The Mule Clint Eastwood

Clint Eastwood in Back in the Game (2012) © Warner Bros. Pictures

Quelle: Warner Bros. Pictures

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Clint Eastwood ist eine der größten Ikonen des US-amerikanischen Kinos und das längst nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur. In dieser Funktion gewann er auch schon zwei Oscars zusätzlich zu zwei weiteren als Produzent (jeweils für Erbarmungslos und Million Dollar Baby). Mit American Sniper gelang dem damals 84-jährigen Filmemacher der mit Abstand größte Kassenhit seiner Karriere.

In den letzten Jahren nahm Eastwood Abstand von der Schauspielerei und konzentrierte sich auf seine Arbeit als Regisseur. Sein letzter Filmauftritt in Back to the Game liegt bereits sechs Jahre zurück und das ausnahmsweise in einem Film, den er nicht selbst inszeniert hat.

Deshalb ist sein neuster Streifen, The Mule, auf jeden Fall ein kleines Ereignis für alle Filmfans. Es ist der erste Film seit Gran Torino vor zehn Jahren, bei dem Eastwood sowohl die Hauptrolle als auch die Regie übernommen hat. Das Drehbuch stammt vom Gran-Torino-Autor Nick Schenk. Basierend auf einer wahren Geschichte spielt Eastwood darin den Weltkriegsveteran Earl Stone, einen Mann in seinen Achtzigern, der einsam und pleite ist und vor der Zwangsvollstreckung steht. Dann wird ihm ein simpler und überraschend gut bezahlter Job angeboten. Er muss lediglich Auto fahren. Was er anfangs nicht weiß, ist, dass er als Drogenkurier von einem mexikanischen Kartell angeheuert wurde. Das läuft dann so gut, dass seine Ladung immer größer wird und Earl einen Verbindungsmann beim Kartell bekommt. Doch auch der knallhharte DEA-Agent Colin Bates fällt der mysteriöse neue Kurier auf. Earl gerät ins Kreuzfeuer zwischen den Männern des Kartells und den Justizbehörden.

Es die unglaubliche Geschichte des 87-jährigen Leo Sharp, der als ältester Kartell-Drogenkurier 2011 verhaftet und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, die sich Eastwood als das Projekt auserkoren hat, um auf die Leinwand zurückzukehren. Wie es aussieht, werden wir auch nicht mehr lange auf sein Comeback warten müssen. Warner Bros. hat den Starttermin des Films auf den 14. Dezember gelegt, und das obwohl die Dreharbeiten erst im Juni begonnen haben. Eastwood hat den Ruf, seine Filme sehr schnell und kosteneffektiv zu drehen, er überzieht nie das Budget oder die angesetzte Drehzeit. So begann er mit Gran Torino im Juli 2008 und im Dezember des gleichen Jahres war der Film auch schon in den Kinos.

Der Kinostart im Dezember bedeutet auch, dass Warner Oscarhoffnungen für The Mule hegt. Schließlich hat Eastwood als Darsteller noch nie den Goldjungen gewonnen und seine Rolle in The Mule klingt nach einem Part mit Oscarpotenzial, insbesondere angesichts seines Status in Hollywood. Ein deutscher Starttermin steht leider noch nicht fest.

Neben Eastwood spielt in The Mule auch sein American-Sniper-Star Bradley Cooper mit. Für Cooper ist es der zweite potenzielle Oscarfilm dieses Jahr neben seinem Regiedebüt A Star is Born – übrigens von Eastwood produziert. Cooper spielt in The Mule den DEA-Agenten, auf dessen Radar Earl gerät.

Michael Peña (Ant-Man) übernimmt in dem Film die Rolle von Earls Kartell-Verbindung und Dianne Wiest (“Life in Pieces”) spielt Earls Ex-Frau. Laurence Fishburne (Matrix), Taissa Farmiga (The Nun) und Clints Tochter Alison Eastwood spielen weitere Rollen in dem Film, der möglicherweise für Wirbel in der kommenden Oscar-Saison sorgen wird.