Alexandra Daddario und Taissa Farmiga in We Have Always Lived in the Castle © 2018 Further Films

Quelle: Brainstorm Media

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“Wir haben immer schon im Schloss gelebt” gehört zu den bekanntesten Werken der US-amerikanischen Mystery-Schriftstellerin Shirley Jackson und ist ihr letzter Roman, den sie vor ihrem Tod geschrieben hat. Im Gegensatz jedoch zum ihrem mehrfach adaptierten “Spuk in Hill House” wurde er in über 50 Jahren nach seiner Veröffentlichung nie verfilmt.

Dieses Missstandes nahm sich die am besten für ihre TV-Arbeiten bekannte Regisseurin Stacie Passon (“The Path”, “Transparent”) vor drei Jahren an und inszenierte mit We Have Always Lived in the Castle die allererste Verfilmung des Romans. Für die Hauptrollen trommelte sie eine namhafte Besetzung zusammen. Alexandra Daddario (Baywatch) und Taissa Farmiga (The Nun) spielen die Schwestern Constance und Merricat Blackwood, die gemeinsam mit ihrem kränklichen Onkel Julian in völliger Abgeschiedenheit auf dem Familien-Anwesen leben. Sechs Jahre zuvor wurden die Eltern der Schwestern, ihr jüngerer Bruder Thomas, Onkel Julian und seine Ehefrau Dorothy mit Arsen vergiftet. Nur Julian überlebte. Constance wurde des Giftanschlags verdächtigt, jedoch freigesprochen. Seitdem verlässt sie jedoch das Familien-Anwesen nicht, sodass Merricat alle Besorgungen im Dorf erledigen muss, wo alle Constance weiterhin für eine Mörderin halten. Die Zweisamkeit der Schwestern wird jedoch durch das Auftauchen eines entfernten Cousins, gespielt vom Marvel-Star Sebastian Stan, gestört. Er hat es auf das Vermögen der Familie abgesehen und versucht, Constance aus ihrer Isolation wegzulocken, sehr zu Merricats Verdruss. Crispin Glover (Zurück in die Zukunft) spielt Onkel Julian und Paula Malcolmson (“Ray Donovan”) Helen Clarke, eine Freundin der Familie und die einzige Außenseiterin, die Constance bei sich empfängt.

Den unheilvoll anmutenden Trailer zum Film findet Ihr unten:

We Have Always Lived in the Castle wurde bereits 2016 abgedreht, feierte aber erst letztes Jahr beim Los Angeles Film Festival seine Weltpremiere. Im Mai startete er dann regulär in ausgewählten nordamerikanischen Kinos und wurde zeitgleich digital über Video-On-Demand veröffentlicht. Hierzulande wird Kinostar den Film am 3. Oktober veröffentlichen. Erfahrungsgemäß wird dieser Verleih ihn in höchstens ein paar Dutzend Lichtspielhäuer bringen.

Der Trailer erinnert mich an Park Chan-wooks Psychothriller Stoker, in dem eine in Abgeschiedenheit lebende Familie nach einer Tragödie ebenfalls Besuch von einem charmanten, aber zwielichtigen Verwandten bekommt. Ich erwarte zwar nicht, dass We Have Always Lived in the Castle dessen Klasse erreicht, aber die Besetzung alleine ist ein Grund für mich, in den Film reinzuschauen. Zugegeben, Alexandra Daddario ist eigentlich ein Grund, in jeden Film mit ihrer Mitwirkung reinzuschauen.

We Have Alwys Lived in the Castle Trailer & Poster