Star Wars Realserie

© Lucasfilm

Quelle: Variety

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Eine Star-Wars-Meldung kommt selten allein…

Bob Iger, der CEO von Walt Disney Pictures, hat bestätigt, dass eine Realserie aus der Welt der Star-Wars-Filme offiziell in Arbeit sei. Zu dieser gibt es noch keinerlei weitere Details, außer dass sie auf Disneys exklusivem Streaming-Dienst Premiere feiern wird, der voraussichtlich Ende 2019 an den Start gehen wird.

Bereits zu den Zeiten, als Lucasfilm noch George Lucas gehörte, gab es fortgeschrittene Pläne für eine “Star Wars”-Realserie. Diese trug den Arbeitstitel “Star Wars: Underworld” und sollte von der kriminellen Unterwelt des Star-Wars-Universums handeln. Angeblich waren sogar schon zahlreiche Drehbücher und Designs für die Serie fertig. Inwiefern diese in die neue Serie einfließen werden, ist unbekannt, doch ich gehe nicht davon aus.

Die allererste “Star Wars”-Realserie überhaupt im Programm zu haben ist definitiv ein sehr starkes Verkaufargument für den Disney-Streaming-Dienst, der darüber hinaus jede einzelne jemals produzierte Episode einer Disney-Zeichentrickserie sowie Hunderte von Disneys Kinofilmen bieten wird. Doch wie jeder Streaming-Anbieter, der sich profilieren möchte, wird auch Disney auf exklusiven Content setzen und werden laut Iger neben einer “Star Wars”-Serie auch eine Animationsserie zu Pixars Die Monster AG gehören, ebenso wie eine “High School Musical”-Serie. Darüber hinaus wird Disney auch weitere Marvel-Serien für den eigenen Dienst produzieren und hier wird es interessant. Laut dem Bericht von Variety ist es wahrscheinlich, dass bisherige Marvel-Serien wie “Luke Cage”, “Daredevil” oder “Jessica Jones” Netflix verlassen und zu Disneys eigenem Dienst ziehen werden, worüber sich viele Netflix-Abonnenten sicherlich empören dürften. Außerdem frage ich mich, ob Disney auch ohne Netflix bereit sein wird, düstere, gewalttätige Serien wie “Daredevil” und “The Punisher” weiter zu produzieren.

Auf jeden Fall sieht es ganz so aus, als würde Disney ein wirklich attraktives Programm für Abonnenten bereithalten. Ich hoffe jedoch, dass es nicht dazu führt, dass bald jedes Studio einen solchen Dienst anbietet, denn das würde das System über kurz oder lang in sich zusammenberechen lassen.