterisierung eines in den Alkoholismus abdriftenden, eloquent-geistreichen, lebensbejahenden Spaßgesellschafters, der um ein Stücken täglichen Selbstbetrug nicht verlegen und im Inneren um nachdenklichen Tiefengrund nicht beschämt ist. Trotzdem stößt er seine engsten Menschen immer wieder vor den Kopf; da sei z.B. sein Chef Dan (vertraut charmant: Bob Odenkirk) genannt, der ihm, trotz Einnahmeproblemen, aber gerade weil Sutter die Kundschaft betört, vergebens eine Jobverlängerung mit scheinbar für Sutter nicht einzuhaltenden Auflagen anbietet.

The Spectacular Now 4Gäbe es einen eigens angerfertigten Preis für wahrhaftig sympathische Darsteller Paare, Shailene Woodley und Miles Teller würden ihn für diesen exquisiten Cocktail der Schauspielkunst gewinnen; den Szenen der zwei jungen Schauspieler ist eine eigene Magie inhärent. Den "Special Jury Award for Acting" heimste der Film zurecht beim Sundance Festival 2013 ein. Bereits in Alexander Paynes großartigen „The Descendants – Familie und anderen Angelegenheiten“ brillierte die junge Shailene Woodley als verwundbarer, aber resoluter Teenie. In „The Spectacular Now“ mimt sie Aimee als unsicheres, von ihren Lebensumständen ausgebremstes Mädchen mit viel Herz. Sie ist dennoch eine aparte Erscheinung, die ein mattes und glanzloses Leben unter der Fuchtel ihrer Mutter führt. Schließlich ist es Sutter, der ihr beibringt „Nein“ zu den haltlosen Forderungen ihrer Mutter oder dem nörgeligen Einfluss ihrer „besten“ Freundin zu sagen (eine herrliche Unterrichtseinheit). Mit Sutter kann Aimee aufblühen, lockerer werden und entspannen. Entspannung erfährt sie auch durch Sutters Trinkerei – hier und da immer wieder ein Schlückchen aus dem Flachmann. Die beiden pirschen sich aneinander heran, Sutter erst unter dem Deckmantel der Hilfe zum Booster von Aimees Beliebtheit. Miles Teller zeigt immer wieder beeindruckend seine emotionale Janusköpfigkeit: einen wunden Kern und der wortgewitzte Gentleman. Er gibt die entscheidenden Vorlagen für Woodleys vorsichtige, schüchterne und beinah tapsig-verspielte Aimee.

THE-SPECTACULAR-NOW 5Die wahre Spannung des Films liegt bei den Unterschiedlichen Lebensweisen und Sichtweisen der beiden Hauptdarsteller in puncto Lebensführung. Obgleich in Sutter eine Menge mehr als Charme, Witz und Esprit steckt, lebt er augenscheinlich selbstgenügsam vor sich hin. Die Melancholie des Lebens fließt an ihm einfach vorbei; sicherlich trägt der Alkoholismus seinen gerechten Teil bei. Der „Sutterman“ beraubt sich und seine Partner (Cassidys echter Grund für den Schlussstrich) einer Zukunft, weil er eine solche gar nicht erst mit bedeutungsschweren Inhalten in sein gedankliches Lebenskonzept lässt. "Jetzt" ist wunderschön. Solang es läuft, läuft es halt. Er hat das Gefühl, von niemandem geliebt zu werden, sodass er im Gegenzug anscheinend nicht liebt oder lieben kann. Er übersieht die sorgevollen Falten seiner liebenden Mutter quasi gewissenlos und sieht in sich den gleichen Loser wie sein egoistischer Vater Tommy (Kyle Chandler), nachdem er ihn nach Jahren wieder getroffen hat. Er findet in seinem Vater nicht das, was Sutter sich immer eingeredet oder gewünscht hat. Am Ende sind es eben die kleinen Steine wenn man sie lostritt. Manchmal bringen sie einen ganzen Erdrutsch zustande. Erst die Beziehung zu Aimee lässt Sutter letztendlich in sein inneres horchen und die gedanklichen Arbeitsprozesse nehmen ihren lauf. Dem relativ wenig Filme drehenden Regisseur James Ponsoldt gelingt es, dem Coming-of-Age-Genre eine bedeutende Perle hinzuzufügen (Freunde von "The Breakfast Club" und Co. können bedenkenlos hinschauen). Nebst Hauptdarstellern besitzen sogar alle Nebenfiguren -egal wie wenig Leinwandzeit- eine Komplexität und Verletzlichkeit, wie sie in manchen Filmen einfach vernachlässigt wird.  So tanzt der Film leichtfüßig und zugleich tiefgründig im Takt. Das Buch ist auf jeden Fall auch eine Empfehlung wert, wobei der Film einen Hauch optimistischer wirkt.

Trailer

Fazit: Das Leben ist eine Anhäufung von spektakulären Momenten. „The Spectacular Now“ ist solch ein feierlicher Moment.

Devil’s Due – Teufelsbrut: Gewinnt Freikarten & Poster zum Horrorfilm!

0

Horrorfans aufgepasst!

Ihr habt’s auch gerne mal gruselig im Kino? Dann könnte der neue, im "Found Footage"-Stil gedrehte und in Tradition des Gruselklassikers Rosemary’s Baby stehende Horrorfilm Devil’s Due – Teufelsbrut, was für Euch sein. Dieser läuft ab heute deutschlandweit in den Kinos.

Mit freundlicher Unterstützung von 20th Century Fox Germany verlosen wir zum Film drei Pakete, die jeweils ein Original-Filmposter von Devil’s Due – Teufelsbrut und einen Kinogutschein (für zwei Personen) für den Film  enthalten. 

Devil's Due Gewinnspiel - Poster

Falls Ihr noch nicht neugierig genug auf den Film seid, werden Euch vielleicht diese Ausschnitte überzeugen:

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach nachstehende Frage und hinterlegt bitte zwecks Zusendung der Gewinne eure Kontaktdaten. Eure Daten werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Viel Glück!

Welcher dieser Besessenheits-Horrorfilme wurde nicht im "Found Footage"-Stil gedreht?

Das Gewinnspiel ist leider beendet.

Einsendeschluss ist am Montag, den 12. Mai 2014.

Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Es ist nur eine Teilnahme pro Person möglich. Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Die Mitarbeiter von FILMFUTTER sind von der Verlosung ausgeschlossen.

Viel Glück!

Filminhalt:

“Samantha (Allison Miller) und Zach McCall (Zach Gilford) sind auf ihrer Hochzeitsreise. Nach einer rätselhaften Nacht, an die sich beide nicht mehr erinnern können, wird Samantha schwanger. Zach hält die Schwangerschaft mit der Kamera fest und bemerkt dabei, dass Samantha sich seltsam verändert, was das junge Paar aber zunächst dem Stress zuschreibt. Als die Monate jedoch vergehen, wird deutlich, dass die mysteriösen Veränderungen ihres Körpers und ihres Geistes einen viel unheilvolleren Ursprung haben…” (Quelle: 20th Century Fox Germany)

Bildmaterial © 2014 20th Century Fox

Stereo – Psychothriller feiert Kölner Premiere mit Staraufgebot!

0
Stereo Premiere

Vorgestern feierte im vollen Kölner Weißhaus-Kino der düstere deutsche Psychothriller Stereo (bundesweiter Kinostart: 15.05.2014) seine NRW-Premiere und die Stars des Films Moritz Bleibtreu und Jürgen Vogel, die nach Oskar Roehlers Quellen des Lebens erst zum zweiten Mal gemeinsam auf der Leinwand zu sehen sind, haben es sich nicht nehmen lassen, gemeinsam mit dem Regisseur Maximilian Erlenwein über den roten Teppich zu schreiten und den Film dem Kölner Publikum persönlich vorzustellen.

Stereo Premiere 2

Für die Handlung des Films gilt: je weniger man darüber weiß, desto größer der Genuss im Kino. Grob umschrieben handelt Stereo vom Automechaniker Erik (Jürgen Vogel), der sich in einem ländlichen Idyll mit seiner neuen Freundin von einem stressigen Leben erholt. Alles läuft wie am Schnürchen, bis ein geheimnisvoller Fremder (Moritz Bleibtreu) plötzlich auftaucht und dafür sorgt, dass Eriks Leben völlig aus den Fugen gerät.

StereoPremiere1
Stereo-Regisseur Maximilian Erlenwein mit seinen Stars Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu.

Auch Filmfutter war für Euch dabei und hat nicht nur den Regisseur und die beiden Filmstars am roten Teppich interviewt, sondern hatte auch die Gelegenheit, mit Bleibtreu und Vogel hinterher ein sehr interessantes und aufschlussreiches Interview zu führen, das Ihr bei uns kommende Woche nachlesen könnt. Bereits vor dem Interview konnten wir aber am roten Teppich die ersten O-Töne der Stars und des Regisseurs einsammeln. Obwohl sie alle schon zahlreiche Interviews zum Film hinter sich gebracht haben, allen voran bei der großen Weltpremiere des Films im Rahme der diesjährigen Berlinale, wirkten die Darsteller und der Regisseur extrem gut aufgelegt, ohne jegliche Starallüren und sprachen mit Begeisterung und Elan von ihrem neuen Film – einem Film, der viel Aufmerksamkeit und Berichterstattung verdient, denn er gehört nicht zu dem, was die Kinogänger vom deutschen Kino gewöhnlich erwarten und könnte es deswegen trotz der Starbesetzung vielleicht anfangs nicht leicht haben. Das wäre allerdings sehr schade, denn obwohl Ihr unsere ausführliche Filmrezension auch erst kommende Woche hier findet, sei so viel schon verraten: Stereo ist ein sehr lohnenswerter Film und führt einem vor, dass das deutsche Kino zu mehr in der Lage ist, als man es ihm manchmal zutraut.

Zuerst hatten wir den Regisseur Maximilian Erlenwein vor dem Mikro. Für ihn ist Stereo erst sein zweiter Langfilm nach Schwerkraft aus dem Jahre 2009 (bei dem er bereits mit Jürgen Vogel zusammengearbeitet hat. Trotz der kurzen Filmografie hat Erlenwein jetzt schon bewiesen, dass er großes Regietalent besitzt und man auf jeden Fall ein Auge auf seine Projekte haben muss. An dieser Stelle eine kurze Warnung, denn die rot gekennzeichnete Frage an den Regisseur enthält einen SPOILER zum Film. Allen, die den Film nicht kennen, empfehle ich, diese zu überspringen:

Auf die Frage hin, was ihn zu Stereo inspiriert hat:

Ich habe vor 4-5 Jahren Mein Freund Harvey mit James Stewart gesehen, in dem er von einem zweieinhalb Meter großen Hasen verfolgt wird, den niemand sehen kann. Das war die allererste Initialzündung.

…weshalb wir in deutscher so wenige Filme aus dem Thriller-Genre haben:

Das ist eine komplexe Frage. Es hat sich in Deutschland nie eine richtige Tradition für das Genrekino aufgebaut. Irgendwie wurden in den neunziger Jahren nur noch Komödien gemacht und es hat sich irgendwie im Kino so etabliert, dass die Zuschauer es gar nicht mehr gewohnt sind, dass Genrefilme bzw. Thriller im Kino aus Deutschland kommen. Ich glaube, da muss erst einmal eine Barriere abgebaut werden, damit die Zuschauer wieder Vertrauen zum deutschen Genrefilm finden bzw. es wieder wertschätzen.

…ob das Filmende immer so feststand, wie es letztlich im Film zu sehen ist oder ob auch mal ein glücklicheres Ende geplant war

Für mich ist es ehrlich gesagt ein "Happy End". Wir haben natürlich verschiedene Möglichkeiten durchgedacht, aber eigentlich gab es nicht viel daran zu rütteln. Das Ende stand relativ früh fest und wir haben es auch so durchgezogen.

…ob auch die Schauspieler für den Film früh feststanden:

Mit Jürgen Vogel habe ich schon einen Film gemacht, Schwerkraft, und hatte ihn beim Schreiben für die Rolle im Kopf. Als sich dann herauskristallisiert hat, dass die Figur von Erik einen sehr starken Counterpart braucht, sind wir ganz schnell auf Moritz Bleibtreu gekommen. Da gab es also nie einen anderen Namen im Spiel.

…ob trotz düsterer Stimmung im Film, es am Set trotzdem entspannt und heiter zuging:

Ich habe immer das Gefühl, dass es immer das Gegenteil ist. Bei düsteren Filmen ist die Stimmung am Set häufig sehr gut und bei Komödien dann andersherum. Bei Komödien muss man ja die Sachen sehr häufig wiederholen, das Timing muss stimmen und das ist dann auch unbedingt lustig. Bei ernsten Szenen in Stereo hatte ich das Gefühl, dass je ernster die Szene mit Jürrgen (Vogel) war, desto mehr hat er vorher entertaint und desto mehr brachte er sich vorher zum Lachen, einfach um Ausgleich zu schaffen.

…ob er sich im Vorfeld mit der menschlichen Psyche und mit der Verdrängung befasst hat:

Ja. Früher heiß der Film noch Schatten und nicht Stereo und es gibt eine Theorie von C. G. Jung über Schatten und Persona. Persona ist die sozial verträgliche Seite eines Menschen, die stets im Vordergrund steht, während Schatten die unterdrückten dunklen Triebe darstellt. Damit habe ich mich schon beschäftigt. Das hat mich inspiriert. Ich habe mir aber nicht auf die Fahne geschrieben, mit dem Film besonders psychologisch treue Theorien zu vertreten.

Stereo Premiere 3
Jürgen Vogel (links) und Moritz Bleibtreu

Kurz darauf hatten standen uns auch das dynamische Duo Moritz Bleibtreu und Jürgen Vogel am roten Teppich Rede und Antwort. Die beiden ergänzen sich großartig in  Kombination großartig und die schauspielerische Chemie ist im echten Leben genauso spürbar, wie im Film.

Auf die Frage hin, was die beiden am Drehbuch am meisten fasziniert hat:

Jürgen Vogel: Dieses Drehbuch und dieser Film ist für uns wie ein Abenteuer-Spielplatz, an dem du jedes Gerüst und jede Rutsche ausprobieren darfst und dich tierisch darüber freust. Für einen Schauspieler ist dieses Drehbuch ein Geschenk. Die Geschichte war gut, spannend. Es war auch eine richtige Herausforderung, ich hatte tolle Partner – nicht nur Moritz, sondern auch alle anderen Schauspieler, die neben uns im Film waren, bis in die kleinsten Rollen. Alle hatten Bock darauf. Für uns war das wie eine Klassenfahrt unter Schauspielern, die einen geilen Film machen dürfen.

…ob Jürgen Vogel sich auch vorstellen könnte, den Bösen zu spielen.

JV: Ich kann mir fast alles vorstellen. Das ist ja auch das Problem als Schauspieler. Du kannst dir so viele Sachen vorstellen, wenn du viel Fantasie hast. Sicher, das werde ich auch noch machen.

Moritz Bleibtreu: Wir drehen den Film einfach nochmal und drehen die Rollen um. Ich spiele Jürgens Rolle und er meine. (lacht)

…ob Moritz Bleibtreu gerne das Arschloch spielt:

MB: Das würde bedeuten, dass man sich Gedanken darüber macht, ob eine Figur negativ oder positiv wahrgenommen wird. Das ist mir aber scheißegal. Es geht darum, einer Figur Wahrhaftigkeit zu verleihen, die Figur zu verstehen und vielleicht von der Figur etwas für sich zu lernen. Es geht mir nie darum, gut oder böse, cool oder uncool zu spielen.

…ob sie finden, dass es besser sei, wenn ein Film negative Reaktionen hervorruft, als dass er gar keine Reaktionen hervorruft:

JV: Ja, ich finde das tatsächlich besser.

MB: Ich halte das für kokett. Mir ist es lieber, wenn mich jemand in Ruhe lässt und mir nicht sagt, wie scheiße er mich findet (Jürgen Vogel lacht). Kann sein, dass es stimmt, aber ich sehe das nicht so. Nach dem Motto: Danke dass du mich so scheiße fandest, aber es ist viel besser, als wenn du gar nichts gesagt hättest (beide lachen).

Wer mehr von Stereo und seinen beiden grandiosen Hauptdarstellern lesen möcht, sollte nächste Woche wieder bei uns reinschauen.

You’re Next (2012)

0

You’re Next, USA 2012 • Regie: Adam Wingard Mit: Sharni Vinson, AJ Bowen, Joe Swanberg, Nicholas Tucci, Ti West • FSK: ab 18 • DVD/Blu-ray-Start: 28.03.14 Splendid film

Ein abgelegenes Haus im Wald, eine Gruppe nicht mehr ganz so jugendlicher Opfer und drei Killer mit Tiermasken: Das Setting des amerikanischen Home-Invasion-Horrors „You’re Next“ wirkt auf den ersten Blick belanglos und generisch zusammen geschustert. Das kennt man, das hat man schon so oft gesehen. Aber Regisseur Adam Wingard (“A Horrible Way to Die – Liebe tut weh”) setzt nur zu Beginn auf bewährte Muster und liefert ein wendungsreiches und durchaus blutig inszeniertes Katz- und Mausspiel ab.

youre next03Zur Story: Das vermögende Ehepaar Aubrey und Paul Davison hat ihre vier Kinder nebst gerade gültigem Lebensabschnittspartner in ihr Haus eingeladen, um ein trautes Familienwochenende zu genießen. Nach den üblichen Geschwister-Zickereinen und dezenten Andeutungen auf familiäre Verfehlungen und erhebliche Persönlichkeitsdefizite, wird die bunt gewürfelte Truppe überraschend mit dem Tod konfrontiert. Der kommt in Form von drei Eindringlingen mit verstörenden Tiermasken, die wortlos und effektiv mit Armbrust und geradezu militärischer Präzision kurzen Prozess mit den Bewohnern machen. Warum? Das erfährt der Zuschauer nur in homöopathischen Dosen, was enorm zur Spannung beiträgt. Aber während die Familie, ohne rettende Hilfe oder Handyempfang, stetig dezimiert wird, stößt die Killerbrigade auf unerwarteten Widerstand. Die hübsche Erin, erst kürzlich mit einem der Davidson-Söhne liiert, ist überraschend geübt im Nahkampf und hat keinerlei Hemmungen sich mit Hammer und Haushaltsgeräten ihrer Haut zu erwehren.

Der kreative Splatter-Streifen entwickelt, nach einer gottlob kurz gehaltenen Einführung der Charaktere, zügig eine erhebliche Dynamik. Gut ein Dutzend potentieller Opfer bei einer Laufzeit von 95 Minuten: da stellt sich so schnell keine Langeweile ein. Klarer Höhepunkt der Speed-Version von „Kevin – Allein zu Hause“ ist die Rolle der Erin, die für den Zuschauer völlig überraschend den Spieß umdreht und den Eindringlingen die Hölle heiß macht. Die 30-jährige Sharni Vinson, bislang als Nebendarstellerin in Serien wie „NAVY CIS“ oder „Cold Case“ eher unauffällig, beeindruckt mit hartem körperlichem Einsatz. Mit geradezu erschreckender Effizienz nutzt die durchtrainiert wirkende Australierin herumliegende Alltagsgegenstände, um den Fieslingen diverse Körperteile zu zerschmettern. Das ist nicht nur extrem unterhaltsam und blutig in Szene gesetzt, sondern auch durchgehend spannend anzuschauen. Trotz schmalem Budget sind die Effekte mehr als nur solide, die Darsteller alle in der Lage sich nicht nur schreiend zu artikulieren und tatsächlich erhebliche Mühe in die Geschichte gesteckt worden. Diese ist nicht nach den ersten zehn Minuten durchschaut und kann mit einigen Wendungen und dem unvermeidlichen (aber gelungenen) Schlussgag problemlos bei der Stange halten.

Genre-Fans dürfen sich darüber hinaus über Auftritte von Adam Wingards Kollegen Joe Swanberg („Silver Bullets“) und Ti West freuen. Letzterer dürfte als Autor und Regisseur zumindest Gore-Insidern bestens bekannt sein, denn zu seiner Arbeit zählen Produktionen wie „The House of the Devil“, „Cabin Fever 2: Spring Fever“ oder „The Innkeepers“.

Ulrich Wimmeroth

Trailer

Box-Office Welt – The Amazing Spider-Man 2 übernimmt die Führung

0
Box-Office Welt - 25.-27.04.2014 Zusammenfassung und Analyse

Quellen: Rentrak, Screendaily

Konnte sich vorletztes Wochenende noch das Animationssequel Rio 2: Dschungelfieber knapp vor The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro an den internationalen Kinokassen durchsetzen, gehörte letztes Wochenende durch das Hinzukommen von 28 neuen Ländern die Spitze eindeutig dem Spinnenmann. Das Comic-Sequel erwirtschaftete weitere $67,1 Mio und steht jetzt bei $131,9 Mio noch bevor der Film überhaupt in die US-Kinos kam. Insgesamt schreibt der Film international solide Zahlen, eine große Steigerung gegenüber dem Vorgänger, der auf $490 Mio vor zwei Jahren kam, ist aber nicht zu sehen. Stattdessen zeichnet sich in unregelmäßiges Muster ab: in einigen Ländern schneider die Fortsetzung besser ab als der Vorgänger, während der Film in den anderen eher schwächelt. Das spricht dafür, dass The Amazing Spider-Man vor zwei Jahren im Gegensatz zu Franchise-Reboots wie Batman Begins, Star Trek oder Casino Royale nicht das Interesse an der Reihe neu entfacht hat. Am ehesten ist die Performance mit den Hobbit-Filmen vergleichbar, die international zwar auch gut liefen, jedoch nicht den kommerziellen Höhepunkt von Der Herr der Ringe erreichten – trotz Inflation und 3D.

The Amazing Spider-Man 2 startete in Südkorea mit $13,8 Mio (einschließlich Previews) an der Spitze und verbesserte sich gegenüber dem ersten Film um 7% zum Start. In Russland verbuchte der Film mit $9,3 Mio einen starken Start, lag jedoch nicht nur 11% hinter Teil 1, sondern auch hinter den diesjährigen Starts von Noah und Rio 2. Der Nummer-1-Start in Italien mit $6,6 Mio war immerhin um 20% besser als der Start des Vorgängers. Ganz schwach fiel der Start in Japan aus, wo der Film mit $5,1 Mio auf Platz 4 nicht einmal die Hälfte dessen eingenommen hat, was sein Vorgänger 2012 zum Start verbuchte. Auch alle anderen Spider-Man-Filme starteten in Japan deutlich erfolgreicher. In Venezuela belegte The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro mit $1,5 Mio die Spitze (15% über Teil 1). In Großbritannien blieb das Sequel mit $5,7 Mio auf Platz 1 und hielt sich damit deutlich besser als der erste Film an seinem zweiten Wochenende. Nichtsdestotrotz liegt Rise of Electro mit $27,8 Mio immer noch etwa 5% hinter seinem Vorgänger im selben Zeitraum. Auch in Australien lässt die Performance mit $10,6 Mio nach zwei Wochen zu wünschen übrig. Das ist etwa 25% weniger als das Einspiel von Teil 1 in der gleichen Zeit. Die $19,4 Mio aus Mexiko liegen nahezu gleichauf mit der Summe, die Teil 1 nach seinem zweiten Wochenende dort vorzuweisen hatte. Besser sieht es in Deutschland aus – hier hat der Film mit $10,6 Mio nach 11 Tagen etwa 12% mehr eingespielt als sein Vorgänger im selben Zeitraum. Dieses Wochenende erreicht The Amazing Spider-Man 2 neben den USA auch den Großteil seiner internationalen Märkte, darunter China, Frankreich, Brasilien und Indien. Der Film wird jedoch eine außerordentlich starke Performance in China benötigen, um die von Sony sicherlich erhofften $500 Mio international einzunehmen.

Rio 2: Dschungelfieber musste sich zwar diesmal geschlagen geben, verbrachte jedoch ein weiteres überaus erfolgreiches Wochenende in den internationalen Kinos. Der Animationshit spülte $28,9 Mio von 70 Märkten in die internationalen Kinokassen und brachte sein Einspiel auf mehr als $250 Mio. Das schaffte der Film sogar gänzlich ohne neue Märkte. Die besten Zahlen kamen am Wochenende aus China, wo der Film weitere $4,6 Mio einnahm und sein Gesamteinspiel auf $31,8 Mio brachte. In Frankreich legte der Film in der dritten Woche um 21,1% auf $4,1 Mio zu und steht jetzt bei $14,8 Mio. Das liegt zwar immer noch etwa 18% hinter Teil 1, ist aber dennoch eine beachtliche Zahl. In Mexiko hat Rio 2 bislang $24,4 Mio eingenommen und steht knapp $2 Mio davor, Teil 1 hinter sich zu lassen. Außerdem wird Rio 2 spätestens dieses Wochenende in Mexiko zum umsatzstärksten Film des Jahres aufsteigen und Hits wie Die Eiskönigin und Die Tribute von Panem – Catching Fire hinter sich lassen. Deutschland hat nach vier Wochen $12,5 Mio beigesteuert – eine nahezu identische Zahl zum ersten Teil im selben Zeitraum. In Italien sind es $6,2 Mio nach zwei Wochen (14% vor dem ersten Rio). Aus Brasilien stammen $25,4 Mio nach fünf Wochen. Bei einem vorläufigen Gesamteinspiel von $251,4 Mio und mit Ländern wie Japan, Südkorea, Polen und Australien noch in petto, wird Rio 2 mit großer Wahrscheinlichkeit international etwa $350 Mio erreichen und damit Teil 1 knapp schlagen.

Die internationale Nummer 3 war letztes Wochenende The Return of the First Avenger mit $16 Mio von 55 Ländern. Das brachte das vorläufige internationale Einspiel des Films auf $420,3 Mio. Weltweit (also einschließlich des US-Einspiels) kratzt der Film bereits an der $650-Mio-Marke. Das Highlight war am Wochenende wieder China, wo der Film bei phänomenalen $107,2 Mio nach vier Wochen steht und schon sehr bald zu den fünf erfolgreichsten englischsprachigen Filmen aller Zeiten gehören wird. Auch aus Brasilien kamen starke Zahlen am Wochenende. Dort belegte der Film mit $3,1 Mio wieder Platz 1 und steht bei $21,6 Mio nach drei Wochen. Das ist 8% mehr als das, was Thor – The Dark Kingdom im selben Zeitraum hatte. Der zweiterfolgreichste Markt für den Film ist Großbritannien mit $30,1 Mio nach fünf Wochen (2% hinter Thor 2). Südkorea hat derweil $29,6 Mio beigetragen und spielte dort bereits deutlich mehr als Thor 2 ein. In Mexiko hat Captain America 2 das Thor-Sequel mit $24,6 Mio überholt, ebenso wie in Hong Kong mit $7 Mio. Es dürfte mittlerweile so gut wie sicher sein, dass der Film Thor 2 international (v. a. dank China) überholen und wahrscheinlich bei etwa $445-450 Mio landen wird.

Die Schadenfreundinnen ist ein bereits ein solider internationaler Erfolg und hat in seiner zweiten Woche außerhalb von Nordamerika weitere $13,1 Mio eingespielt. Damit hat die Komödie ihr internationales Einspiel auf $21,2 Mio gebracht. Das Highlight ist Australien, wo der Film in der zweiten Woche an The Amazing Spider-Man 2 vorbei auf Rang 1 aufgestiegen ist und bei insgesamt $10,4 Mio steht. In Großbritannien startete der Film mit starken $4,5 Mio auf Rang 2. Alle anderen großen Märkte liegen dem Film im Laufe der nächsten zwei Monate noch bevor. Cameron Diaz ist international ein großer Kassenmagnet. Bad Teacher und Love Vegas spielten außerhalb von USA/Kanada jeweils $115,9 Mio und $139,1 Mio ein und auch Die Schadenfreundinnen wird auf jeden Fall mehr als $100 Mio einnehmen.

Noah verbuchte weitere $11,1 Mio am Wochenende und hievte sein internationales Einspielergebnis auf $222,7 Mio. Der stärkste Markt war wieder Brasilien mit $1,8 Mio und einem Gesamteinspiel von $27,2 Mio. Damit hat Darren Aronofskys ungewöhnliches Bibelepos in Brasilien bereits The Dark Knight Rises überholt. Russland hat mehr als $33 Mio bis dato beigetragen und aus Mexiko stammen $15,7 Mio. Venezuela und Japan kommen in den nächsten Wochen hinzu, sodass der Film auch ohne einen Start in China auf $250 Mio kommen sollte. Falls er aber in China gestartet wird, könnt er durchaus $300 Mio knacken und für Paramount doch noch zu einem beachtlichen internationalen Hit werden.

Divergent – Die Bestimmung nahm weitere $9,7 Mio von 74 Ländern ein und steht bei $93,2 Mio. Großbritannien ist mit $10,4 Mio sein erfolgreichster Markt und der einzige, in dem der Film auf mehr als $10 Mio kommen konnte. Dieses Wochenende erreicht der Film Spanien und kommt im Juli auch nach Japan, aber mehr als $130 Mio sind wahrscheinlich trotzdem nicht drin.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren verbrachte auch das siebte Wochenende in Folge auf Platz 1 in Japan und nahm dabei weitere $7,6 Mio ein. Damit hat der Animationsfilm von Disney in Japan bereits $118,6 Mio erreicht. Damit ist er der erfolgreichste Hollywood-Film in Japan seit dem letzten Harry Potter und wird auch diesen sehr bald überholen. Überhaupt sieht es ganz danach aus, als würde Die Eiskönigin in Japan mit mehr als $180 Mio unter die fünf umsatzstärksten Filme aller Zeiten kommen. Auch eine Chance auf $200 Mio besteht – diese Zahl konnte von US-Filmen bislang nur Titanic erreichen. International steht Die Eiskönigin mittlerweile bei $743,6 Mio und wird mit ziemlicher Sicherheit $800 Mio knacken. Weltweit wird er $1,2 Mrd erreichen und könnte sogar mit viel Glück Iron Man 3 ($1,215 Mrd) überholen und auf Platz 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten aufsteigen (hinter Avatar, Titanic, The Avengers und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2).

The LEGO Movie spielte am Wochenende $5,5 Mio ein und brachte sein internationales Einspiel auf runde $200 Mio. Davon stammen aus Großbritannien und Australien zusammengerechnet mehr als $80 Mio, was ganz klar zeigt, dass der Film am besten in englischsprachigen Ländern läuft (auch in den USA ist er ein Riesenhit). Falls er einen Start in China erhält, sollte The LEGO Movie auf mehr als $250 Mio kommen.

Grand Budapest Hotel spielte ebenfalls $5,5 Mio am Wochenende ein und hat international $83,2 Mio erreicht. Der Film hat ein außerordentliches Durchhaltevermögen bewiesen und wird dank künftigen Starts in Brasilien und Japan womöglich sogar $100 Mio erreichen.

20 Feet from Stardom (2013)

0

20 Feet From Stardom, USA 2013 • 91 Min • Regie: Morgan Neville • Mit: Darlene Love, Judith Hill, Lisa Fischer, Claudia Lennear, Merry Clayton, Bruce Springsteen, Sting, Stevie Wonder, David Bowie, Lou Adler  • FSK: ab 0 Jahren • Kinostart: 24. April 2014 • WebseiteOffizielle deustche Facebook-Seite

„Vom Drummer bis nach vorne ist es ein langer Weg“ – Zitat: Bruce Springsteen. Dabei ist es auf der Bühne laut Titel der Oscar-prämierten Dokumentation „20 Feet From Stardom“ gar nicht so eine große Distanz. Die zum Teil gern unter den Teppich gekehrten Backgroundsängerinnen und Backgroundsänger stehen für diese wundervoll fotografierte Dokumentation im Mittelpunkt. Dies auch völlig zu Recht, wenn einem klargemacht wird, welch stilistischen Mammutanteil Backgroundsängerin Merry Clayton im Stones-Song „Gimme Shelter“ an den Textzeilen „Rape and Murder! It’s Just a Shot Away“ hat. Viele Diven, u. a. die junge Judith Hill, die klasse Darlene Love uvm., kommen zu Wort und berichten rund um das Musikbusiness und ihren Werdegang. Ob es eines Oscars würdig ist, ist angesichts politisch brisanterer Dokumentationen fraglich, aber Lohnenswertes und Gutes gibt es hier nicht nur für das Auge sondern auch auf die Ohren.

20 Feet from Stardom (2013) Filmbild 3Backgroundgesang ist ein undankbarer Job. Man drückt in die Songs schließlich auch die eigene Interpretation, Ideen und Leidenschaft hinein, weil man für die Musik brennt. Kann es dann sein, dass nicht einmal der eigene Name auf dem fertigen Produkt erwähnt wird? Ja, das Geschäft mit der Musik ist hart. Besonders niederschmetternd war beispielsweise eine Gelegenheit, bei welcher sich Darlene Love in einem Haushaltsjob wiederfindet, um etwas Geld zu verdienen. Dabei spielte ihr Song („Christmas – Baby, Please Come Home“) im Radio. Manche fühlen sich nicht umsonst  übergangen oder ausgenutzt. Die charmanten Ladies schwadronieren beispielsweise über raffgierige Produzenten, berühmte Songs, ihren Entstehungsgeschichte und ihr eigenes Mitwirken an der Geschichte des Rock ‚n‘ Roll. Anekdötchen, Schwierigkeiten und die persönliche Verbindung so wie Leidenschaft zur Musik werden auch mit Wortmeldungen von Musikikonen wie Sting, Stevie Wonder oder Mick Jagger angereichert. Sie alle huldigen den markanten Stimmen dieser Damen, die wie ein kraftvolles, rauhes Saxophon durch den Kinosaal schmettern.

20 Feet from Stardom (2013) Filmbild 1In der zwanglosen Plauderei findet sich allerdings der Kritikpunkt der Dokumentation von Morgan Neville. Die Geschichten sind es nicht, die den Zuschauer packen, denn großartige Geschichten haben die Ladies einfach nicht zu erzählen. Du musst an dich glauben, gib nicht auf, so ist das eben im Musikbusiness, hau sie um mit deiner Stimme und anderes Geplänkel über verpasste Chancen, nicht ergriffene Chancen und wie schwer der Start einer Solokarriere ist, dominieren teilweise die Interviews, auf dass man den Eindruck gewinnt, die Dokumentation trabt manchmal auf der Stelle. Ein paar Dinge kommen somit fast etwas belanglos rüber. Dennoch ist es gut zu sehen, dass diesen außergewöhnlichen und herzensguten Talenten ein Medium zuteil wird, um mit aller Kraft ihrer Stimmen die wohlverdiente Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

20 Feet from Stardom (2013) Filmbild 2Handwerklich macht Morgan Neville alles richtig. Die Schnitte im Intro sind wie in einem Musikvideo schnell und abgehackt, aber genau auf den Punkt. Direkt ist zu bemerken, dass diese Doku ein cooles Teil mit Flow wird. Auch spitzbübische Einfälle gibt es zu sehen. Es werden verschiedene Plattencover gezeigt, auf welchen die Gesichter der namensgebenden Stars wegschraffiert  wurden, um zu zeigen, wer heute der echte Star ist. Licht und Kamera wirken wie aus einem Guss: warm und geschmeidig. Doch das eigentlich zündende Dynamit ist die Auswahl der Songs. Von Anfang bis Ende verwandelt sich der Kinosaal zu Kristallisierungspunkt außergewöhnlicher Performances. Wirklich, der Drang mitzusingen, mitzuklatschen, mitzuwippen oder zu tanzen ist ständig vorhanden. Ein spontanes Restless-Legs-Syndrom ist vorprogrammiert. Im Endeffekt ist es diese Garantie für gute Laune und genussvollen Rhythm and Blues, was die eine oder andere Passage des soeben erwähnten Geplänkels raketenartig aus der Warteschleife in Richtung des nächsten Hits emporschießen lässt. Es ist schon krass, wie groß der Anteil dieser Backgroundsängerinnen und Backgroundsänger an all unseren Evergreen-Hits ist. Was wären diese Songs ohne diese talentierten Menschen? „20 Feet From Stardom“ verfehlt seine Wirkungsabsicht also nicht. Wer die Songs bisher nicht kennt, tut gut daran, Musikerkennungsdienste als App im Dauerbetrieb ausrasten zu lassen. Ein Blick auf die Soundtrack-Liste reicht jedoch ebenfalls aus.

Trailer

 

May the 4th be with you – Star-Wars-Filmmarathons in ausgewählten Städten

0
Star Wars Realserie

Quelle: Walt Disney Studios Deutschland

Unter dem Motto "May the Fourth be with you" (das Entschlüsseln des Wortspiels sollte keinem Star-Wars-Fan schwer fallen) gilt der 4. Mai seit einigen Jahren als der inoffizielle "Star Wars Day" unter den zahlreichen Fans der Weltraum-Saga – und angesichts des nahenden siebten Films, wird er so interessant, wie noch nie zuvor. So wird beispielsweise gemunkelt, dass am kommenden 4. Mai Walt Disney die angeblich fast fertige Besetzung von Episode VII der Öffentlichkeit vorstellen wird, vielleicht aber auch schon den Titel des nächsten Films, der am 17.12.2015 unter der Regie von J. J. Abrams (Star Trek into Darkness) in die deutschen Kinos kommen wird.

Star Wars FilmmarathonsDoch während das aktuell nur Gerüchte gibt, gibt es mindestens eine Sache, auf die sich die deutschen Star-Wars-Fans wirklich freuen können: am 3. und 4. Mai finden anlässlich des Star-Wars-Day in 24 deutschen Städten Star-Wars-Marathons mit allen sechs Filmen statt. Das ist eine einzigartige Gelegenheit, alle Star-Wars-Filme wieder auf der großen Leinwand zu sehen – sowohl für eingefleischte Fans der ersten Stunde als auch für diejenigen, die die Filme zwar kennen, aber nie im Kino gesehen haben und natürlich auch eine Gelegenheit, Star Wars einer ganz neuen Generation vorzustellen. Denn ganz ehrlich – Star Wars gehört einfach auf die Leinwand! Und falls es den Verweigerern der neuen Trilogie schmerzt, diese Filme zu sehen – die meisten Kinos zeigen die Originaltrilogie und die Prequel-Trilogie an verschiedenen Tagen. Unten könnt Ihr die Auflistung der Städte und Kinos sehen, die sich an den Star-Wars-Filmmarathons beteiligen. Die genauen Spielzeiten müsst Ihr aber den jeweiligen Kinos entnehmen.

Aachen  Cinekarree   Karlsruhe Cinestar – Der Filmpalast
Bensheim  Luxor   Mainz    Cinestar – Der Filmpalast
Berlin   UCI Colosseum   Marburg Cineplex
Bochholt Kinodrom   Mönchengladbach   Comet –Cine-Center
Bochum UCI   München  Mathäser
Bonn Kinopolis   Münster   Cineplex
Braunschweig C1   Nürnberg  Cinecitta
Bremen  Cinespace   Paderborn Cineplex
Dettelbach  Cineworld   Schweinfurt  Filmwelt
Dresden   Ufa – Palast   Stuttgart  Ufa -Palast
Düsseldorf   UCI   Sulzbach Kinopolis Main-Taunus-Zentrum
Hamburg UCI Othmarschen Park   Walldorf   Luxor

Und nun zum schönsten Teil für Euch. In Zusammenarbeit mit Walt Disney Studios Deutschland, verlosen wir zwei Freikarten für den Star-Wars-Marathon im Kinopolis Bonn. Die Freikarten gelten für beide Tage und ermöglichen zwei Personen uneingeschränkten Zutritt zu den beiden Trilogien (Prequel-Trilogie am 3. Mai und Originaltrilogie am 4. Mai). Die Spielzeiten entnehmt Ihr bitte der Website von Kinopolis Bonn.  Falls Ihr euch fragt, warum ausgerechnet dieses Kino – ganz einfach: die Filmfutter-Zentrale liegt in Bonn und einer unserer Autoren wird selbst vor Ort sein an dem Tag.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach nachstehende Frage und hinterlegt bitte zwecks Zusendung der Gewinne eure Kontaktdaten. Eure Daten werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Viel Glück!

Welcher dieser drei Charaktere taucht nur in der Prequel-Trilogie von Star Wars auf?

Das Gewinnspiel ist leider abgelaufen!

Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Es ist nur eine Teilnahme pro Person möglich. Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Die Mitarbeiter von FILMFUTTER sind von der Verlosung ausgeschlossen.

Viel Glück!

Box-Office Welt – Rio 2 knapp vor The Amazing Spider-Man 2

0
Box-Office Welt - 18.-20.04.2014 Zusammenfassung und Analyse

Quellen: Screendaily, Rentrak

Trotz harter Konkurrenz vom Newcomer The Amazing Spider-Man 2 hielt sich Rio 2: Dschungelfieber zum zweiten Mal in Folge knapp auch Platz 1 der internationalen Kinocharts. Ein Wochenendeinspiel von $47,1 Mio brachte das Animationssequel auf stolze $200,9 Mio außerhalb von Nordamerika. Der Film hat schon fast 60% des internationalen Gesamteinspiels seines Vorgängers eingesammelt und hat noch Starts in Japan, Australien, Südkorea und Polen vor sich. Diese alleine könnten dem Film weitere $25-30 Mio einbringen.

Der bislang erfolgreichste Markt für Rio 2: Dschungelfieber außerhalb von den USA und Kanada ist Russland, wo das Sequel nach fünf Wochen mehr als $27 Mio eingenommen hat. Der erste Film hat vor drei Jahren insgesamt $24,8 Mio dort eingespielt. Auch in China läuft es für den Film sehr gut mit $25 Mio nach zwei Wochen. In Brasilien liegt Rio 2 zwar immer noch deutlich vor seinem Vorgänger im selben Zeitraum, hat aber dennoch bemerkenswerte $23,8 Mio nach vier Wochen vorzuweisen. Nur drei Filme waren letztes Jahr noch erfolgreicher. In Mexiko büßte Rio 2 den ersten Platz an den neuen Spider-Man-Streifen ein, liegt aber mit $19,3 Mio nach zwei Wochen etwa 74% vor dem ersten Film im selben Zeitraum. Hingegen startete der Film in Italien am Wochenende auf Platz 2 (hinter Noah) mit $2,2 Mio, was eine Verschlechterung von 10% gegenüber dem Start des ersten Films bedeutet. Auch in Spanien läuft der Film nicht so gut wie der erste – nach drei Wochen steht er bei $6,9 Mio, während Teil 1 im selben Zeitraum schon $8,3 Mio hatte. Viel besser sieht es dafür in Großbritannien mit $16,4 Mio nach zwei Wochen aus, was 31% vor dem ersten Rio im selben Zeitraum liegt. Deutschland hat derweil $1 Mio beigesteuert, 23% mehr als der ersten Film in der selben Zeit. Zu weiteren ertragreichen Märkten des Films gehören Frankreich mit $8,8 Mio und Belgien mit $2,8 Mio. Insgesamt sollte Rio 2 international auf mehr als $300 Mio kommen und höchstwahrscheinlich sogar $350 Mio erreichen. Einer weiteren Fortsetzung steht nichts im Wege.

Zwei Wochen vor dem US-Start des Films, lief The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro bereits in 14 Märkten an und spielte von diesen starke, wenn auch nicht überragende, $46,1 Mio ein. Das Highlight darunter war Großbritannien mit $15,1 Mio (einschließlich Previews) zum Start. Es war das erfolgreichste Starwochenende des Jahres dort, lag aber trotzdem 12% hinter dem Startwochenende von The Amazing Spider-Man. Etwas besser sah es in Mexiko aus, wo der Film mit $10,8 Mio zum Start eine Verbesserung von 15% gegenüber seinem Vorgänger verbuchen konnte. Eine noch bemerkenswertere Steigerung gelang dem Film in Deutschland, wo er mit $6,1 Mio anlief und somit um 39% besser eröffnete als The Amazing Spider-Man vor zwei Jahren. Dafür startete der Film in Australien mit sehr enttäuschenden $6,2 Mio ganze 17% hinter seinem Vorgänger. In Spanien eröffnete der Film mit $3,9 Mio auf Platz 2 hinter dem Dauerbrenner Ocho apellidos vascos und lag fast gleichauf mit dem Startwochenende seines Vorgängers. Insgesamt deutet momentan wenig daraufhin, dass The Amazing Spider-Man 2 international deutlich mehr einspielen wird als sein Vorgänger, der bei $490 Mio landete. Lediglich eine deutlich bessere Performance in China könnte dazu führen, dass das Sequel doch $500 Mio erreichen wird.

Ein weiteres Comicfilm-Sequel belegte Platz 3 der internationalen Kinocharts am Wochenende. The Return of the First Avenger (Captain America 2) spielte zusätzliche $35,3 Mio ein und hat mittlerweile $385,1 Mio erreicht. In seinem letzten Markt Japan startete das Sequel mit $1,9 Mio 29% über Teil 1. In China erreichte der Film nach drei Wochen unglaubliche $98,3 Mio. Bald könnte der Film Pacific Rims $112 Mio erreichen und zum fünfterfolgreichsten englischsprachigen Film aller Zeiten in China werden (hinter Avatar, Transformers 3, Titanic 3D und Iron Man 3). Weitere Highlights von seiner internationalen Box-Office-Performance stellen Südkorea ($28,3 Mio), Großbritannien ($27,9 Mio) und Mexiko ($23,3 Mio) dar. Noch ist es nicht klar, ob er Film Thor 2 international ($438,4 Mio) überholen wird, doch mindestens $425 Mio wird er auf jeden Fall einspielen und das ist schon mehr, als die meisten von Captain America 2 erwartet hätten.

Weiterhin stark blieb auch Noah, der $21,6 Mio von 56 Ländern eingespielt hat und sein vorläufiges internationales Einspiel auf $197,4 Mio außerhalb von Nordamerika brachte. In Brasilien brachte Noah sein Gesamteinspiel auf $24,5 Mio nach drei Wochen und wurde dort nicht nur zum umsatzstärksten Film des Jahres, sondern auch zu Paramounts erfolgreichsten Film aller Zeiten in dem Markt. In Russland hat der Film nach vier Wochen gewaltige $32,8 Mio eingespielt, während Mexiko $15,4 Mio beigesteuert hat. Der Film wird demnächst in Venezuela und in Japan starten, während ein Start in China immer noch nicht sicher ist. Ohne China wird der Streifen international etwa $240-250 Mio einnehmen, mit China hat er aber eine Chance auf $300 Mio.

Divergent – Die Bestimmung spülte weitere $18,1 Mio in die internationalen Kinokassen und steht jetzt bei $75 Mio. In Südkorea startete der Film solide mit $2,1 Mio. Sein erfolgreichster Markt ist Großbritannien, wo die Jugendbuchverfilmung bislang $9,1 Mio eingespielt hat. Insgesamt läuft der Film international ordentlich, aber nicht bemerkenswert und deutlich schlechter als die ersten Teile von Twilight und Die Tribute von Panem. Japan, Schweden und Spanien stehen Divergent noch bevor, sodass der Film international etwa $130-140 Mio erreichen sollte.

Wally Pfisters Regiedebüt Transcendence floppte zwar in den Staaten, startete aber international ganz ordentlich mit $17,1 Mio von 27 Ländern. Besonders beeindruckend war dabei der $10,7-Mio-Start in China. In Italien gab es aber nur $1,2 Mio zum Start. Da die meisten großen Länder dem Film noch bevorstehen, sollten international $100 Mio kein Problem werden. Johnny Depp bleibt außerhalb von Nordamerika eben weiterhin ein Kassenmagnet.

Weitere $8 Mio aus Japan gab es am Wochenende für Die Eiskönigin – Völlig unverfroren. Dort steht der Animationshit jetzt bei $104,7 Mio. mit $729,3 Mio außerhalb von USA/Kanada ist Die Eiskönigin an Ice Age 4 – Voll verschoben vorbeigezogen und zum international erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten geworden. Mit knapp $1,129 Mrd ist der Film auch schon auf Platz 6 der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten vorgerückt und hat dank seiner unglaublichen Performance in Japan jetzt sogar eine Chance auf $800 Mio international und $1,2 Mrd weltweit.

The LEGO Movie nahm letztes Wochenende $7,3 Mio ein und hat international $189,1 Mio erreicht. Davon stammen $54,9 Mio aus Großbritannien und $20,6 Mio aus Australien.

Grand Budapest Hotel holte sich weitere $5,1 Mio von 37 Märkten und steht jetzt bei $73,1 Mio. Davon stammen $17,1 Mio aus Großbritannien, $11,2 Mio aus Frankreich und $7,5 Mio aus Deutschland. Starts in Brasilien, Japan und Peru stehen noch aus und Wes Andersons skurrile Komödie könnte es auf mehr als $90 Mio bringen.

Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman knackte nach einem $2,3-Mio-Wochenende die $150-Mio-Marke und hat noch Japan und Südkorea vor sich. Doch auch mit diesen Ländern wird der Animationsfilm nicht mehr als $165-170 Mio international einspielen, was doch als eher enttäuschend für eine DreamWorks-Produktion bezeichnet werden kann.

Need for Speeds internationaler Einspiel erreichte letztes Wochenende $159,7 Mio, womit er weltweit die $200-Mio-Barriere überquerte. Nur drei andere Videospieladaptionen haben international noch mehr eingespielt (Prince of Persia: Der Sand der Zeit und die letzten beiden Resident-Evil-Filme). Ob es für eine Fortsetzung ausreicht, bleibt dennoch fraglich.

Getaway (2013)

Getaway (2013) Filmkritik

Getaway, USA/BG 2013 • 90 Min • Regie: Courtney Solomon • Drehbuch: Sean Finegan, Gregg Maxwell Parker • Mit: Ethan Hawke, Slenea Gomez, Jon Voight, Rebecca Budig, Buce Payne • Kamera: Yaron Levy • Musik: Justin Caine Burnett • FSK: ab 12 Jahren • Vertrieb: Universum Film GmbH • Kinostart: 21.11.2013 Heimkinostart: 25.04.2014 Deutsche Website

Selena Gomez versucht seit längerer Zeit ihr Disneystar-Image loszuwerden. Begann dies mit ihren immer lasziver werdenden Musikvideos, setzt es sich fort in dem umstrittenen Thriller/Arthouse-Mix „Spring Breakers“. Jetzt versucht sich Gomez im Action-Genre und feiert dort ihr Debut zusammen mit einem alten Hasen, nämlich Ethan Hawke („The Purge – Die Säuberung“, „Sinister“). Ob ihr dies gelingt und ob der Film mehr bietet als der typische Krawall-Actionfilm, erfahrt ihr in dieser Kritik.

Als der Rennfahrer Brent Magna (Ethan Hawke) eines Tages heimkommt, findet er seine Wohnung verwüstet vor. Seine Frau wurde entführt. Per Telefon erhält er Anweisungen eines Unbekannten (Jon Voight), ein Auto zu stehlen und mit diesem allerhand Zerstörung anzurichten. Dabei sammelt er unterwegs noch ein junges Mädchen (Selena Gomez) ein, das ihn auf seiner Zerstörungstour begleiten muss. Werden die beiden die Autofahrt überleben?

Getaway (2013) Filmbild 1„Getaway“ hält sich nicht lange mit Belanglosigkeiten auf und feuert bereits in den ersten Minuten eine brachiale Verfolgungsjagd ab. Sporadisch wird die Vorgeschichte in kurzen Einblendungen zwischengestreut, doch das Hauptaugenmerk liegt schon bereits zu Beginn ausschließlich auf der Verfolgungsjagd. Hier haben wir bereits das erste Manko oder den ersten Pluspunkt des Films, je nachdem mit welchen Erwartungen man heran geht. Der Film feuert in gut 90 Minuten fast ohne nennenswerte Pausen eine Verfolgungsjagd oder Zerstörungsorgie nach der anderen ab, ohne sich zu lange in einer Handlung zu verlieren. So zeigt der Film größtenteils, wie der Unbekannte per Telefon Anweisungen gibt, und diese von Magna ausgeführt werden. Eine echte Handlung bzw. einen Spannungsbogen gibt es praktisch nicht. Wer also Dauergetöse ohne Denkvoraussetzung sucht, ist hier richtig. We, allerdings eine spannende Handlung bei einem Film stets wichtig ist, braucht praktisch nicht weiterzulesen.

Die sehr wenigen „echten“ Darsteller, hauptsächlich bestehend aus Ethan Hawke, Selena Gomez und Jon Voight, machen ihre Sache gut, wirken aber oft unterfordert. Hier fällt besonders auf, dass vor allem Selena Gomez, trotz ihres jungen Aussehens, sich ungewöhnlich gut ins Gesamtbild einfügt. Von ihr wird man sicher noch viel hören und sehen.

Technisch darf man dem Film seine handgemachte Art positiv anrechnen. Sämtliche Crash-Orgien wirken größtenteils sehr echt und dürften auch so gemacht sein. Der Schnitt und teilweise auch die Kamera verhindert manchmal allerdings, dass der Zuschauer die Unfälle auch wirklich „genießen“ kann, da die Kamera oft zu nah dran ist bzw. die Umschnitte zu schnell sind.
Im Kino konnte der Film in Deutschland nicht besonders zünden, und das zu Recht. „Getaway“ ist eher B-Ware für Autofans, denen eine „Alibi-Handlung“ zur Unterhaltung ausreicht.

Fazit

Wer auf krachende Action steht, sich als Autofan bezeichnen würde und keinen Wert auf eine Handlung mit Denkanstößen legt, kann bei „Getaway“ zugreifen. Wer allerdings einen Film mit umfangreichen Qualitäten sucht, sollte den Film tunlichst ignorieren.

DVD-Extras

Zusätzlich zum Hauptfilm bieten die DVD und BluRay einige nennenswerte Extras. Neben diversen Werbetrailern, gibt es noch Interviews, Featurettes und eine B-Roll.


Information zur Veröffentlichung

Die DVD und die BluRay im Vertrieb von Universum Film GmbH sind ab dem 25.04.2014 im Handel erhältlich. Neben dem ungekürzten Film in deutscher und englischer Sprachfassung liegen bei der Veröffentlichung folgende Extras vor:

Getaway (2013) DVD-Cover

• B-Roll
• Interviews
• Featurettes

 

 

 

 

DVD-Cover © Universum Film GmbH


Trailer

https://youtu.be/8CZrs3NCzqs

Film- und Serien-News