Candice Bergen in "Murphy Brown" © 2018 CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved

Quelle: CBS

Neben Reboots und Remakes sind Revivals ein weiterer Serientrend der letzten Jahren. Dabei werden die meisten Darsteller einer Originalserie, die bereits in den 90ern oder 2000ern endete, für neue Staffeln zurückgebracht. Doch nicht jedes Revival kann so erfolgreich sein wie "Will & Grace" oder "Fuller House". Diese Lektion hat CBS jetzt auf die harte Tour gelernt und setzte das "Murphy Brown"-Revival nach nur einer neuen Staffel aus insgesamt 13 Episoden ab.

Die Serie über die titelgebende resolute Fernsehjournalistin und alleinerziehende Mutter, gespielt von Candice Bergen, gehörte ein den USA zu den größten Serienhits der Neunziger und hatte den Finger stets am Puls der Zeit. Bergen gewann für ihre Performance fünf Emmys und zwei Golden Globes. Nach zehn Staffeln wurde die Serie 1998 verabschiedet. Obwohl es schon früher Gespräche über ein Revival gab, gab letztlich Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten den endgültigen Anstoß für die Rückkehr der Serie 20 Jahre nach ihrer letzten Folge. In der 11. Staffel präsentierte sich "Murphy Brown" wieder sehr politisch und liberal, wodurch die Serie die Zuschauer natürlich polarisierte.

Doch das größte Problem des Revival war, dass es kaum neue Fans erreichte. Die wöchentlichen Zuschauerzahlen waren insgesamt solide, doch in der jüngeren und werberelevanten Zielgruppe 18-49 wurde "Murphy Brown" zur quootenschwchsten Comedyserie des Senders. Es waren wohl vor allem ältere Fans der Originalserie an neuen Folgen interessiert. Also machte CBS kurzen Prozess und entließ das Team von Murphy in the Morning (Murphy Browns neue Fernsehsendung im Revival).

Ob das Revival in absehbarer Zeit nach Deutschland kommen wird, ist fraglich. Hierzulande erfreute sich die eng mit der US-Politik verknüpfte Serie keiner großen Beliebtheit. Zuletzt liefen Wiederholungen der alten Folgen vor sechs Jahren im deutschen Fernsehen.