Sylvester Stallone wollte nicht Trumps "Sonderbotschafter" in Hollywood sein, wurde aber trotzdem ernannt

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Filmschaffenden und Schauspieler aus Hollywood politisch eher linksliberal orientiert sind und daher auch keine Fans der aktuellen US-Regierung unter Donald Trump sind. Aber auch viele Republikaner aus Hollywood, wie Arnold Schwarzenegger, Gary Sinise und Patricia Heaton, wandten sich gegen Trump. Nichtsdestotrotz hat der 47. US-Präsident immer noch einige Befürworter in Hollywood und drei der prominentesten von ihnen ernannte Trump im Januar 2025, vier Tage vor seiner zweiten Vereidigung als Präsident, zu sogenannten "Sonderbotschaftern" in Hollywood: Jon Voight, Mel Gibson und Sylvester Stallone. Weder spezifizierte Trump zu dem Zeitpunkt, was diese Rolle beinhaltet, noch war die Ernennung mit den Schauspielern vorher abgesprochen. Gibson, der jüngste der drei Sonderbotschafter, erklärte kurz darauf, dass er davon genauso erfahren habe wie die restliche Welt: aus den Medien.

Dennoch war Gibson sofort bereit, dem Ruf zu folgen und seine Bürgerpflicht zu erfüllen. Tatsächlich leitete er seitdem ein Pilotprojekt in die Wege für eine Zusammenarbeit zwischen der US-amerikanischen und der italienischen Filmindustrie, das im Idealfall die erste von vielen solchen internationalen Kollaborationen werden soll. Voight traf sich kürzlich mit Trump persönlich, um über eine steuerliche Incentivierung für Film- und Serienproduktionen, die in Kalifornien produziert werden, zu reden.

Doch nicht alle sind an dieser aufgezwungenen Rolle so interessiert. Sylvester Stallone enthüllte im Interview mit The Sunday Times, dass er die Rolle in einem Vorabgespräch mit Trump abgelehnt habe. Stallone unterstütze Trump während seines letzten Wahlkampfs und bezeichnete ihn sogar als "zweiten George Washington" (während sich Washington im Grab so heftig umdrehte, dass ihm schwindelig wurde), hielt jedoch wenig von der Idee, als sein Botschafter in Hollywood zu fungieren: (aus dem Englischen)

Hollywood ist wie ein feudaler Staat, schätze ich. Sie haben ihre kleinen Königreiche. Man geht nicht einfach hin und schreibt sechs Studios vor, was sie zu tun haben. Und Mel Gibson und Jon Voight, wir machen unser eigenes Ding. Nein, das wird nicht funktionieren.

Ich sagte danke und tschüss, weil es unmöglich ist. Hollywood funktioniert und wird sich weiterentwickeln. Es ist ein Geschäft und Geschäftsleute wollen nicht, dass ich ihnen etwas über die Finanzen erzähle.

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Bekanntlich versteht Trump jedoch kein "Nein" und vergab Stallone trotzdem den Titel des Sonderbotschafters. Stallone erzählte dazu:

Tja, dann ist es passiert. Ich habe eines Abends ferngesehen und dann hieß es: "Stallone und Mel Gibson und Jon Voight werden…" Und ich dachte nur: "Was? Bitte was? Wirklich?" Denn wenn sie mich am Anfang gefragt hätten, hätte ich gesagt, dass es nicht möglich ist.

Ob das etwas an seiner Begeisterung für Trump geändert hat und wie er zur vehementen Ablehnung Trumps durch seinen guten Kumpel Arnold Schwarzenegger steht, hat Sly leider nicht verraten.

Quelle: The Sunday Times

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