Shay Mitchell, Troian Bellisario, Ashley Benson und Lucy Hale in "Pretty Little Liars" © 2016 Disney Enterprises, Inc. All rights reserved.

Quelle: TVLine

Sieben Jahre fieberten die Zuschauer mit Spencer Hastings, Alison DiLaurentis, Aria Montgomery, Hanna Marin und Emily Fields mit, als sie von diversen mysteriösen Figuren verfolgt, bedroht und gequält wurden. "Pretty Little Liars" war eins der ultimativsten Guilty Pleasures der 2010er, hochwertig produziert, doch dramaturgisch letztlich eine reißerische Teenie-Soap, die sich der vergnügten Absurdität ihrer eigenen Wendungen und Plotverläufe bewusst war. Dafür liebten die Zuschauer die Serie auch. Weniger konnten sie sich jedoch mit den versuchten Spin-Offs anfreunden – weder mit der übernatürlichen "Ravenswood" aus dem Jahr 2014 noch mit "Pretty Little Liars: The Perfectionists", die erst letztes Jahr lief und die Geschichte einiger Hauptfiguren aus der Originalserie fortsetzte. Das Zuschauerinteresse an beiden Serien war eher lauwarm und nach einer Staffel wurden beide eingestellt.

Die Leiche von "The Perfectionists" ist noch nicht einmal kalt, schon wird fleißig an einem kompletten Reboot mit dem Titel "Pretty Little Liars: Original Sin" gearbeitet. Nach dem Motto "Neue Stadt, neue Geheimnisse, neue Lügnerinnen" folgt dieses einer neuen Gruppe grundverschiedener Teenagerinnen aus der Arbeiterstadt Milkwood, die 20 Jahre zuvor durch eine Reihe tragischer Ereignisse beinahe auseinandergerissen wurde. Die Mädchen werden von einem geheimnisvollen Angreifer gequält werden, die sie für die Sünden ihrer Eltern sowie ihre eigenen Verfehlungen bezahlen lassen will.

Im Gegensatz zu bisherigen "Pretty Little Liars"-Serien wird "Original Sin" in den USA nicht im regulären Fernsehen von Freeform ausgestrahlt, sondern exklusiv für Warners Streaming-Dienst HBO Max produziert werden. Dieser hat bereits eine zehnteilige erste Staffel der Serie in Auftrag gegeben. Auch der kreative Kopf hinter den Kulissen hat sich geändert. "Original Sin" wird nicht von der ursprünglichen "Pretty Little Liars"-Macherin I. Marlene King entwickelt und produziert, sondern vom "Riverdale"-Schöpfer Roberto Aguirre-Sacasa. Das passt eigentlich wie die Faust aufs Auge, da "Riverdale" bereits einige Anflüge von "Pretty Little Liars" hat und mit der Serie immer wieder verglichen wird. Aguirre-Sacasa verspricht, dass seine Serie Kings Arbeit am Original ehren, aber auch einen eigenen Weg gehen wird. Er beschreibt das Reboot als eine horrorlastige, Coming-of-Rage-Geschichte, viele Meilen entfernt von Rosewood (dem Schauplatz der Originalserie).

Die jungen Lügnerinnen wurden für das Reboot noch nicht besetzt, doch zur Serienankündigung wurde sogar schon der erste Teaser (unten) veröffentlicht, was bedeutet, dass HBO Max die Neuauflage schnell vorantreiben wird. Da es den Streamer in Deutschland nicht gibt, wird die neue Serie vermutlich bei Sky zu sehen sein, aufgrund des Exklusivvertrags zwischen dem Pay-TV-Sender und HBO.