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Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 7 – Adventsgewinnspiel

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Adventsgewinnspiel

Filmfutter-Adventsgewinnspiel #1

Gratuliere!

Du hast alle bisherigen Adventskalender-Rätsel richtig gelöst und kannst jetzt an unserem ersten Adventsgewinnspiel teilnehmen! Die ersten drei Teilnehmer gewinnen garantiert. Das sind unsere drei Preise am zweiten Advent:

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Über die Aufteilung der Preise unter den ersten drei Teilnehmern entscheidet das Los.

Das Gewinnspiel ist leider vorüber, aber am nächsten Adventssonntag gibt es natürlich wieder ein neues!

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 6

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Weihnachtsfilme Tatsächlich Liebe

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Tatsächlich…Liebe

Romantische Ensemble-Komödien, in denen mehr als ein Dutzend berühmter Schauspieler vor dem Hintergrund eines Feiertags die Liebe suchen (und sie gegen Ende meist finden), haben sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dass es aber besser geht als Valentinstag oder Happy New Year hat Regisseur und Autor Richard Curtis 2003 mit der herrlichen Weihnachts-Romcom Tatsächlich…Liebe (OT: Love Actually) bewiesen, in der sich das Who-is-Who des britischen Kinos versammelt hat. Lasst Euch doch mal diese Namen einmal durch den Kopf gehen: Liam Neeson, Emma Thompson, Bill Nighy, Alan Rickman, Hugh Grant, Colin Firth, Keira Knightley, Martin Freeman und Rowan "Mr. Bean" Atkinson. Daneben traten noch Billy Bob Thornton, Elisha Cuthbert und January Jones in Gastrollen auf. Außerdem waren in dem Film Oscar-Nominee Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave) und Andrew Lincoln (Rick aus "The Walking Dead") zu sehen, noch bevor sie ihren großen Durchbruch hatten.

Doch das Erstaunliche an Tatsächlich…Liebe ist nicht die Besetzungsliste an sich, sondern dass nahezu alle der einzelnen Geschichten so gut funktionieren, die jeweiligen Überschneidungen sich natürlich anfühlen und kaum eine Figur zu kurz kommt oder die anderen in den Schatten stellt. Gibt es hier typische Romcom-Klischees? Natürlich, en masse! Und kommt es bei den meisten Geschichten zu einem Happy End? Natürlich. Doch das will ich dem Film nicht anlasten, denn in vielerlei Hinsicht ist Tatsächlich…Liebe einfach die pure Essenz einer Romcom und erfüllt beide Bestandteile des Begriffs: der Film ist sehr romantisch (und zum Teil auch herzzerbrechend), aber auch sehr lustig. Jeder hat seine eigene Lieblings-Storyline in diesem Film, doch der Schauspieler, der im Film die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht ist zweifelsohne Bill Nighy. Als alternder zynischer Rockstar Billy Mack, der nie um einen flotten Sprich verlegen ist ("Kinder, kauft keine Drogen… Werdet Popstar, dann bekommt ihr sie umsonst") gelang Nighy im Alter von 63 der weltweite Durchbruch und machte ihn zu einem der gefragtesten britischen Filmstars.

Tatsächlich…Liebe ist nicht nur eine tolle romantische Komödie, es ist auch ein toller Weihnachtsfilm, der am besten auch um diese Jahreszeit geschaut wird und sogar die meisten abgeklärten Zyniker in die Feiertagsstimmung bringen sollte.

Wusstet Ihr, dass…

alle vier Stars aus Ang Lees Sinn und Sinnlichkeit in Tatsächlich…Liebe zu sehen sind? Emma Thompson, Hugh Grant und Alan Rickman spielen die Hauptrollen und Kate Winslet ist in einem Ausschnitt aus Titanic zu sehen.

Adventskalender-Rätsel – Woche 1 Rätsel #6

Wie lautet der erste Buchstabe der britischen Hauptstadt, in der der Großteil von Tatsächlich…Liebe spielt?

Die Lösung ist das sechste und letzte Zeichen des Codes für den 7.12. Zu den Gewinnspielregeln geht’s hier lang.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 5

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Die besten Weihnachtsfilme Tödliche Weihnachten

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Tödliche Weihnachten

Schon wieder ein Film von Shane Black, der offensichtlich ein Faible dafür hat, es in seinen Filmen um die Weihnachtszeit herum richtig krachen zu lassen (kleiner Ausblick: es wird nicht der letzte Film aus seiner Feder in diesem Adventskalender sein). Diesmal saß Black allerdings nicht im Regiestuhl, sondern schrieb das seinerzeit teuerste Drehbuch aller Zeiten. Renny Harlin (Stirb langsam 2) setzte seine damalige Ehefrau Geena Davis als eine Hausfrau und Mutter in Szene, die seit einem Autounfall an Amnesie leidet und von schrecklichen Albträumen geplagt wird. Mithilfe eines Privatschnüfflers (Samuel L. Jackson, cool wie eh und je) findet sie heraus, dass sie einst als Top-Killerin im Auftrag der Regierung gearbeitet hat. Sobald ihre ehemaligen Arbeitgeber herausfinden, dass sie am Leben ist, soll sie ein für alle Mal beseitigt werden.

Shane Black war zwar damals der bestbezahlte Autor Hollywoods, doch Tödliche Weihnachten enttäuschte an den Kinokassen – zu Unrecht, denn er gehört zu den Filmen, die man sich Jahr für Jahr mit viel Vergnügen anschauen und die von Black patentierte perfekte Mixtur aus Wortwitz, Action und Herz genießen kann. Tödliche Weihnachten – im Original The Long Kiss Goodnight – ist einer dieser absolut unterschätzten Actioner der Neunziger. In einer Zeit, in der das Actionkino von purem Testosteron dominiert wurde, zeigte sich Geena Davis als eine schlagfertige, coole Heldin, die sich gegen jeden Mann behaupten konnte. Die jährlichen Ausstrahlungen um die Weihnachtszeit herum im deutschen Fernsehen dürften mittlerweile dafür gesorgt haben, dass jeder Actionfan, der was auf sich hält, mit dem Streifen vertraut ist. Wer ihn aber noch nicht gesehen hat – worauf wartet Ihr? Viel actionreicher kann es an Weihnachten nicht werden – außer vielleicht im nächsten Shane-Black-Film in unserem Kalender.

https://youtu.be/fUmgRrLmVzU

Wusstet Ihr, dass…

während der Entwicklung des Films, das Studio überlegt hat, den Protagonisten männlich zu machen und Sylvester Stallone sowie Steven Seagal in Betracht gezogen wurden?

Adventskalender-Rätsel – Woche 1 Rätsel #5

Wie lautet die letzte Ziffer des Jahres, in dem Tödliche Weihnachten ins Kino kam?

Die Ziffer aus der Lösung ist das fünfte Zeichen des Codes für den 7.12. Zu den Gewinnspielregeln geht’s hier lang.

Foxcatcher (2014)

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Foxcatcher, USA 2014 • 134 Min • Regie: Bennett Miller • Drehbuch: E. Max Frye, Dan Futterman • Mit: Steve Carell, Channing Tatum, Mark Ruffalo, Vanessa Redgrave, Sienna Miller • Kamera: Greig Fraser • Musik: Rob Simonsen FSK: ab 12 Jahren • Verleih: StudioCanal/Koch Media Kinostart: 5.02.2015 • Deutsche Website

 

Foxcatcherkritik4Würde „Foxcatcher“, der neue Film von Oscarnominee Bennett Miller, nicht auf einer tragischen wahren Begebenheit beruhen, wäre der Stoff in der Tat eine passende Grundlage für eine skurrile Komödie gewesen. Im Kern geht es hier um ein reiches Muttersöhnchen, das auf dem riesigen Privatgelände (Foxcatcher-Farm genannt) ein professionelles Trainingslager für Ringkämpfer errichtet hat und sich vor seiner zusammengestellten Mannschaft als Coach ausgibt. Ohne grundlegende Erfahrung allerdings. Mit Komiker Steve Carell in der Hauptrolle wäre sogar für die richtige Besetzung gesorgt gewesen. Doch diese düstere Geschichte entwickelt sich eben nicht zu einer Lachnummer und der Ausgang entpuppt sich als echter Schock. Der Coach, in der Realität wie auch im Film, hieß John E. du Pont und erschoss am 26. Januar 1996 den Ringer und Weltmeister Dave Schultz vor dessen Haus.

Foxcatcherkritik1Miller interessiert sich nach den gefeierten Vorgängerwerken „Capote“ (2005) und „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ (2011) erneut für die Realität – ohne sein Drama jedoch allzu dokumentarisch in Szene zu setzen. Auch wenn sich „Foxcatcher“ verhältnismäßig distanziert gibt, ist es dennoch das Geschick des Regisseurs dass wir hier nicht bloß eine Aneinanderreihung an Ereignissen verfolgen, sondern durch die extrem pointierte Verknüpfung eine Kausalität erkennen und emotional in das Geschehen involviert werden. Warum genau es zu dem ernsten Clinch zwischen den Personen gekommen und was letztlich der exakte Auslöser für die blutige Eskalation gewesen ist, lässt sich nur vermuten und auch Miller setzt eher auf subtile Akzente (zum Beispiel eine Ohrfeige oder eine unbedachte Bemerkung) als seinem Publikum die einfache Lösung plump und mit lautem Tamtam auf dem Silbertablett servieren zu wollen. Zu einem nicht gerade geringen Anteil kommt das Werk gar ohne Worte aus und die Zuschauer sind aufgefordert anhand von Blicken und Gesten das Bild zu deuten. Ohne Frage sind es neben der sorgfältigen Inszenierung (die eher an die Goldenen Siebziger als an das zeitgenössische Kino erinnert) die herausragenden Leistungen der drei Hauptdarsteller, die einen nachhaltig in den Bann ziehen.

Foxcatcherkritik6Da wäre zunächst am offensichtlichsten die drastische Wandlung von Comedian Steve Carell zu nennen, dessen John du Pont sich hinter einer prominenten Latexmaske versteckt, von der man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so recht weiss, was man von ihr halten soll. Aber Carell nutzt diese halbkünstliche Fassade geschickt um seinem Charakter eine gefühlskalte Hülle zu verleihen. Du Pont wird uns als innerlich gequälte Person mit schweren Komplexen vorgestellt, die nach außen hin stets wie in Watte gepackt wirkt. Ein Grund, weshalb er den goldsiegenden aber von der Öffentlichkeit ignorierten Mark Schultz, den Bruder von Dave, zu Beginn des Films in sein Team aufgenommen hat, wird während einer Konversation deutlich: Die einzige Freundschaft du Ponts wurde in seiner Kindheit von seiner herrischen und hartherzigen Mutter (dargestellt von Urgestein Vanessa Redgrave) gegen Geld gekauft. Von Mark erhofft er sich echte Loyaltät und vergisst dabei ganz, dass das Scheckbuch auch hier keine unerhebliche Rolle gespielt hat. Carell interpretiert du Pont als zwischen echten Idealen und brutalem Erwartungsdruck zerbrechenden Einzelgänger, dessen psychotischer Größenwahn oft unter enormen Zweifeln zu erzittern scheint. Ein fragiles Monster.

Foxcatcherkritik3Im Subtext lässt sich „Foxcatcher“, dessen erste Einstellung Archivaufnahmen einer eleganten Fuchsjagd zeigt und rasch im Kontrast auf das harsche Treiben im Ringkampf wechselt, auch als Gegenüberstellung der amerikanischen Elite zur Arbeiterklasse deuten. Während die vermögenden und einflussreichen du Ponts ersteres verkörpern, hat Mark Schultz in seinem Leben nie etwas geschenkt bekommen und trotz harter Aufopferung nie die Anerkennung erhalten, die sein Bruder Dave genießt. Aus diesem Grund ist möglicherweise „Magic Mike“-Star Channing Tatum die perfekte Wahl für diese Rolle gewesen, denn wie Mark kämpft auch Tatum noch immer um die gebührende Zustimmung aus Kritikerkreisen. Auch wenn er hier wohl keine ähnlich starke Performance wie beispielsweise Mickey Rourke in „The Wrestler“ (2008) vorlegt, kann man dennoch dessen Herzblut in der intensiven Darstellung spüren: Da steckt echter Antrieb, Schmerz und Wut unter seiner Figur.

Foxcatcherkritik2Den emotionalen Motor der Geschichte bildet jedoch der von Mark Ruffalo gespielte Dave Schultz, der nach einem ersten Fiasko zwischen du Pont und seinem Bruder das Ruder übernimmt und trotz seiner vorherigen Ablehnung letztlich doch dem Foxcatcher-Team beitritt. Dave ist die Identifikationsfigur, die bereits alles erreicht hat und ein idyllisches Familienleben über weitere Erfolge stellt. Die Liebe zu seinem Bruder, der sich beunruhigend von seinem sozialen und professionellen Umfeld zu entfernen droht, treibt ihn zu seiner finalen Entscheidung und schließlich in sein eigenes Unheil. In Dave sammeln sich alle Frustrationen der Charaktere und spiegeln sich: Du Pont sieht seine Rolle als überlebensgroßer Coach in ihm gefährdet während Mark sich wieder in den Schatten seines Bruders einfinden muss und seine einmalige Chance, über sich zu wachsen, vertan zu haben scheint.

„Foxcatcher“ präsentiert sich als bedachtes aber weitgehend unspektakuläres Drama – Zuschauer, die nicht gewillt sind, sich an die markant gezeichneten Figuren zu kleben oder der irgendwie mulmig-gespenstischen und unterkühlten Geschichte bis zum bitteren Schluß zu folgen, werden hier ihre Schwierigkeiten haben. Mich zumindest hat der abgründige sowie inszenatorisch wie darstellerisch brillante Film von seiner ersten Szene bis zum Ende auf hypnotische Weise in den Bann gezogen und hat sich bei mir als eines der besten Werke des Kinojahres ins Gedächtnis gebrannt. Auch ohne großes Feuerwerk.


Trailer


Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 4

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Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten Kiss Kiss Bang Bang

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Kiss Kiss Bang Bang

Noch bevor Iron Man es "trendy" gemacht hat, Robert Downey Jr. als die coolste Sau im Filmgeschäft zu bewundern, hat er bereits in dieser schmerzhaft unterschätzten Neo-Noir-Krimikomödie all die Qualitäten unter Beweis gestellt, für die ihn das Massenpublikum jetzt liebt: Coolness, leichte Überheblichkeit und eine gehörige Portion Selbstironie. Kein Wunder, dass es ausgerechnet die Rolle in Kiss Kiss Bang Bang war, die trotz des bescheidenen Erfolgs des Films nicht nur als sein Comeback diente, sondern auch als ein spielfilmlanges Bewerbungsvideo um die Rolle von Tony Stark. Es hat funktioniert!

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten Kiss Kiss Bang BangDoch die Großartigkeit von Kiss Kiss Bang Bang lediglich auf seine souveräne Loser-wird-zum-Helden-Performance zu reduzieren, wäre zu kurz gegriffen. Zu den Stärken des Films gehören Val Kilmer in seiner besten Rolle der letzten 20 Jahre als obercooler schwuler Privatdetektiv Gay Perry und das clevere Drehbuch von Shane Black, welches das Noir-Genre clever auseinander nimmt und die Filmbranche auf die Schippe nimmt, zugleich aber nicht zu meta ist und damit auch als ein waschechtes Krimi mit einer spannenden und wendungsreichen (und stellenweise sehr düsteren) Geschichte funktioniert. Der Film ist ein wahrer Fundus an lässigen Sprüchen und Zitaten ("Ich nenn sie meine Schwuchtel-Pistole. Weil sie nur für ein paar Schuss gut ist, dann musst du dir ne neue besorgen!") und gehört zu den wenigen Filmen, bei denen ich noch keine Person getroffen habe, der er nicht gefallen hat. Und wem die Geschichte eines New Yorker Kleinkriminellen, der durch ein Missverständnis in Hollywood landet und mit einem waschechten Privatdetektiv in einen Mordfall verwickelt wird, nicht weihnachtlich genug ist, der lässt sich vielleicht von Michelle Monaghans Bild aus dem Film (rechts) überzeugen.

https://youtu.be/ZdDXO-iiuk8

Wusstet Ihr, dass…

die nächste Regiearbeit des Regisseurs Shane Black nach Kiss Kiss Bang Bang Iron Man 3 war?

Adventskalender-Rätsel – Woche 1 Rätsel #4

Shane Black, Regisseur und Autor von Kiss Kiss Bang Bang, hat zu Beginn seiner Karriere das Drehbuch zu einem Actionklassiker mit Mel Gibson und Danny Glover geschrieben. Mit welchem Buchstaben beginnt der Titel jenes Films (Tipp: siehe Trailer!)?

Die Lösung ist das vierte Zeichen des Codes für den 7.12. Zu den Gewinnspielregeln geht’s hier lang.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 3

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Beste Weihnachtsfilme Black Christmas

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Jessy – Die Treppe in den Tod

Dass Weihnachtsfilme nicht immer familientauglich, besinnlich und gewaltfrei auskommen, hat schon lange Tradition. Das Subgenre der Weihnachtshorrorfilme hat zahlreiche Vertreter (kein Wunder, für manche ist Weihnachten schließlich der reinste Horror). Einer der ersten (und besten) davon ist Jessy – Die Treppe in den Tod (mittlerweile besser unter dem Originaltitel Black Christmas bekannt). Ist der Horror in Gremlins noch hochgradig comichaft und deshalb auch durchaus jüngeren Zuschauer zuzumuten, handelt es sich bei Black Christmas um einen wahrlich todernsten Streifen, der nicht nur als Horrorfilm mit weihnachtlichen Setting einen Meilenstein setzte, sondern auch als einer der Wegbereiter der Slasher-Filme gilt. Vieles, was man in John Carpenters Halloween 1978 sah, wurde vier Jahre zuvor vom Regisseur Bob Clark in Black Christmas vorgegriffen, u. a. der grandiose Point-of-View-Shot, mit dem der Film eröffnet und uns durch die Augen des späteren Killers sehen lässt. Heutzutage wirkt Black Christmas verglichen mit moderneren Genrevertretern natürlich eher zahm und wird wohl nur bei den zartbesaiteten Zuschauern für Gänsehaut sorgen, doch der Einfluss des Films und die Finesse des Regisseurs sind weiterhin bemerkenswert. Vor acht Jahren traute sich Hollywood an ein Remake des Films heran, das allerdings nichts mehr als ein mittelmäßiger und zum Teil unfreiwillig lustiger Abklatsch war.

Wusstet Ihr, dass…

Andrea Martin, die im Film die Studentin Phyllis gespielt hat, 32 Jahre später im Remake als Hausmutter des Studentinnenwohnheims zu sehen war?

Adventskalender-Rätsel – Woche 1 Rätsel #3

Wie lautet der erste Buchstabe des Nachnamens des Regisseurs von Jessy – Die Treppe in den Tod?

Die Lösung ist das dritte Zeichen des Codes für den 7.12. Zu den Gewinnspielregeln geht’s hier lang.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 2

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Beste Weihnachtsfilme aller Zeiten Kevin - Allein zu Haus

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Kevin – Allein zu Haus

Hat Chris Columbus zu unserem Weihnachtsfilm aus dem ersten Türchen des Adventskalenders noch das Drehbuch geschrieben, saß er bei dieser Familienkomödie auf dem Regiestuhl und sorgte dafür, dass die ganze Welt den unwiderstehlich knuffigen Macauley Culkin in ihr Herz geschlossen hat. Als ein Achtjähriger, dessen große Familie über Weihnachten verreist und ihn alleine daheim vergisst, verteidigt er hier sein Haus mit unvergleichbarem Einfallsreichtum gegen zwei wenig helle Einbrecher und entdeckt den Wert der Familie. Kevin – Allein zu Haus sorgt dank tollem Schauspiel Culkins und seiner Gegner Joe Pesci und Daniel Stern für Zwerchfellattacken und besitzt einen enormen Wiederanschauungswert. Der Verdienst des Films geht über seinen humorvollen Werte aber hinaus, denn es ist auch ein Streifen, der ganz im weihnachtlichen Sinne zeigt, dass man erst merkt, wie wichtig einem die Familie ist, wenn man sie plötzlich kurz nicht um sich herum hat. Der Film hat Herz, er hat Humor – und er hat womöglich den finalen Showdown in Skyfall inspiriert!

Wusstet Ihr, dass…

es vier Fortsetzungen zu dem Film gibt? Nur zwei davon kamen jedoch ins Kino und nur in einer spielte Macauley Culkin wieder die Rolle von Kevin.

Adventskalender-Rätsel – Woche 1 Rätsel #2

Erster Buchstabe des englischen Originaltitels von Kevin – Allein zu Haus?

Die Lösung ist das zweite Zeichen des Codes für den 7.12. Zu den Gewinnspielregeln geht’s hier lang.

Filmfutter-Adventskalender 2014: Türchen 1

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Beste Weihnachtsfilme

Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Gremlins – Kleine Monster

Regel #1: Setze den Mogawai nie dem Sonnenlicht aus

Regel #2: Lasse den Mogwai nie in Berührung mit Wasser kommen

Regel #3:  Füttere den Mogwai auf keinen Fall nach Mitternacht

Neben den Fight-Club-Vorschriften, gehören die obigen Regeln zur Pflege eines Mogwai zu den berühmtesten Regeln der Filmgeschichte. Während die Nichtbeachtung der ersten Regel dem flauschigen Mogwai den Tod bringen kann, führt das Brechen der anderen beiden Regeln dazu, dass aus einem lieben Wesen mehrere deutlich weniger angenehme Zeitgenossen werden, die dann auch noch zu schleimigen, schuppigen und ziemlich fiesen Monstern mutieren. Das alles in einem Weihnachtsfilm? Aber natürlich!

Beste Weihnachtsfilme GremlinsVor etwa 30 Jahren hat Regisseur Joe Dante mit Gremlins – Kleine Monster einen Film erschaffen, der bis heute seinen Spaßfaktor kein bisschen eingebüßt hat. Gremlins entwickelte sich nicht nur zu einem Filmklassiker der besinnlichen Zeit, sondern auch zu dem Film, mit dem Kinder und Jugendliche einer ganzen Generation ihre ersten Erfahrungen mit dem Horrorgenre gemacht haben, ohne jedoch direkt Gräueltaten oder großem Schrecken ausgesetzt zu werden. Die Gremlins sind gemein und gefährlich und der Film scheut sich auch nicht davor, sich gelegentlich von einer düsteren Seite zu zeigen (wenn Phoebe Cates als Freundin des Hauptcharakter erzählt, warum sie die Weihnachtszeit hasst wird es plötzlich sehr ernst und traurig). Gleichzeitig ist es aber auch ein Film, den Jung (trotz der hierzulande vergebenen FSK16-Freigabe) und Alt gleichermaßen genießen können. Wer kann denn überhaupt dem knuddelig-süßen Gizmo (rechts) widerstehen?

Wusstet Ihr, dass…

die beiden beliebten Achtziger-Blockbuster Ghostbusters und Gremlins in den USA am gleichen Tag gestartet sind? Die beiden belegten sechs Wochen lang jeweils Platz 1 und Platz 2 der US-Kinocharts.

Adventskalender-Rätsel – Woche 1 Rätsel #1

Erster Buchstabe des Nachnamens des berühmten Produzenten von Gremlins (Tipp: Trailer anschauen!)?

Die Lösung ist das erste Zeichen des Codes für den 7.12. Zu den Gewinnspielregeln geht’s hier lang.

Kill the Boss 2 (2014)

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Kill the Boss 2 (2014) Filmkritik

Horrible Bosses 2, USA 2014 • 108 Min • Regie: Sean Anders • Mit: Jason Bateman, Charlie Day, Jason Sudeikis, Chris Pine, Jennifer Aniston, Kevin Spacey, Christoph Waltz, Jamie Foxx • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 27.11.2014 • Deutsche Website

„Kill the Boss“ geht mit dem altbekannten Dreigestirn und ein paar neuen Gesichtern in die zweite Runde. Sollte man unglücklicherweise die Trailer im Vorfeld gesichtet haben, verliert diese Fortsetzung leider noch mehr als ohnehin schon. Obgleich einige dicke Lacher weiterhin garantiert sind, wirkt dieser zweite Teil uninspiriert, hysterisch und teilweise lustlos. Seinen Ursprung findet diese Abwärtsspirale der Lustlosigkeit in der Abkehr von der Grundidee, da es eigentlich keine ätzenden Bosse wie in Teil Nummer 1 zu beseitigen gilt, sondern ein abgedroschenes Kidnapping im Zentrum steht. Die Parade der noch lebenden Ex-Bosse und der gute alte, aus dem Strohhalm trinkende Motherfucker Jones sorgen bei „Kill the Boss 2“ als Lückenfüller wenigstens für ein bisschen Abwechslung.

Kill the Boss 2 (2014) Filmbild 1Nick, Dale und Kurt (Jason Bateman, Charlie Day, Jason Sudeikis) sind mittlerweile ihre eigenen Chefs, weil sie die Nase gestrichen voll von kurz angebundenen Kommandos haben. Ihre Idee einer neuartigen Duschvorrichtung präsentieren die Schmalspurunternehmer in einer US-Morgenshow, um mögliche Geldgeber anzufixen. Schließlich geraten sie mit ihrem „Shower Buddy“ an Investor Bert Hanson (Minirolle: Christoph Waltz), der die drei Jungs über das Ohr haut und eiskalt mit nichts in den Händen im Regen stehen lässt. Ein Plan, die eigene Firma zu retten, ist schnell gefunden: Der Sohnemann des vermeintlichen Investors, Rex Hanson (Chris Pine), soll als Kidnapping-Opfer das rechte Druckmittel sein.

Kill the Boss 2 (2014) Filmbild 2Leider ist das Fahrwasser der Sequels meistens wässrig, schmutzig, fade und lauwarm. Innovationslos trifft in diesem Fall einer 08/15-Kidnapping-Geschichte auch zu. Bestach „Kill the Boss“ noch mit dem richtigen Maß an Jux und Tollerei der drei Klamauk-Helden, verbraucht sich die hysterische Gruppendynamik der trotzdem noch sympathischen Figuren viel zu schnell, um am Ende pure Anstrengung und Stress beim Zuschauer zu erwecken. Viel zu viele Szenen sind geradezu epileptisch, so wie in einer derart hohen Frequenz, dass Monotonie und Überreizung Einzug erhalten. Zuzüglich des richtigen Verhältnisses von hysterischen Ausbrüchen in Teil 1, waren die Chefs die totalen Hassfiguren, ja mit Schmackes und Mut zur Hässlichkeit gespielte Karikaturen. Dieses Mal gibt es gar keinen Boss, da Christoph Waltz eine so kleine, belanglose und lieblose Rolle bekommt/spielt, sodass ein anderes Ekel herhalten muss: Chris Pine. Seine Rolle des gekidnappten Sohnes ist bedauerlicherweise nicht so zugkräftig, dass er den miesen Part über die volle Distanz an sich reißen kann. Dafür griffen die Autoren in die Trickkiste des Offensichtlichen: Die Bosse aus Teil 1 dürfen ein Stelldichein geben. Dave Harken (Kevin Spacey) sitzt mittlerweile im Knast ein und „berät“ auf eloquente Weise die drei Amateurgauner. Dies ist noch einer der Lachhöhepunkte des Films, wohingegen Dr. Julia Harris (Jennifer Aniston) mit ihrer Sexsucht brillieren darf, was im Endeffekt wie ein überspannter Dialog notgeiler Pfadfinder wirkt.

Kill the Boss 2 (2014) Filmbild 3Aufgrund von Terminschwierigkeiten, einer Zu-, Ab- und schließlich doch wieder Zusage, ist Christoph Waltz' Engagement so geringfügig und ohne Herzblut wie noch nie zuvor – zumindest gefühlt. Bestätigung findet man dann in den kurzen Einblendungen bei den Credits, wo Waltz ein gequältes, abgemühtes Lächeln in die Kamera schickt. Ebenfalls Jamie Foxx wirkt als Motherfucker Jones in seiner Rolle gelangweilt. Bevor hier weiterhin aufgezählt wird, was an diesem Sequel im Kleinen und an Sequels im Großen und Ganzen oftmals bis generell überflüssig ist, hat der Film auch seine Pluspunkte: Fans von Kevin Spacey in dreckig, von oben herab gespielten Rollen, haben auch hier ihre Gelegenheit, diese teuflische Performance zu genießen. Das Zusammenspiel von Bateman, Day und Sudekis ist nach wie vor sehenswert, aber im zweiten Teil leider over-the-top. Auf Comedy-DVD-Abenden oder als Startpunkt für eine Kneipentour mit der Crew angetrunkener Homies, kommt man hier auf seine stumpfen Lacher; am besten ohne die Trailer zu kennen.

Trailer

The Drop – Bargeld (2014)

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The Drop Bargeld (2014) Filmkritik

The Drop, USA 2014 • 106 Min. • Regie: Michaël R. Roskam • Mit: Tom Hardy, James Gandolfini, Noomi Rapace, Matthias Schoenaerts, Michael Esper, John Ortiz • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 4.12.2014 • Deutsche Webseite

Jammerschade, es ist nun soweit: Der letzte große Leinwandauftritt des Schauspielerschwergewichts James Gandolfini ist gekommen und heißt „The Drop – Bargeld“. Gandolfini kennt man aus alten, dreckigen Killer-Nebenrollen („True Romance“) bis hin zu sympathischsten Darbietungen in modernen Beziehungskomödien („Genug gesagt“), oder gar als abgeklärter Serienstar in „Die Sopranos“. In seinem letzten Film spielt er an der Seite des ebenfalls sehr talentierten Tom Hardy („No Turning Back“, „The Dark Knight Rises“) und man weiß erst nicht recht, wer in dem ruhigen Crime-, Gangster-, Thrillerdrama mehr glänzt. Letzten Endes ist es dann Tom Hardys sensible, distinguierte Darstellung des besonnen Barkeepers in Brooklyn, der hinter der Fassade fast immer unberechenbar wirkt, was den Film angesichts kleinerer Leerläufe und einer Ladung Handlungsvorhersehbarkeit trotzdem interessant macht.

The Drop Bargeld (2014) Filmbild 2Bob Saginowski (Tom Hardy) schlägt sich als Barkeeper in einer Bar in Brooklyn durch das kratzbürstige Leben. Betrieben wird die Spelunke von seinem raubeinigen Cousin Marv (James Gandolfini). In Brooklyn wechselt schmutziges Geld die ganze Nacht die Hände von Gaunern und Mobstern und landet schließlich in einem „Drop“. Manchmal ist es dieser, manchmal jener Ort, aber manchmal wird auch die Bar der beiden Cousins auserwählt; jeder weiß Bescheid und weiß, wie man diskret bei der Sache vorgeht. An einem dieser Abende reißen maskierte Räuber die schmutzige Kohle an sich und die eigentlichen Besitzer verlangen das Geld schließlich von Bob und Marv zurück. Nun gilt es, das dreckige Spiel aufzudecken. Fragen zu klären, wer hier mit gezinkten Karten spielt. Gleichzeitig gerät auch Bobs Schwarm Nadia (Noomi Rapace), die ihm bei der Aufzucht eines weggeworfenen und verlassenen Hundes hilft, erneut in den unangenehmen Dunstkreis eines rabiaten Ex-Freundes namens Eric (Matthias Schoenaerts).

The Drop Bargeld (2014) Filmbild 1Der belgische Regisseur Michaël R. Roskam versucht seinen Thriller in dem rauen, unwirtlichen Umfeld des „Blue Collar“-Arbeitermilieus in Brooklyn zu etablieren. Dabei verrennt er sich in seiner Geschichte leider zu schnell in Plattitüden wie z.B. „Leg‘ dich nicht mit den Jungs aus der Nachbarschaft an.“, oder „Leute hatten mal Respekt vor mir, standen auf, fürchteten mich und das bedeutete etwas.“ Dass der Film selbst eher (fast zu) ruhig, unprätentiös und zurückhaltend daherkommt, ist auch neben der inszenatorischen Entschleunigung Tom Hardys Verdienst, der zwar in seinen Augen brodelt, aber es zum überschäumenden Knall meist gar nicht kommen lässt. Um 8 Uhr morgens geht Bob zwar pflichtbewusst in die Kirche, verweigert aber die Teilnahme am Abendmahl. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass der zahm wirkende Kneipier doch eine düstere Vergangenheit hat? Nun, die Momente mit dem undurchsichtigen Eric sind in Folge dessen voller Elektrizität, weil der Zuschauer nie weiß, ob oder was jederzeit passieren mag. Von der Beziehung zwischen Nadia und Bob kann man dahingegen allenfalls mit dem Adjektiv „lauwarm“ jonglieren. Noomi Rapace ist eine gute Darstellerin (die schwedische „Millennium“-Trilogie) und hier von einer Fehlbesetzung zu reden, wäre vielleicht zu weit gegriffen, doch wurde sie damals in „Prometheus – Dunkle Zeichen“ schon mal fehlbesetzt. Leider ist der lokale Detective (John Ortiz) ebenfalls eine zu leichtfüßig dreingrinsende Figur mit wenig Gewicht. Eine Anmerkung am Rande – auch auf die Gefahr hin als O-Ton-Fetischist gebrandmarkt zu werden: Tom Hardy imitiert hier wieder (zuletzt in „No Turning Back“ mit einem kaukasischen Akzent) ein klasse Timbre und macht sich den Brooklyn-Slang zu eigen.

The Drop Bargeld (2014) Filmbild 3James Gandolfini verleiht seinem behäbigen Charakter auf jeden Fall auch eine gefährliche Aura, sodass der Kinosaal lange im unklaren darüber gelassen wird, wer von den beiden, Bob oder Marv, zuerst die Schnauze davon voll hat, mit den Miesigkeiten und Unwägbarkeiten eines „Drops“ überhäuft zu werden. Einer von beiden wird sicherlich irgendwann genug haben und dieses unkalkulierbare Brodeln hinter der Maske transportiert Gandolfini ebenso wie Hardy mit Bravour, wobei Hardy eher brilliert als der verstorbene Mafia-Altmeister des Genres. Gegen Ende des Films wird es dann leidvoll zu offensichtlich, wer hier eigentlich wen und warum abzocken will; uncooler Move für einen Film mit erzählerischen Anspruch auf Twists und Verwirrung. Das Finale fällt dementsprechend auch weitestgehend so aus, wie es ab circa der Mitte des Films suggeriert wird, aber erfreulicherweise ohne Pathos oder künstlicher Tragik. Rau und ohne Mitgefühl. Das ist Konsequenz.

Trailer

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