Watchmen Malin Akerman

Malin Åkerman in Watchmen (2009) © Warner Bros. Pictures

Quelle: Collider

HBOs "Watchmen"-Serie aus dem letzten Jahr war eine überraschende, intelligente und komplexe Weiterentwicklung von Alan Moores und Dave Gibbons' legendärer Graphic Novel, die ein Meilenstein in dem Medium darstellt. Doch auch Zack Snyders polarisierende Filmadaption aus dem Jahr 2008 finde ich, mit einigen wenigen Abstrichen, sehr gelungen, insbesondere im Ultimate Cut. "Watchmen" ist wahrlich kein leicht zu adaptierendes oder sonderlich massentaugliches Werk, und natürlich musste Snyder hier und da Kompromisse eingehen, doch ich hatte den Eindruck, dass der Geist der Vorlage ein weiten Teilen gut getroffen wurde. Auch das veränderte Finale hat mich keineswegs gestört und der Geschichte nichts von ihrem Schlag in die Magengrube genommen.

Zwar haben sich Jackie Earle Haley und Jeffrey Dean Morgan als Rohrschach und Comedian aus dem Cast des Films besonders hervorgetan, doch Watchmen war vor allem ein Ensemblestück. Nicht alle Darsteller sind jedoch rückblickend mit der eigenen Arbeit an dem Film zufrieden gewesen. Malin Åkerman, damals noch eine relative Newcomerin, übernahm die Rolle der Laurie Jupiter alias Silk Spectre II (in der HBO-Serie als ältere Version von Jean Smart verkörpert). Wie sie kürzlich in einem sehr offenen und ehrlichen Interview gestanden hat, war sie jedoch von den Anforderungen ihrer ersten Blockbuster-Produktion überfordert und hat sich im Vergleich zu ihren Co-Stars minderwertig gefühlt. Diese einschneidende Erfahrung hatte eine Auswirkung darauf, wie sie sich ihre späteren Rollen ausgesucht hat: (aus dem Englischen)

Ich würde sagen, dass Watchmen eine große Veränderung war, weil ich das Gefühl hatte, dass er eine Nummer zu groß für mich war. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten, weil es ein so großer Film war und ich wirklich keine Ahnung hatte, was ich tue. Ich hatte keine Ausbildung und ich habe mit diesen fabelhaften Theater-Schauspielern zusammengearbeitet, die die bestmögliche Ausbildung hatten. Ich fühlte mich unwürdig, dort zu sein. Ich hatte das Gefühl, als hätte ich sie dazu ausgetrickst, dass sie mich besetzen. Es gab Vieles, was ich damals durchgemacht habe, also war es definitiv eine Veränderung und ich habe einfach gesagt: "Okay, ich kann nicht mehr einfach nur mitlaufen. Ich muss anfangen, selbst Entscheidungen darüber zu treffen, was ich lernen will, in welche Richtung ich gehen will, wie ich mich kreativ entfalten will, was mir Spaß macht. Ich muss mit meinem besten Fuß vorangehen. Ich möchte nicht das Gefühl haben, dass ich das schwächste Glied in einer Produktion bin".

Es war Ebbe und Flut von Tag zu Tag. An manchen Tagen habe ich mich besser gefühlt als an anderen. Aber ja, größtenteils waren alle Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, so gut, dass ich den Unterschied gemerkt habe. Mir ist klargeworden, dass ich nicht wusste, wie ich mich auf eine Rolle vorbereite, und sie wussten es, und das hat mich wirklich fertig gemacht. Es war eher so, dass ich über mich selbst enttäuscht war, weil ich mir nicht mehr Zeit genommen habe, bevor ich mich darauf eingelassen habe, aber mir ist auch klar geworden, dass ich es nicht tat, weil ich nicht wusste, in welche Richtung ich gehe. Ich bin nicht meinen eigenen Weg gegangen. Wisst ihr was ich meine? Heutzutage nehme ich Rollen an, und ich stelle sicher, dass es etwas ist, was ich entwickeln und womit ich arbeiten kann, und dass ich es interessant finde und vorbereitet komme.

Tatsächlich war Åkerman eine der wenigen Besetzungen des Films, die mich nicht ganz überzeugt haben. Nach Watchmen ist sie effektreichen Big-Budget-Filmen, mit der Ausnahme der Schurkenrolle in Rampage – Big Meets Bigger, tatsächlich ferngeblieben und fokussierte sich vor allem auf kleinere Dramen, Thriller und Komödien. Eine ihrer besten Rollen spielt sie seit 2016 in der Finanzserie "Billions" als Ehefrau von Damian Lewis' Hauptfigur.

Wie fandet Ihr sie in Watchmen?