Solid Snake Oscar Isaac

Links: Oscar Isaac in Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers © 2019 Lucasfilm/Walt Disney Pictures
Rechts: "Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" © 2008 Konami

Quelle: Deadline

Da soll noch einer sagen, dass Wünsche nicht wahr werden! Als Oscar Isaac Anfang 2019 in einem Interview zu seinem Netflix-Film Triple Frontier gefragt wurde, in welcher Videospielverfilmung er gerne mitspielen würde, zögerte er nicht lange und nannte Hideo Kojimas gefeierten Stealth-Shooter "Metal Gear Solid" als seine erste Wahl. Regisseur Jordan Vogt-Roberts hat diesen Wunsch öffentlich wahrgenommen und entgegnete, dass obwohl der Besetzungsprozess noch gar nicht begonnen habe, Isaac nun dran sei, zu zeigen, was er drauf hat.

Spulen wir 21 Monate und eine Pandemie vor: Industrie-Portal Deadline berichtet aus sicheren Quellen, dass Isaac tatsächlich der Hauptkandidat für die Rolle des Elitesoldaten Solid Snake in Sonys Metal Gear Solid ist.

Der in Guatemala geborene Isaac machte sich in den letzten zehn Jahren vor allem in gefeierten Indie-Filmen wie Drive, Inside Llewyn Davis, Ex Machina und A Most Violent Year einen Namen, scheute sich aber auch nicht vor Auftritten in großen Blockbuster-Produktionen wie X-Men: Apocalypse und Disneys Star-Wars-Sequels. Obwohl er nach der Arbeit an den Star-Wars-Filmen ein wenig desillusioniert zu sein schien (kein Wunder, so wie die Filme das Potenzial seines Charakters nicht ausgenutzt haben), wird er die Zusammenarbeit mit Disney demnächst als Hauptdarsteller der Marvel-Serie "Moon Knight" für Disney+ fortsetzen. Sowohl diese Serie als auch HBOs Neuadaption von Ingmar Bergmans Miniserie "Szenen einer Ehe" werden Isaacs unmittelbar nächsten Projekte sein, sodass es definitiv noch eine Weile dauern wird, bis er die Augenklappe von Solid Snake anziehen wird.

Aber mit langer Wartezeit auf Videospieladaptionen kennt sich Sony ja bestens auch. Der kürzlich abgedrehte Uncharted-Film befand sich rund zehn Jahre in Entwicklung und wechselte in der Zeit sechsmal seinen Regisseur. Der Metal-Gear-Solid-Film ist sogar schon seit insgesamt 14 Jahren geplant. Zwischenzeitlich bremste Konami die Verfilmung aus, aus Angst, dass ein schlechter Film sich negativ auf das Image der gefeierten Spiele auswirken könnte. Dass jedoch ein so filmreifes Spiel wie "Metal Gear Solid" eines Tages ins andere Medium wechseln würde, schien unausweichlich.

Im Gegensatz zu Uncharted, wechselte Metal Gear Solid nicht zigfach seinen Regisseur. Vielmehr wurde Jordan Vogt-Roberts, der Filmemacher mit Hollywoods epischstem Bart, bereits 2014 verpflichtet, ganze drei Jahre bevor sein Kong: Skull Island in die Kinos kam und zeigte, dass er auch ein Händchen fürs Big-Budget-Kino hat. Seitdem ist er unverändert als Regisseur des Films gesetzt. Jordan-Vogt ist ein bekennender Fan der Spiele und hat hoch und heilig versprochen, den Vorstellungen von Hideo Kojima treu zu bleiben. Kojima selbst hat den Drehbuchautor Derek Connolly (Jurassic World) als Berater unterstützt.

Kojimas Wunschkandidat für die Rolle war eigentlich Hugh Jackman, doch er räumte ein, auch für andere Ideen offen zu sein. Isaac ist ein toller Schauspieler, der bisher allerdings nicht viel Glück mit seinen Blockbuster-Rollen hatte. Das wird sich allerdings hoffentlich schon mit seinem Auftritt in Denis Villeneuves Dune nächstes Jahr ändern. Seine Besetzung in Metal Gear Solid erhöht definitiv die Priorität, die das Projekt bei Sony einnimmt.