Terminator 6 Linda Hamilton

Linda Hamilton in Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991) © Studiocanal

Quelle: The Hollywood Reporter

Bei einem Fan-Screening der 3D-Version von Terminator 2 – Tag der Abrechnung, enthüllte Regisseur James Cameron einen echten Knüller hinsichtlich des neuen Terminator-Films, an dem er gemeinsam mit dem Produzenten David Ellison von Skydance und dem Deadpool-Regisseur Tim Miller arbeitet. Linda Hamilton, die in Camerons beiden Terminator-Filmen die Mutter des Messias John Connor spielte, wird im nächsten Film zurückkehren! Die einzig wahre Sarah Connor, die seitdem von den "Game of Thrones"-Stars Lena Headey (in "Terminator: The Sarah Connor Chronicles") und Emilia Clarke (Terminator: Genisys) verkörpert wurde, wird im sechsten Terminator-Film wieder dabei sein und vermutlich einem weiteren Terminator in den Arsch treten. Offensichtlich hat Hamilton ihre Differenzen mit James Cameron, mit dem sie einst verheiratet war, mittlerweile überwunden. Wenn ich mich nämlich recht erinnere, war sie nach der Trennung auf ihren Ex nicht sonderlich gut zu sprechen.

Cameron begründete Hamiltons Rückkehr als ein Statement, dass auch ältere Frauen gute Actionheldinnen abgeben können: (aus dem Englischen)

So wichtig, wie sie für ihr Geschlecht und für die Actionstars weltweit war, wird es ein großes Statement sein, diese erfahrene Kriegerin zurückzubringen. Es gibt heutzutage 50-, 60-jährige Kerle, die immer noch böse Buben töten, aber es gibt kein solches Beispiel bei Frauen.

Wo er Recht hat, hat er Recht. Es war zwar auch mal eine weibliche Version von The Expendables angedacht, doch daraus ist bis heute nichts geworden. Hamilton wird also vermutlich demnächst viel Zeit im Fitnessstudio verbringen, um sich wieder in Form für einen weiteren Terminator zu bringen.

Diese Enthüllung bestätigt auch, dass der neue Terminator alle Sequels nach Terminator 2 ignorieren (Sarah war tot zum Zeitpunkt von Terminator 3) und Camerons letzten Film im Franchise direkt fortsetzen wird. Da Cameron seine Unzufriedenheit mit allen weiteren Sequels äußerte, ist das nicht verwunderlich. Im Prinzip ist der Ansatz also in etwas der gleiche, den Neill Blomkamp bei seinem geplanten, aber nicht verwirklichten Alien 5 hatte, der ebenfalls direkt nach Camerons Aliens – Die Rückkehr weitergehen sollte.

Zuvor wurde bereits bestätigt, dass auch Arnold Schwarzenegger im nächsten Film wieder dabei sein wird, möglicherweise aber nicht (nur) als T-800, sondern auch als Mensch, der das Vorbild für das Aussehen des Cyborgs war.

Im Zentrum des neuen Films wird aber eine ganz neue Figur stehen, wie Cameron enthüllte: (aus dem Englischen)

Wir suchen eine etwa 18 Jahre alte Schauspielerin, die im Fokus der neuen Geschichte stehen wird. Zeitreisen werden immer noch eine Rolle spielen. Wir werden Charaktere aus der Zukunft und aus der Gegenwart im Film haben. Es werden hauptsächlich neue Figuren sein, aber wir werden Arnolds und Lindas Figuren darin als Anker haben.

Cameron wird 2019 die nordamerikanischen Rechte am Franchise zurückerlangen (jedoch nicht die internationalen), doch wenn alles gut läuft, sollen die Dreharbeiten zu Terminator 6 bereits nächstes Jahr anlaufen. Der Film soll der Auftakt einer neuen Trilogie von Terminator-Filmen sein (wie das bei Terminator: Die Erlösung und Terminator: Genisys auch der Fall war, bevor sie an den Kinokassen floppten). Eine Autorengruppe arbeitet aktuell an der Geschichte der neuen Trilogie, darunter David Goyer (Man of Steel), Charles Eglee ("The Shield") und Josh Friedman, der Schöpfer der Terminator-Reihe. Cameron holte Leute ins Boot, mit denen er bereits zusammengearbeitet hat. Sowohl Goyer als auch Eglee schrieben für seine TV-Serie "Dark Angel".

Ich habe die 3D-Wiederaufführung von Terminator 2 schon zweimal im Kino gesehen und bin weiterhin davon überzeugt, dass es eigentlich der perfekte Abschluss der Reihe war. Dennoch bin ich neugierig, welche Idee es ist, die sich Cameron und sein Team für den nächsten Film ausgedacht haben. Es ist nur schade, dass Cameron selbst nicht Regie führen wird, weil er vermutlich die nächsten 20 Jahre mit Avatar-Sequels verbringen wird. Doch seine Beteiligung an der Entwicklung des neuen Films scheint sehr unmittelbar zu sein.