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Box-Office Welt – Gravity belebt die Charts

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Gravity Box-Office

Quellen: ScreenDaily, Rentrak

Der Start von Gravity in 27 Ländern außerhalb von USA und Kanada sorgte für den bitter nötigen frischen Wind an den internationalen Kinokassen. Auch wenn der Film nirgends ähnlich phänomenale Zahlen wie in den USA zum Start erzielen konnte, waren die Einspielergebnisse durch die Bank solide. Insgesamt brachte der Film am Wochenende knapp $28,4 Mio ein, wovon der Großteil (70%) aus 3D-Vorstellungen stammte. Bei weitem am besten erging es dem Film in Russland, wo er mit tollen $7,6 Mio anlief und knap 92% davon mit 3D-Vorführungen erwirtschaftete. Dieses Startwochenende lag über denen von Die Monster Uni und Elysium und garantiert dem Film ein Gesamteinspiel von mindestens $17 Mio in dem Markt. Deutschland steuerte knapp $3,9 Mio (inkl. Previews) bei, wobei der 3D-Anteil auch extrem hoch war (95%). Noch höher lag der 3D-Anteil des Startwochenendes in Italien (96%), wo Gravity mit $2,8 Mio die Chartspitze eroberte. Auch die Starts in Australien ($3,3 Mio) und Spanien ($2,3 Mio) waren gut, jedoch fielen die 3D-Anteile mit jeweils 59% und 54% deutlich niedriger aus. Interessant ist ebenfalls anzumerken, dass von den $0,75 Mio, die der Film am Wochenende in den Niederlanden erwirtschaftete, knapp 33% den IMAX-Vorführungen entstammten. Im Laufe des Monats startet Gravity in Mexiko, Brasilien, Argentinien, Frankreich, Südkorea und Schweden sowie in zahlreichen kleineren Märkten. Im November erreicht er Großbritannien und im Dezember Japan. Insbesondere in den asiatischen Ländern sollte er hervorragend laufen und ein internationales Gesamteinspiel oberhalb von $250 Mio traue ich ihm durchaus zu.

Young Detective Dee: Rise Of The Sea Dragon, der Gewinner der Vorwoche, nahm weitere $19,5 Mio ein, behielt in China die Spitze der Kinocharts und steht dort bei unglaublichen  $70,7 Mio nach zwei Wochen. Der Film ist bereits auf Platz 8 der Jahrescharts aufgestiegen und sollte in China die $100-Mio-Marke knacken. Das haben dieses Jahr nur vier weitere Filme geschafft, zuletzt Pacific Rim ($111,9 Mio).

DreamWorks' Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum läuft außerhalb von USA und Kanada offensichtlich deutlich besser als innerhalb. Der Animationsstreifen nahm weitere $9,5 Mio am Wochenende ein und steht nun bei $112,6 Mio. Die Highlights waren der $2,8-Mio-Start in Deutschland auf Rang 2 sowie das dritte Wochenende in Australien, wo der Film weitere $2,1 Mio einnahm und mittlerweile bei $9,7 Mio steht. Turbo hat in dem Land bereits Filme wie Epic – Verborgenes Königreich und Pacific Rim hinter sich gelassen. Frankreich, Schweden, Belgien und Großbritannien stehen Turbo diesen Monat noch bevor, sodass er mit mindestens $175 Mio die internationalen Kinos verlassen wird. Ich schließe aber auch $200 Mio nicht aus.

Insidious: Chapter 2 spielte tolle $8,9 Mio von 28 Märkten ein und steht momentan bei $15,8 Mio. Der erste Film spielte international $43 Mio ein. Das Sequel wird das spielend übertreffen. In Russland startete der Film mit $4,7 Mio auf Platz 2 und hat jetzt schon das Gesamteinspiel von Teil 1 in dem Markt übertroffen. In Frankreich startete er mit $1,3 Mio hingegen knapp unter dem Vorgänger. Da die meisten seiner Märkte noch vor dem Film liegen, kann man von mindestens $60-70 Mio international ausgehen. Für einen Film, der gerade mal $5 Mio kostete, ist das grandios.

Runner Runner nahm weitere $7,5 Mio ein und steht nun bei insgesamt $23,6 Mio außerhalb von USA/Kanada. Sowohl in Brasilien als auch in Spanien floppte der Film gnadenlos zum Start und konnte jeweils nicht einmal $1 Mio in den Ländern einbringen. In Russland, seinem bislang ertragreichsten Markt, steht Runner Runner bei $5 Mio. Da nur noch Deutschland, Argentinien, Italien und Südkorea vor dem Film liegen, gehe ich von maximal $50 Mio aus.

Rush – Alles für den Sieg hatte ein weiteres gutes Wochenende an den internationalen Kinokassen und spielte ebenfalls $7,5 Mio ein. Insgesamt hat Rush bereits $31,5 Mio außerhalb von Nordamerika eingenommen. Das unumstrittene Highlight bleibt Großbritannien mit $12,6 Mio nach vier Wochen. Aber auch Italien kann sich mit $7,1 Mio sehen lassen. In Australien startete Rush mit $1,2 Mio auf Rang 6 leider deutlich unter den Erwartungen. Russland, Japan und eine große Zahl kleiner Märkte wird Rush demnächst noch erreichen, sodass $70 Mio international noch im Rahmen des Möglichen liegt.

Lone Ranger erreichte mit China am Wochenende seinen letzten Markt und spielte dort $7 Mio in den ersten beiden Tagen ein. Insgesamt hat der Western mit Johnny Depp $165,9 Mio außerhalb von Nordamerika eingenommen und wird international mit knapp $185 Mio seine Laufzeit beenden. Das ist alles andere als spektakulär.

Die Schlümpfe 2 spielte weitere $6,4 Mio ein und steht außerhalb von USA/Kanada nun bei $261,5 Mio. In Australien brachte das Sequel sein vorläufiges Zwischenergebnis auf $10,6 Mio nach drei Wochen. China zog derweil mit $22,1 Mio als erfolgreichster Markt des Films knapp an Deutschland vorbei.

Instructions not Included belegte zum dritten Mal in Folge Platz 1 der mexikanischen Kinocharts und spielte dort $5,3 Mio ein. Mit insgesamt $6,6 Mio belegt er bereits Platz 4 der Jahrescharts von 2013 in dem Land. Ein Gesamtergebnis von mehr als $50 Mio hat er weiterhin fest im Blick.

Wir sind die Millers nahm international $5,1 Mio ein und überquerte so die $100-Mio-Marke in der Übersee. Insgesamt hat die Komödie bereits $103,6 Mio für sich verbucht. Bei maximal $115 Mio sollte Schluss sein.

Conjuring – Die Heimsuchung spülte zusätzliche $4,9 Mio in die internationalen Kinokassen und erhöhte sein vorläufiges internationales Gesamteinspiel auf unglaubliche $168,6 Mio. Dieser $20 Mio teure Horrorfilm spielt bereits in einer Liga mit vielen Actionblockbustern dieses Jahres mit. In Südkorea steht der Film bei $13,8 Mo nach drei Wochen, in Mexiko bei $18,9 Mio nach sieben. Mit Japan in petto, sollte Conjuring mindestens $180 Mio einnehmen.

Auch Ich – Einfach unverbesserlich 2 erwirtschaftete weitere $4,9 Mio und liegt jetzt bei $510,4 Mio. Kommendes Wochenende trifft er auch endlich in Italien ein und könnte mit viel Glück sein internationales Einspiel auf mehr als $550 Mio bringen und somit seine weltweite Summe deutlich oberhalb von $900 Mio!

Elysium brachte sein internationales Einspielergebnis mittlerweile auf $180,5 Mio. Starts in Kolumbien und Venezuela liegen ihm noch bevor. Zwar wird er $200 Mio wohl doch nicht packen, $190 Mio sind jedoch noch in seiner Reichweite.

Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen brachte nach $1,8 Mio am Wochenende sein vorläufiges Gesamtergebnis auf $122,3 Mio. Japan und China sollten ihn auf mehr als $150 Mio hieven.

Fack Ju Göhte – Brandneuer Trailer ist da!

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Fack Ju Göhte Trailer

Quelle: Constantin Film

Am 7.11.2013 kommt eine neue Komödie von den Machern von Türkisch für Anfänger in die deutschen Kinos. Schaut man sich den brandneuen Trailer zu Fack ju Göhte an, dann weiß man, dass Constantin hier wieder einen sicheren Hit hat, der den Anteil deutscher Filme an der Jahresgesamtbesucherzahl erhöhen sollte. Bereits Türkisch für Anfänger wurde letztes Jahr mit fast 2,4 Mio Besuchern zum erfolgreichsten deutschen Film des letzten Jahres und ließ dabei sogar Hollywood-Blockbuster wie Men in Black 3, The Amazing Spider-Man und Marvel’s The Avengers hinter sich. Der Verleih hofft nun, das das Erfolgsrezept aus Regisseur Bora Dagtekin und seinem Hauptdarsteller Elyas M’Barek wieder gut funktioniert. Natürlich hat Fack ju Göhte im Gegensatz zu Türkisch für Anfänger nicht die bereits bestehende Fangemeinde der Serie im Rücken, andererseits hat der Film zur Serie Elyas M’Barek bestimmt neue Fans beschert. Constantin hat auch eine sehr große Marketing-Kampagne für den Film aufgezogen, sodass es mich wundern würde, wenn Fack ju Göhte nicht zu einem der größten deutschen Hits des Jahres werden würde.

In dem Film geht es um einen Kleinganoven Zeki Müller, der aus dem Knast entlassen wird und seine verbuddelte Diebesbeute zurückholen möchte. Zu blöd, dass über seinem Versteck eine Sporthalle der angrenzenden Schule gebaut wurde. Als Aushilfslehrer getarnt, mischt er die Chaotenklasse 10b ordentlich auf, während er versucht, an seine Beute heranzukommen. Anstelle von Josefine Preuß ist in Fack ju Göhte Karoline Herfurth das süße Mädel an seiner Seite. Sie spielt hier eine völlig gestresste Referendarin. Der Brachialhumor scheint in der ähnlichen Liga wie Türkisch für Anfänger zu liegen – einem Mainstream-Erfolg steht also nichts im Wege.

Interview with Chris Hemsworth: "James had a childlike sense of wonder"

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Chris Hemsworth Rush Interview

Before the German premiere of Ron Howard’s terrific Formula 1 drama Rush, we had an opportunity to interview the film’s star, Chris Hemsworth (Thor). He discussed his preparation for the part, the mentality of Formula 1 drivers and his upcoming projects.

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Filmfutter: You have the better role than Daniel in the film, don’t you?

Chris Hemsworth: Maybe (laughs). I certainly had a better call time. Daniel had to get up at about 3 am each day and had the prosthetic makeup done for hours. I had a nine o’clock call. And he said that he looked at the call sheet and the call sheet read: “Scene 1: James Hunt kisses a nurse. Scene 2: James Hunt has sex on a plane. Scene 3: Niki Lauda checks his tires”. He was a little upset (laughs).

FF: What did you learn about the character and the mentality of a Formula 1 driver and how did you get into this state of mind?

CH: This sport certainly attracts very interesting personalities, especially in that era when the chance of death was a lot higher, around 20%. I asked myself, why someone would partake in such a sport and I came to the conclusion that it is the immediacy that fear of death gives you. It is pretty unique. It forces you to snap into the moment, to pay attention and to think about right now. Not about tomorrow, not about yesterday and not about any other concerns. You are absolutely in the present or you are dead. Guys, who participate in activities like this or who climb mountains and such – they talk about how that puts you in the now. It is easy to become addicted to that or even to extremes in general. In James’ case, he’d chase the extremes in all the other elements in his life. Everything would have to be at that level of commitment and adrenaline.

FF: Does this kind of adrenaline rush fascinate you yourself?

CH: Well, I enjoy surfing and as a kid I was very active and enjoyed a lot of adrenaline-driven activities. And I think that was for the same reason, without being conscious of it. It is exhilarating in many ways. Of course it was never to the extent as for James and the other drivers.

FF: How much did you get to drive in the movie?

CH: We went to a boot camp for three or four weeks before we started shooting and then we ended up doing a lot more (driving) ourselves than we anticipated. This was due to the nature of the shoot, which was kind of “get what you could when you could”. There were quite a few occasions when we had a gap in the shooting schedule and we’d quickly jump in a car, they would mount cameras all over it and we’d hit the track. The far more challenging, precise and dangerous scenes were done by the precision driving team.

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 FF: Can you tell us more about your audition for Rush?

CH: At that time I was shooting (The Avengers) on location and normally when I’m shooting I’ve just got my head down and I that’s it. When scripts come in, I try and read them or if I’m in LA, I can have a meeting for a role. But I haven’t been sending in audition tapes for a long time. Normally I’d just go ahead and have a meeting with the director, but I have already met Ron (Howard). It was a great meeting, but I wasn’t going to get any further unless I did something about it. So I was in Albuquerque, shooting The Avengers and I figured I’d jump on it and be proactive. I recorded my audition and sent it in to Ron.

FF: How much did you know about James Hunt prior to the film?

CH: Frankly, not much at all. I didn’t know much about Formula 1, especially not this era, James or Niki (Lauda). It became strangely familiar once I started researching. So I guess I’ve heard of that sometime, but I didn’t know any details.

FF: What was the more daunting task for you – taking on a comic book superhero with a gigantic worldwide fanbase or on a real-life person, who is a sports legend?

CH: They were both intimidating (laughs). But this was particularly nerve-wracking because he was an iconic person and he is also no longer alive, which adds pressure because I had to live up to the memory. At the same time, this challenge makes it kind of thrilling. The two go hand in hand. There were so many resources, people to talk to and so much information to take in. I couldn’t have had someone better than Ron Howard steering the ship. He created the most comfortable environment on set and through his endless resource of support and knowledge about this world, it felt easier.

FF: What kind of research did you do for the part?

CH: I spoke to people, who knew James (Hunt) – a few mechanics, drivers and read several biographies about him. But mainly, the most useful stuff were the interviews on the internet. BBC had an entire B-Roll, which consisted of outtakes from interviews that couldn’t be used because he was swearing or screwing around or making jokes that were inappropriate for the broadcast. It was extremely insightful because I got to see him just in his element, doing his thing. He could be really interested or not interested at all, but he was completely honest about it. He also had a real childlike sense of wonder and fascination in the way he approached things, a real sense of ownership of his environment.

Xhris Hemsworth Rush Interview 1

FF: Did you get to talk to Niki Lauda about his relationship with James Hunt?

CH: Unfortunately I didn’t get to talk to him during the shoot at all. I first met him at the premiere. He’s fantastic. He’s as straightforward and undiplomatic in real-life as he is portrayed in the movie. He said he loved the movie and said that he wished James could have been there to see it as well. They always had huge respect for one another. I think Niki appreciated the freedom that James had and James appreciated the discipline that Niki had.

FF: James was basically a rock star. Do you think someone like James Hunt could exist nowadays? Does he compare to famous actors?

CH: It was a different time. The immediacy of information in the media nowadays won’t let you get away with what you could get away back then. Honestly, though, I don’t think he would have cared anyway. That was his personality. It is different for actors. If you are a driver, you can get out on the track, drive properly and you can still win. That does the talking. If you are an actor and you make too many outrageous claims and do too many controversial things, then people won’t turn up for your movies, no matter how good you are (laughs). You’ve gotta be a little more careful. But James was one of a kind.

FF: Through the characters that you are playing, did you and Daniel (Brühl) have some sort of a friendly rivalry on set?

CH: Oh, we had so much fun. One could make the assumption that if you have a rivalry off-screen, it could benefit the one on-screen. But that is not the case. I think that is just restricting. The fact that we did get along so well, just allowed us to explore our on-screen relationship openly, with all the freedom available. We both shared the same excitement and enthusiasm for the film, but also the same anxieties and trepidations. Daniel has such a good sense of humor and he is so talented that he raises your game.

FF: Do you like very physical roles? Even in Rush, your part is somewhat physical.

CH: Well, Thor, The Avengers and Snow White (and the Huntsman) kind of came on top of one another. But my taste and my interest in what I want to do are a lot broader than that. I do love doing those films, but I’ve got them in spades with contracts for more Thors and The Avengers. I really did want to do something different. Even though Rush is exhilarating, physical to a degree and has thrilling backdrop, it is also a character study of these two fascinating people. It was refreshing to do something smaller, more intimate, that was focused on the characters.

FF: Is The Heart of the Sea, the movie you are currently shooting with Ron Howard, similar to Rush in terms of also being more character-focused?

CH: It is a nice blend. That is exactly what I love, when a movie is still entertaining, visually appealing and sweeps you away in the adventure, but at the same time has intelligence and integrity. I didn’t know beforehand that true events inspired Herman Melville to write Moby Dick. The book that our film is based on, is about that true story. It is set in the whaling industry in 1822. A whale ship, the “Essex”, is struck by a whale and sinks. The survivors spend 93 days in the ocean. It is a tale of survival, heroism and tragedy with very strong characters.

Xhris Hemsworth Rush Interview

FF: When you are being offered scripts, do you find it difficult to get away from Thor?

CH: At first, yeah. Those kinds of scripts were the obvious choice when it came to me at first. But I have great agents, who work hard at seeking out different opportunities for me. Doing movies like Rush also opens a lot of doors. Filmmakers talk to one another. Michael Mann talked to Ron Howard and I ended up doing a movie with him. It was never a problem, though. I had this opportunity because Ron saw Thor. I’d be careful to ever turn my nose up at those films.

FF: What can you tell us about the cyber-thriller you are doing with Michael Mann?

CH: I just finished it. It’s based in the world of cyber terrorism. Basically, something similar to the Chicago Board of Trade is hacked into and it sets off a chain of events around the world, affecting the stock market. And the code that was used to hack into it, my character had written it years before and he happens to be in prison for cyber crime. He is pulled out and offered a deal if he works with a joint task force of the FBI and the Chinese government in trying to track this guy down. It starts off in Chicago and ends up in Kuala Lumpur, in Hong Kong and in Jakarta. It’s this sort of cat-and-mouse international heist-thriller. I’ve gotta get my one-liner on what that film is about (laughs)

FF: It sounds very interesting, though.

CH: It was fascinating. I knew nothing about that world. It’s very prominent now as we see what hacking and cyber terrorism can do, like shutting down power grids in other countries. In our film, he (the villain) shuts down the water pumps to overheat the cooling system in a nuclear power plant and causes a whole lot of chaos. When you do that research, you realize how vulnerable you are.

FF: James Hunt seems like the perfect part for you. How easy do you find it to be seen and to be found for the roles?

CH: I’ve been reading the scripts and chasing the scripts instead of just sitting back and waiting for them to turn up. You have to be proactive and you need the right people around you searching for those scripts. So far I’ve been lucky. There are always many variables, of course. A perfect script can come along, but you are unavailable or you are available, but someone else was ahead of you.

FF: What do you do on a totally free day?

CH: Seeing my wife and my kid. I have been so busy lately. That’s what I’m missing the most. An ideal day for me is just being with them.

FF: You said you weren’t a big Formula 1 fan before. Is it more of interest to you now, after having done the film?

CH: Yeah, it is. I do have a desire to go and see a race, when I get a chance.

FF: Was the 70s-setting of the film another attraction to you about this role?

CH: Sure, that’s what I love about acting – being able to leap into different genres and periods of time. The 70’s was a very fun thing to dive into because I wasn’t around to see them for myself.

FF: What kind of driver are you in real life? Did the movie awaken a desire to drive an actual Formula 1 car in real life or be a co-driver in one?

CH: Sure! (laughs) We had a go-kart track back in Australia, at the house that I grew up in. My brothers and I used to compete there. We also had motorbike growing up. But generally, I am a pretty conservative driver.

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NBC bringt "Remington Steele" zurück

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Remington Steele Serie

Quelle: Deadline

Zwischen 1982 und 1987 wurde auf NBC die humorvolle Krimiserie "Remington Steele" ausgestrahlt, die die Karriere eines gewissen Pierce Brosnan in die Gänge gebracht hat. Die Serie handelte von einer Privatdetektivin, Laura Holt (Stephanie Zimbalist), die erst Erfolg hat, wenn sie ihre Detektei in "Remington Steele" umbenennt und damit einen fiktiven männlichen Ermittler als mysteriösen Inhaber der Firma erfindet. Wie aus Nichts taucht jedoch ein ehemaliger Dieb und Trickbetrüger (Pierce Brosnan) auf, der die Identität von Steele annimmt. Fortan verkörpert er diese Rolle, während Laura immer noch die Chefin hinter den Kulissen bleibt. Die Serie war der Hauptgrund, warum Brosnan bereits 1986 zum ersten Mal die James-Bond-Rolle angeboten wurde (die er schließlich 1994 doch noch bekommen hat).

Da Hollywood gerne vergangene Erfolge aufwärmt werden, wurde jetzt eine Fortführung von "Remington Steele" von NBC angekündigt. Ja, richtig gelesen – eine Fortführung. Die Serie wird nämlich nicht gänzlich neu aufgelegt, sondern der Hauptcharakter soll Olivia Holt sein, die Tochter der beiden Hauptcharaktere aus der Originalserie. In halbstündigen Folgen wird die Serie als ein Comedy-Format präsentiert. Die Pilotfolge wird von Ruben Fleischer, dem Regisseur von Zombieland und Gangster Squad inszeniert. Ob Stephanie Zimablist und/oder Pierce Brosnan in Gastauftritten zurückkehren werden, ist noch unklar. Zimbalist ist heutzutage nur noch selten im Fernsehen oder im Kino zu sehen und konzentriert sich vor allem auf ihre Arbeit im Theater, während Pierce Brosnan wiederum einen ziemlich vollen Zeitplan hat, was seine Filmkarriere betrifft. Wir halten Euch jedenfalls auf dem Laufenden.

Box-Office Deutschland – Turbo zieht haarscharf an Gravity vorbei

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Box-Office Deutschland - 3.-6.10.2013 Zusammenfassung und Analyse

Quelle: Insidekino

Nach längerer Flaute ging es letztes Wochenende endlich wieder deutlich bergauf an den deutschen Kinokassen. Ganze vier breite Neustarts konnten dank Regenwetter, schwacher Konkurrenz und Nationalfeiertag am Donnerstag überzeugen. Dabei wurde die komplette Top 3 ausgetauscht. Aber auch die älteren Filme konnten sich dank Feiertag gut halten. Insbesondere Familienfilme profitierten und steigerten sich deutlich gegenüber der Vorwoche, und das trotz starker neuer Konkurrenz für das Familienpublikum. Das Rennen um die Spitze der Kinocharts fiel sehr knapp aus. Während es lange danach aussah als würde Alfonso Cuaróns Gravity als Sieger hervorgehen, setzte sich letzten Endes Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum ganz knapp durch. Nach Umsatz lag Gravity aber mit €2,9 Mio vs. €2,1 Mo deutlich vorne. Insgesamt konnte die Top 10 etwa 1,204,000 Zuschauer in die Kinos deutschlandweit locken, was 89% über der Vorwoche lag. Gegenüber dem gleichen Wochenende letztes Jahr ging es aber trotzdem um 18% runter, da keiner der neuen Filme mit dem Blockbusterstart von Madagascar 3 mithalten konnte.

Wie bereits erwähnt, positionierte sich der DreamWorks-Animationsstreifen Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum auf Platz 1 der deutschen Kinocharts. Mit 265,367 Besuchern am regulären Wochenende lag der Film gerade mal 542 Zuschauer vor Gravity. Einschließlich Previews hatte der Film bis Sonntag etwa 283,000 Besucher. Turbo erwies sich in den USA als einer der größten Flops in der Geschichte von DreamWorks Animation und erreichte nicht einmal $100 Mio. In Deutschland sieht es hingegen etwas besser aus. Immerhin eröffnete der Film deutlich vor Epic – Verborgenes Königreich, der hierzulande im Sommer auf knapp 1,1 Mio Besucher kam. Da bereits am vorletzten Wochenende zwei deutsche Familienfilme in die Kinos kamen, wurde ein noch besseres Startergebnis von Turbo womöglich verhindert. Der nächste direkte Konkurrent kommt für Turbo erst am 24. Oktober mit Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2. Zuvor hat er freie Bahn und wird in den Genuss von Herbstferien kommen, die seine Besucherzahl noch oben treiben lassen werden. Daher erwarte ich auch bei Turbo nicht weniger als 1 Mio Besucher, was für den Film ganz ordentlich wäre.

Gravity musste sich nach Besuchern mit Platz 2 der Charts zufrieden geben und erreichte von Donnerstag bis Sonntag 264,825 Kinogänger. Von 569 Kinos erzielte das 3D-Spektakel allerdings den besten Besucherschnitt am Wochenende und hat etwa 465 Zuschauer pro Kino gehabt. Einschließlich Previews liegt Gravity in Deutschland bereits bei etwa 281,000 Besuchern und sollte angesichts von grandioser Mundpropaganda und möglichem Oscar-Hype noch eine sehr lange Laufzeit vor sich haben. Ein Endergebnis oberhalb von 1 Mio Besucher ist dem Film garantiert und auch 1,5 Mio liegt durchaus in seiner Reichweite. Je nachdem, wie sehr die positive Resonanz und der Hype hierzulande einschlagen werden, schließe ich sogar 2 Mio Besucher für das Kino-Event nicht aus. Kaum ein anderer Film wird diesen Monat einen solchen Must-See-Faktor besitzen wie Gravity.

Rush – Alles für den Sieg landete zwar etwas abgeschlagen auf Rang 3, lockte aber immer noch ordentliche 172,000 Besucher in die deutschen Kinos (inkl. Previews). Davon entfielen etwa 142,000 auf das eigentliche Wochenende, was ihm von seinen 432 Kinos einen Schnitt von 329 Besuchern pro Kino ermöglichte. Wie Gravity wird auch Rush positive Mundpropaganda genießen und dank Daniel Brühls Performance auch im Oscar-Rennen eine Rolle spielen. Daher sollte das Rennsportdrama mit nicht weniger als 600,000 Besuchern die Kinos verlassen, was angesichts der Thematik ein gutes Ergebnis wäre.

2 Guns fiel zwar um drei Plätze auf #4, blieb aber besuchermäßig auf Vorwochenniveau. Erneut sahen ihn ca. 138,000 Kinogänger in den deutschen Lichtspielhäusern und brachten die vorläufige Gesamtbesucherzahl des Actionstreifens mit Denzel Washington und Mark Wahlberg auf 345,000. Damit hat sich der Film nach seinem schwachen Start zumindest ein wenig rehabilitiert und hat bereits die Endergebnisse von Unstoppable – Außer Kontrolle und Mann unter Feuer hinter sich gelassen. Viel Actionkonkurrenz wird der Film diesen Monat nicht haben, sodass er problemlos mehr als eine halbe Million Besucher erreichen sollte. Ich denke sogar, dass er mit mehr als 600,000 Besuchern Flight überholen und zu Washingtons erfolgreichstem Film hierzulande seit American Gangster werden könnte.

Unglaubliches Stehvermögen bewies erneut Wir sind die Millers, der zwar um zwei Plätze auf Rang 5 fiel, dabei aber gegenüber der Vorwoche um tolle 14% zulegen konnte. Weitere 93,000 Besucher lockte die Komödie mit Jennifer Aniston an ihrem sechsten Wochenende in die deutschen Kinos und überschritt damit als 20. Film von 2013 die 1-Million-Besuchermarke. Mittlerweile wurde der Film gar von knapp 1,11 Mio Zuschauern gesehen und befindet sich bereits auf Rang 19 der besucherstärksten Filme des Jahres. Die nächste große Comedy-Konkurrenz kommt erst in drei Wochen mit Jackass: Bad Grandpa und auch diese sollte Millers gut verkraften. Ich rechne mit einer Gesamtbesucherzahl oberhalb von 1,3 Mio, wenn alles vorbei ist.

White House Down verlor lediglich 5% seiner Besucher von der Vorwoche, taumelte aber dennoch von #2 auf #6. Weitere 87,000 Zuschauer erhöhten seine vorläufige Gesamtbesucherzahl auf solide 1,067,000. Nach seinem schwachen Startwochenende hat wohl kaum jemand erwartet, dass er doch noch so weit kommen wird. Roland Emmerich ist und bleibt hierzulande ein Kassenmagnet. White House Down sollte es auf insgesamt etwa 1,25 Mio Besucher bringen, bevor er komplett aus den Kinos verschwindet.

Keinohrhase & Zweiohrküken war einer der größten Gewinner am Wochenende. Der Animationsfilm von Til Schweiger konnte seine Position auf Rang 7 verteidigen und legte gegenüber dem Startwochenende um unglaubliche 45% zu. Knapp 64,000 Zuschauer sahen den deutschen Kinderfilm am Wochenende und brachten seine Gesamtbesucherzahl auf etwa 139,000. Mit Herbstferien im Rücken könnte er eine Gesamtbesucherzahl von etwa 500,000 auf lange Sicht erreichen.

Prakti.com war einer der größten Verlierer am Wochenende, doch das bedeutete auch nur, dass er knapp 14% abgebaut hat. Etwa 55,000 Zuschauer lockte die Komödie in die deutschen Kinos und erreichte nach 11 Tagen insgesamt 144,000 Besucher. Bei einer Viertelmillion sollte aber Schluss sein.

Liberace, Stephen Soderberghs letzter Film, lief mit 48,000 Besuchern von 119 Kinos hervorragend an und belegte prompt Platz 1 der deutschen Arthousecharts. Einschließlich Sneaks und Previews sahen den Film bis Sonntag hierzulande etwa 59,000 Kinogänger. Hier erwarte ich eine längere Laufzeit und insgesamt mindestens 300,000 Besucher.

Abgerundet wurde die Top 10 durch die deutsche Erfolgskomödie Da geht noch was!, die mit 47,000 Zuschauern auf Vorwochenniveau blieb und ihre Gesamtbesucherzahl auf 395,000 schraubte. Eine halbe Million ist hier eine sichere Sache.

Die Schlümpfe 2 musste zwar die Top 10 am Wochenende verlassen, stieg aber gegenüber der Vorwoche um 35% und erhöhte seine Gesamtbesucherzahl auf 2,369,000 nach zehn Wochen in den deutschen Kinos. Damit zog er an Die Croods vorbei und belegt nun Platz 7 der Jahres-Charts von 2013. Es ist so gut wie sicher, dass das Sequel 2,5 Mio Besucher erreichen wird.

Chroniken der Unterwelt – City of Bones knackte am Wochenende die 500,000-Besuchermarke, doch sehr bald wird die Laufzeit des Fantasystreifens hierzulande ein Ende finden.

Michel Gondrys Der Schaum der Tage startete mit knapp 16,000 Besuchern (inkl. Sneaks und Previews) von 71 Kinos und wird seine Laufzeit mit maximal 100,000 gelösten Tickets beenden.

I, Frankenstein Trailer – Van Helsing trifft auf Underworld

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Schaut Euch den Trailer zu I, Frankenstein an. Kommt er Euch bekannt vor? Mir jedenfalls schon. Ich meine mich zu erinnern, so etwas Ähniches unter dem Titel Underworld (samt seiner drei Fortsetzungen) gesehen zu haben. Sowohl die Inszenierung der Actionszenen als auch das Kreaturendesign, die Waffen, die mittelmäßigen Spezialeffekte und sogar Bill Nighy lassen allesamt Erinnerungen an Kate Beckinsales Vampire-vs-Werwölfe-Granate wach werden. Auch in I, Frankenstein ist es ein Sonderling, der inmitten eines Krieges zwischen zwei Gruppen von übernatürlichen Wesen gerät. Statt Kate Beckinsale in Latex, ist unser Held hier Aaron Eckhart, der wohl das durchtrainierteste Frankensteins Monster aller Zeiten abgibt. Sein Charakter lässt auch schnell Erinnerungen an Van Helsing aus dem Jahre 2004 wach werden. Es dürfte auch keinen überraschen, dass der Film auf einem Drehbuch von Kevin Grevioux basiert, der auch an dem Drehbuch zu Underworld beteiligt war.

https://youtu.be/vnsB7w9D5uA

In den USA kommt der Film am 24.01.2014 in die Kinos. Auch die letzten drei Underworld-Filme starteten in Nordamerika im Januar und liefen dabei relativ erfolgreich. Eben dieses Publikum möchte auch I, Frankenstein abgreifen. Es ist übrigens nicht der einzige Film über Frankensteins Monster, der nächstes Jahr in die Kinos kommen wird. Im Oktober 2014 erwartet uns Frankenstein, in dem James McAvoy den berühmten Mad Scientist spielen wird, während Daniel Radcliffe seinen treuen Assistenten Igor mimt, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird.

Für I, Frankenstein steht ein deutscher Starttermin noch nicht fest. Wir halten Euch aber auf de Laufenden. Unten haben wir noch ein Plakat zu dem Steifen.

I Frankenstein Trailer und Poster

Doug Liman lässt auf der Leinwand Drogen schmuggeln

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Doug Liman Narco-Sub

Quelle: The Wrap

Als Tony Scott sich letztes Jahr unerwartet das Leben nahm, hinterließ er eine große Lücke in Hollywood. Darin befanden sich zum Zeitpunkt seines Todes auch diverse Filmprojekte (wir haben berichtet), an denen er als potenzieller Regisseur oder zumindest als Produzent beteiligt war. Das am weitesten fortgeschrittene war wohl Top Gun 2, dessen Zukunft sich immer noch in Schwebe befindet. Ein anderes Projekt hat jetzt aber wohl einen neuen Regisseur gefunden – Narco-Sub. Doug Liman, der Regisseur von Hits wie Mr. & Mrs. Smith und Die Bourne Identität, der zuletzt den Politthriller Fair Game mit Naomi Watts und Sean Penn in die Kinos gebracht hat, befindet sich laut The Wrap in Verhandlungen mit 20th Century Fox für den Regieposten des Films. Die Details zur Handlung des Films sind bislang unbekannt, doch er soll von speziellen Mini-U-Booten handeln, die dazu benutzt werden, um aus Lateinamerika Drogen gen Norden zu transportieren (primär von Kolumbien nach Mexiko). David Guggenheim (Safe House) zeichnet sich für das Drehbuch verantwortlich.

Drei neue Rollen für Pierce Brosnan

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Pierce Brosnan

Quellen: Deadline 1, The Hollywood Reporter, Deadline 2

Eine Karriere nach einer Rolle wie James Bond gelingt nicht allen. Während Sean Connery die Rolle seines Lebens erfolgreich hinter sich lassen konnte und später sogar einen Oscar gewann, hatten Roger Moore und Timothy Dalton es nach der prägenden Rolle nicht so leicht. Auch bei Pierce Brosnan war es lange unsicher, ob er denn eine erfolgreiche Karriere post-Bond haben würde. Schließlich ist der einzige Hit mit im in der Hauptrolle, den er nach Stirb an einem anderen Tag landen konnte, Mamma Mia! und dieser liegt auch schon fünf Jahre zurück. Seine letzte wirklich bemerkenswerte Hauptrolle hat er in Roman Polanskis Der Ghostwriter gespielt. Seitdem war es um Brosnan eher ruhig. Er trat in kleineren Filmen auf, von denen es manche nicht einmal ins Kino geschafft haben. Doch das soll sich sehr bald ändern. Wie wir bereits berichtet haben, wird Brosnan demnächst in der Nick Hornby-Verfilmung A Long Way Down zu sehen sein. Zudem hat er kürzlich für drei Thriller unterschrieben, die seiner Karriere einen nötigen Ruck geben könnten.

Pierce Brosnan und Lake Bell spielen in The Coup mitEinerseits ist da der Rachethriller The I.T., in dem Brosnan einen Verleger spielt, dessen Leben von einem wütenden I.T.-Consultant bedroht wird. Die Rolle dieses Antagonisten muss noch besetzt werden. Außerdem wird Pierce Brosnan Teil der Besetzung von Survivor sein. Der von James McTeigue (V für Vendetta) inszenierte Film, handelt von einer Amerikanerin (Milla Jovovich), die in London beim Auswärtigen Amt arbeitet. Nach einem verheerenden Anschlag auf ihre Arbeitsstätte findet sie sich als einzige Überlebende wieder und gerät inmitten einer Verschwörung. Schon bald muss sie vor dem Gesetz fliehen und hat nur noch bis Silvester Zeit, um ihre Unschuld u beweisen und ein weiteres Attentat zu verhindern. Neben Jovovich und Brosnan spielen in Survivor Angela Bassett und Emma Thompson mit. Während die oberen beiden Filme erst 2014 gedreht werden sollen, soll The Coup bereits Ende des Monats in Thailand in Produktion gehen. Darin spielt Brosnan unter der Regie von John Erick Dowdle (Devil) an der Seite von Owen Wilson und Lake Bell (Bild links) mit. Der Film handelt von einer US-amerikanischen Familie, die nach Südostasien umzieht und sich plötzlich inmitten eines gewalttätigen Coup d’État wiederfindet, bei dem Rebellen die Stadt angreifen.

Wer also ein Fan des charismatischen Bond-Darstellers ist, der wird in nächster Zeit gut versorgt sein.

Enemies – Welcome To The Punch (2013)

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Welcome To The Punch, UK, 2012 • 99 Min • Regie: Eran Creevy • Mit: James McAvoy, Mark Strong, Andrea Riseborough, Elyes Gabel, Peter Mullan, David Morrissey • FSK: ab 16 Jahren • DVD-Start: 25.10.2013 • Offizielle Website

Handlung

Enemies__Welcome_to_the_Punch_Szenenbilder_06.600x600Drei Jahre sind vergangen, seit der Polizist Max Lewinsky (James McAvoy) dem Gangster Jacob Sternwood (Mark Strong) auf den Fersen war. Drei Jahre, seit er diesem nach einer Verfolgung allein gegenüber stand. Drei Jahre, in denen Max sich als gebrochener Mann durch sein Leben schleppt. Jacob schoss ihm ins Bein und entkam. Die schlecht verheilte Wunde und sein angeknackster Stolz machen Max das Leben zur Hölle. Er hängt weiterhin in seinem Job fest und muss sich mit den kleinen Fischen abgeben; zur Seite steht ihm seine Partnerin Sarah Hawks (Andrea Riseborough), die mit ansehen muss, wie Max in einem Sumpf aus Gram und Selbsthass steckt. Jacob ist untergetaucht. In einer abgelegenen Hütte in der Wildnis versteckt er sich erfolgreich vor den Häschern des Gesetzes. Solange, bis ihn ein verzweifelter Anruf seines Sohnes Ruan (Elyes Gabel) erreicht. Dieser ist angeschossen und auf der Flucht. In seiner Panik schafft er es aber nicht, klare Aussagen zu machen. Ruan wird von der Polizei gestellt, Max übernimmt die Ermittlungen. Jacob macht sich auf den Weg, seinem Sohn zu helfen. Die beiden Erzfeinde werden unvermeidlich wieder aufeinanderstoßen. Doch im Zuge ihrer Ermittlungen an dem Fall merken beide schnell, dass etwas viel Größeres dahintersteckt.

 

Hintergrund

„Enemies – Welcome to the Punch“ (OT: Welcome to the Punch) flog bei Veröffentlichung die meiste Zeit unter dem Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit. Trotz zwei relativ bekannter Namen in den Hauptrollen blieb der Film eher eine Randnotiz. Erwähnenswert ist, dass das Script von Regisseur und Drehbuchautor Eran Creevy („Shifty“) 2010 Platz drei der „Brit List“ belegen konnte. Die Filmindustrie zeichnet dort die besten, noch nicht produzierten Drehbücher aus. Mit Schützenhilfe von Produzent Ridley Scott kam der Film dann in die Kinos.

 

Kritik

Enemies - Welcome To The Punch Filmbild 1Eiskaltes Blau dominiert die Bilder von „Enemies – Welcome to the Punch“. Creevys Film hat einige Anleihen aus dem Film-Noir und tauscht dessen ikonographische Schatten, finstere Gassen und schummerige Hinterhöfe  gegen kahle Betonwände, grelle Neonlichter und nackte Stahlskelette ein. Ob ein verregneter Vorort oder ein unübersichtlicher Container-Hafen (der titelgebende „Punch“), die Schauplätze dieser Räuberpistole sind meist menschenleer. Die gebrochenen und zwielichtigen Figuren, die sich hier bewegen, liefern sich, trotz der grellen Neonlichter, ein Katz-und-Maus-Spiel im Dunkeln. McAvoy gibt den besessenen Cop vorbildlich, mit einem kleinen Vorgeschmack auf die Psychopathen-Rolle, die er dieses Jahr noch in Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ mimen sollte. Strong ist gut, dreht in einer emotionalen Szene vielleicht ein bisschen zu sehr auf, aber im Grunde geht das schon in Ordnung.

Damit ist aber auch schon das größte Problem von „Enemies – Welcome to the Punch“ identifiziert: Geht schon in Ordnung. Alles an dem Film geht schon in Ordnung, nichts ist wirklich schlecht, einige Einfälle sind sogar recht ansehnlich – wie die Verfolgungsjagd am Anfang oder das gewagt offene Ende – aber etwas wirklich Herausstechendes sucht man vergebens.

Enemies - Welcome To The Punch Filmbild 2Am stärksten ist die Geschichte rund um Jäger-und-Gejagten während seiner emotionalen Momente. Wenn die ohnehin schon angeschlagenen Figuren immer mehr verlieren. Jeder Schritt näher an die Wahrheit kostet einen Blutzoll. Am Ende scheint ihre einzige Motivation Verzweiflung, Starrköpfigkeit und Rache zu sein. Damit bedient Creevy vielleicht nur Genrestandards, aber das macht er kompetent. Der Nebenstrang um Korruption im Politalltag und die Frage nach lockeren Waffengesetzen wirkt hingegen arg aufgesetzt. Nicht nur, dass der von David Morrissey gespielte Politiker nach wenigen Szenen vom Zuschauer als nicht ganz sauber entlarvt werden dürfte, auch die Auflösung ist arg ungelenk. Spätestens, wenn dieser gegen Ende eine kleine Privatarmee aus dem Ärmel zaubert, gerät die Glaubwürdigkeit arg ins Schlingern.

 

Fazit

Enemies__Welcome_to_the_Punch_Szenenbilder_01.600x600Nichtsdestotrotz, „Enemies – Welcome to the Punch“ ist nicht unbedingt eine übersehene Perle. Dafür glänzt der Creevys Film zu wenig. Er leistet sich zwar keine derben Schnitzer, aber genug kleinere, um ihn immer wieder ins Schlingern zu bringen. Für Genrefans ist der unterkühlte Action-Thriller aber definitiv einen Blick wert. Denn, auch wenn die Perle nicht glänzt, schimmert sie im richtigen Licht betrachtet doch sehr schön und durchgängig in eiskaltem Blau.

 

DVD-Extras

Ein 20-minütiges „Behind The Scenes“-Featurette und sehr ausführliche Interviews mit Regisseur, Produzenten und den Hauptdarstellern. Ersteres ist kaum der Rede wert, bietet ein bisschen Trivia zum Film, verwertet aber auch vieles aus den Interviews nochmal. Die Interviews selbst haken pflichtschuldig erwartbare Fragen ab (Worum geht’s?, Was ist Deine Rolle?, Wie habt Ihr Euch kennen gelernt?), sind dafür aber sehr lang und ausführlich, wenn auch teilweise mit Schwarzblenden etwas ruppig geschnitten. Inhaltlich können die Gespräche kaum punkten. Unbekanntere Gesichter wie Regisseur Eran Creevy mal in Aktion zu sehen, lohnt aber einen kurzen Blick. Zusätzlich gibt es noch Trailer. Alles in allem aber kaum der Rede wert.

 

Informationen zur Veröffentlichung

Die deutsche DVD und BluRay von Universum Film sind ab dem 25.10.2013 im Handel erhältlich.

Enemies__Welcome_to_the_Punch_DVD_Standard_887654659590_2D.600x600Neben dem Film in der englischen und deutschen Sprachfassung, wahlweise mit deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte, liegen bei den Veröffentlichungen folgende Extras vor:

– Behind the Scenes
– Interviews mit Regisseur Eran Creevy, den Produzenten Rory Aitken und Jack Arbuthnott sowie den Schauspielern James McAvoy, Mark Strong, Andrea Riseborough, Johnny Harris, David Morrissey und Daniel Mays
– Trailer

Die Synchronisation ist gelungen. Der im O-Ton viele Darsteller mit hörbarem Akzent sprechen, raten wir Zuschauer die nicht ganz sattelfest sind dazu auf Untertitel oder Synchronfassung zurück zu greifen.
(© Universum Film)

Trailer

https://youtu.be/bb9FVbZAoT0

"Rush"-Special – Chris Hemsworth im Interview

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Chris Hemsworth Interview

Auch Chris Hemsworth hatten wir bei unserem Interview-Marathon zu Rush – Alles für den Sieg vor dem Mikrofon. Der charismatische Australier wurde der breiten Öffentlichkeit mit seinem kurzen Auftritt als James T. Kirks Vater in J. J. Abrams' Star Trek vorgestellt und erlangte mit seiner Darbietung des Marvel-Helden Thor im gleichnamigen Film weltweite Berühmtheit – sowie eine stets wachsende Schar weiblicher Fans. Mit Marvel’s The Avengers und Snow White and the Huntsman konnte er in den folgenden Jahren weitere weltweite Riesenhits landen und wird in Thor: The Dark Kingdom ab Ende diesen Monats wieder als der Donnergott in den deutschen Kinos zu sehen sein. In Rush beweist er jedoch, dass sein Talent weit über die Auftritte als muskelbepackte Actionhelden ausgeht. Als die gesellige und im Exzess lebende Formel-1-Legende James Hunt überzeugt er als Gegenpol zu Daniel Brühls Niki Lauda. In unserem Interview verriet Hemsworth, wie er sich der Mentalität von Rennfahrern annähern konnte, wie er privat fährt und was ein perfekter freier Tag für ihn bedeutet.

(das Interview ist jetzt auch in englischer Sprache verfügbar)

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Filmfutter: Du hast eigentlich eine bessere Rolle im Film als Daniel (Brühl), oder?

Chris Hemsworth: Vielleicht (lacht). Ich hatte definitiv bessere Zeiten. Daniel musste täglich um 3 Uhr morgens aufstehen und ihm musste stundenlang die Maske für die Rolle aufgetragen werden. Ich, wiederum, musste erst um 9 Uhr raus. Daniel sagte einst, dass er sich die Dispo angeschaut hat und auf dieser stand: „Szene 1: James Hunt küsst eine Krankenschwester. Szene 2: James Hunt hat Sex im Flugzeug. Szene 3: Niki Lauda checkt seine Reifen”. Er war ein wenig verstimmt (lacht).

FF: Was hast Du über den Charakter und die Mentalität eines Formel-1-Piloten gelernt und wie bist Du in diese Denkweise hineingekommen?

CH: Diese Sportart zieht sicherlich sehr interessante Persönlichkeiten an, insbesondere in einer Zeitepoche, in der die Todesgefahr viel höher war und die Wahrscheinlichkeit zu sterben bei 20% lag. I habe mich selbst gefragt, warum jemand diese Sportart ausüben würde und kam zu dem Schluss, dass es an der Unmittelbarkeit liegt, die einem die Angst vor dem Tod ermöglicht. Sie ist einzigartig. Sie zwingt einen, sich auf den Moment zu konzentrieren, aufmerksam zu sein und an das Hier und Jetzt zu denken. Nicht an morgen, nicht an gestern und nicht an andere Sorgen. Man muss absolut in der Gegenwart sein oder man stirbt. Die Menschen, die an solchen Veranstaltungen teilnehmen oder die auf Berge klettern – sie reden darüber, wie es einen in das Jetzt katapultiert. Es ist nicht schwer, danach süchtig zu werden oder sogar nach Extremen generell. So jagte James auch bei allen anderen Aspekten in seinem Leben Extremen hinterher. Alles musste diesen Level an Hingabe und Adrenalin haben.

FF: Fasziniert Dich diese Art von Adrenalinrausch persönlich?

CH: Nun, ich surfe gerne und als Kind war ich sehr aktiv und genoss viele adrenalintreibende Aktivitäten. Ich denke der Grund war damals der Gleiche, auch wenn mir das nicht direkt bewusst war. In vielerlei Hinsicht war es sehr belebend. Natürlich erreichte das nie die Ausmaße von dem, was James und andere Fahrer erlebten.

FF: Wie viel durftest Du bei den Dreharbeiten selber fahren?

CH: Vor dem Drehbeginn gingen wir drei oder vier Wochen lang zu einem Trainingscamp und als wir mit dem Dreh begonnen haben, sind wir viel mehr selbst gefahren als wir ursprünglich erwartet haben. Das hatte mit der Art dieses Drehs zu tun, nach dem Motto: “Nimm mit, was du kannst, wann du es kannst”. Es gab einige Tage, an denen es eine Lücke im Drehplan gab. Während dieser sprangen wir schnell in die Autos, Kameras wurden überall darauf montiert und wir drehten einige Runden. Die wirklich herausfordernden, präzisen und gefährlichen Szenen wurden vom Präzisions-Fahrteam erledigt.

Chris Hemsworth Interview zu Rush 1

 FF: Kannst Du uns mehr über dein Vorsprechen für Rush erzählen?

CH: Zu dem Zeitpunkt steckte ich gerade mitten in den Dreharbeiten (Anm. der Red: zu Marvel’s The Avengers). Normalerweise, wenn ich etwas drehe, dann konzentriere ich mich nur darauf und das war’s. Wenn neue Drehbücher reinkommen, versuche ich, sie zu lesen oder wenn ich gerade in Los Angeles bin, kann ich auch einen Produzenten oder Regisseur treffen. Ich habe aber schon lange keine Probeaufnahmen mehr von mir verschickt. Normalerweise würde ich mich einfach direkt mit dem Regisseur treffen, aber ich habe Ron Howard bereits getroffen. Es war ein tolles Meeting, aber ich wusste, dass ich nicht vorankommen würde, ohne etwas dafür zu tun. Ich war gerade in Albuquerque, drehte The Avengers und dachte, ich würde es einfach versuchen und proaktiv sein. Ich nahm ein Vorsprechen auf und schickte es an Ron.

FF: Wie viel wusstest Du über James Hunt vor dem Film?

CH: Ehrlich gesagt, nicht sonderlich viel. Ich wusste auch wenig über die Formel 1, insbesondere über die Zeitepoche, über James (Hunt) oder Niki (Lauda). Es kam mir während meiner Recherchen aber alles irgendwie vertraut vor, sodass ich wohl von den beiden gehört haben muss. Ich kannte aber auf jeden Fall keine Details.

FF: Was fandest Du furchteinflößender – die Aufgabe, einen Comic-Charakter mit Million Fans weltweit zu spielen oder eine Person aus echtem Leben, die zudem noch eine wahre Sportlegende ist?

CH: Beide waren einschüchternd (lacht). Aber diese Rolle war besonders nervenaufreibend, weil er eine legendäre Person war und weil er nicht mehr lebt, was für mich zusätzlichen Druck bedeutete, da ich der Erinnerung an ihn gerecht werde wollte. Gleichzeitig war eben diese Herausforderung sehr spannend. Beides geht Hand in Hand. Es gab so viel Quellen, so viele Menschen, mit denen man reden konnte und so viel Information zum Verarbeiten. Ich hätte niemand Besseren als on Howard am Schiffsruder haben können. Er erschuf eine sehr angenehme Atmosphäre am Set und seine schier endlose Unterstützung und detailreiches Wissen über diese Welt, machten es mir einfacher.

FF: Worin bestand Deine Recherche?

CH: Ich habe mit Leuten geredet, die James (Hunt) kannten – einigen Mechanikern und Fahrern. Ich las einige Biografien über ihn. Am nützlichsten waren aber die Interviews, die ich online finden konnte. BBC hatte sogar eine Reihe an Outtakes aus Interviews, die nicht verwendet werden konnten, weil er geflucht, herumgealbert oder Witze gemacht hat, die für die Ausstrahlung unangemessen waren. Ich erhielt dadurch einzigartige Einsichten, weil ich ihn in seinem Element sehen konnte. Er konnte an etwas sehr interessiert oder komplett desinteressiert sein, aber er war darüber immer ehrlich. Es ab etwas Kindhaftes an der Art, wie er sich für etwas begeistern konnte oder wie er von etwas fasziniert war.

Chris Hemsworth Interview zu Rush 2

FF: Hattest Du die Gelegenheit, mit Niki Lauda über seine Beziehung mit James Hunt zu reden?

CH: Leider hatte ich während des Drehs gar keine Gelegenheit mit ihm zu reden. Ich habe ihn erst bei der Premiere getroffen. Er ist fantastisch. Im echten Leben ist er genau so undiplomatisch und direkt, wie er im Film dargestellt wird. Er sagte, dass er den Film liebte und sich wünschte, dass James ihn gesehen hätte. Die beiden hatten einen Riesenrespekt vor einander. Ich denke, dass Niki die Freiheit schätzte, die James genoss und James im Gegenzug Nikis Disziplin.

FF: James war mehr oder weniger ein Rockstar. Denkst Du, dass jemand wie James Hunt heutzutage existieren könnte? Verhält es sich bei berühmten Schauspielern ähnlich?

CH: Es war eine andere Zeit. Die Unmittelbarkeit der Informationen in den Medien heutzutage lässt es nicht zu, dass jemand mi etwas „ungestraft“ davonkommt, womit er damals hätte ungestraft davonkommen können. Ehrlich gesagt, glaube ich aber nicht, dass ihn das gekümmert hätte. Das war sein Charakter. Bei Schauspielern ist es anders. Als Fahrer kann man sich dann immer noch in das Auto setzen, gut fahren und das Rennen gewinnen. Wenn man als Schauspieler zu viele Kontroversen hat, schauen sich die Menschen deine Filme einfach nicht mehr an, egal wie gut du bist. Man muss etwas vorsichtig sein. Aber James war schon einzigartig

FF: Hattet Du und Daniel (Brühl) auch eine freundschaftliche Rivalität am Set?

CH: Wir hatten so viel Spaß. Man könnte annehmen, dass wenn man abseits der Kameras eine Rivalität entwickelt, dass die Rivalität im Film davon nur profitieren kann, aber das ist nicht der Fall. Eine solche Rivalität schränkt meiner Meinung nach einen ein. Die Tatsache, dass wir uns so gut verstanden haben, ermöglichte es uns, unsere Filmbeziehung sehr offen zu erforschen. Wir beide teilten die gleiche Aufregung und Begeisterung, aber auch die gleichen Ängste. Daniel hat einen tollen Sinn für Humor und er ist so talentiert, dass er einen selbst dazu bringt, besser zu werden.

FF: Magst du körperlich betonte Rollen? Sogar in Rush ist das bei Deiner Rolle ein wenig der Fall.

CH: Nun, Thor, The Avengers and Snow White (and the Huntsman) kamen allesamt nacheinander. Aber mein Geschmack und meine Interessen sind deutlich breiter gefächert. Ich liebe es natürlich auch, solche Filme zu drehen, aber ich habe sie dank weiteren Thor– und The Avengers-Filmen sowieso haufenweise. Ich wollte wirklich etwas Anderes machen. Obwohl Rush sehr aufregend, teilweise auch körperlich herausfordernd ist und einen sehr spannenden Hintergrund hat, ist es auch eine Charakterstudie dieser beiden faszinierenden Persönlichkeiten. Es war erfrischend, einen kleineren, intimeren Film zu drehen, der seinen Fokus auf die Charaktere legt.

FF: Ist The Heart of the Sea, der Film, den du momentan mit Ron Howard drehst, ähnlich zu Rush, insofern als auch er charakterzentriert ist?

CH: Es ist eine schöne Mischung. Genau das liebe ich ja – wenn ein Film sehr unterhaltsam, visuell ansprechend ist und einen auf ein Abenteuer mitnimmt und zugleich das Drehbuch aber viel Intelligenz und Integrität besitzt. Ich wusste im Vorfeld nicht, dass Herman Melville bei „Moby Dick“ von einer wahren Begebenheit inspiriert wurde. Das Buch, auf dem unser Film beruht, handelt von dieser wahren Geschichte. Der Film spielt in der Walfangindustrie im Jahre 1822. Ein Walfangschiff wird von einem Wal angegriffen und versenkt. Die Überlebenden müssen 93 Tage auf hoher See verbringen. Es ist eine Geschichte von Überleben, Heldentum und Tragödie. Die Charaktere sind sehr stark.

Chris Hemsworth Interview zu Rush 3

FF: Wenn Dir neue Drehbücher vorgeschlagen werden, findest Du es schwer, von der Rolle von Thor wegzukommen?

CH: Anfangs ja. Diese Art an Drehbüchern war natürlich die offensichtlichste Wahl, wenn es um mich ging. Aber ich habe tolle Agenten, die hart daran arbeiten, verschiedene Möglichkeiten für mich zu finden. Filme wie Rush öffnen mir viele Türen. Filmemacher reden natürlich untereinander. Michael Mann redete mit Ron Howard und schließlich drehte ich einen Film mit ihm. Es war aber eigentlich nie ein Problem für mich. Ich habe meine Chance bei Rush bekommen, weil Ron zuvor Thor gesehen hat. Ich würde deswegen da nie die Nase rümpfen

FF: Was kannst Du uns über den Cyber-Thriller erzählen, den Du mit Michael Mann gedreht hast?

CH: Ich habe den Dreh gerade beendet. Der Film spielt in der Welt des Cyber-Terrorismus. Im Prinzip wird ein Äquivalent der Chicago Board of Trade (Anm. der Red: weltälteste Terminbörse) gehacked und das löst eine Kettenreaktion bei Aktienmärkten rund um die Welt aus. Der Code, der dazu benutzt wurde, sich in das System zu hacken, wurde Jahre zuvor von meinem Filmcharakter geschrieben, der aber gerade wegen Cyber-Verbrechen im Gefängnis sitzt. Er wird dort rausgeholt und ihm wird ein Deal angeboten, wenn er mit einer gemeinsamen Sondereinheit des FBI und der chinesischen Regierung zusammenarbeitet, um diesen Kerl ausfindig zu machen. Der Film fängt in Chicago an und führt später nach Kuala Lumpur, Hong Kong und Jakarta. Es ist ein internationaler Katz-und-Maus-Krimithriller. Ich sollte mir wirklich einen Einzeiler überlegen, um den Film zu beschreiben (lacht).

FF: Das klingt auf jeden Fall sehr interessant.

CH: Es war sehr faszinierend. Ich wusste vorher nichts von jener Welt. Heutzutage ist es ein sehr aktuelles Thema, denn wir sehen, was mit Hacking und Cyber-Terrorismus möglich ist, wie zum Beispiel Stromnetze in anderen Ländern lahmzulegen. In unserem Film schaltet er (der Bösewicht) die Wasserpumpen in einem Atomkraftwerk ab, um das Kühlungssystem zu überhitzen und sorgt damit für viel Chaos. Wenn man für einen solchen Film recherchiert, wird einem bewusst, wie angreifbar Technologie uns macht.

FF: James Hunt ist eine perfekte Rolle für Dich. Wie einfach findest Du es, gesehen und für Rollen gefunden zu werden?

CH: Ich lese Drehbücher bzw. Jage ihnen hinterher anstatt mich einfach zurückzulehnen und zu warten, bis sie auf mich zukommen. Man muss proaktiv sein und man muss von den richtigen Leuten umgeben sein, die für einen die guten Drehbücher suchen. Bislang hatte ich viel Glück. Es gibt natürlich immer viele Variablen, die im Spiel sind. Ein perfektes Drehbuch kann kommen, aber man ist gerade nicht verfügbar oder man ist verfügbar, aber jemand hat sich die Rolle schon geschnappt…

FF: Was machst Du an einem freien Tag?

CH: Ich bin mit meiner Frau und meinem Kind. Ich hatte so viel zu tun in letzter Zeit und die beiden vermisse ich am meisten. Ein idealer Tag wäre einfach ein Tag mit meiner Familie.

FF: Du sagtest, dass Du vorher kein sonderlicher Formel-1-Fan warst. Interessiert Dich das nach dem Film mehr?

CH: Ja, das tut es. Wenn ich die Gelegenheit habe, würde ich mir gerne ein Rennen anschauen.

FF: War das Setting in den Siebzigern auch eine Attraktion für Dich, was die Rolle betrifft?

CH: Sicher. Das liebe ich am Schauspielern – man hat die Möglichkeit, in verschiedene Genres und Zeitepochen einzutauchen. Die Siebziger zu spielen hat mir viel Spaß gemacht, denn ich habe diese Zeit ja nicht selbst erlebt.

FF: Wie fährst Du im echten Leben? Hat der Film bei Dir das Verlangen geweckt, ein echtes Formel-1-Auto zu fahren oder Co-Pilot in einem zu sein?

CH: Natürlich! (lacht) Zu Hause, in Australien, hatten wir eine Go-Kart Strecke an dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Meine Brüder und ich fuhren dort Rennen. Wir hatten auch Motorräder. Generell bin ich aber im Straßenverkehr ziemlich konservativ.

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Hier findet Ihr weitere Interviews zu Rush – Alles für den Sieg:

Ron Howard und Peter Morgan

Niki Lauda

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