Keine Zeit zu sterben: Kinostart des Bond-Films bis Ostern 2021 verschoben

Daniel Craig und Ana de Armas in James Bond 007: Keine Zeit zu sterben © 2020 Eon Productions/Universal Pictures International

Quellen: MGM, Eon Productions

Tja, da hat uns die verstärkte Marketing-Kampagne von Universal und MGM umsonst Hoffnungen gemacht, dass Daniel Craigs letzter Einsatz im Geheimdienst Ihrer Majestät im November erfolgen würde. In einer gemeinsamen Pressemitteilung mit den Bond-Rechteinhabern Eon Productions haben die Studios bekanntgegeben, dass der 25. James-Bond-Film Keine Zeit zu sterben von November bis Ostern 2021 verschoben werden wird. Der neue deutsche Kinostart ist am 31.03.2021 und damit fast exakt ein Jahr nach seinem ursprünglichen vor-Corona-Startdatum.

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Eigentlich sollte diese Startverschiebung abzusehen gewesen sein. Nach und nach räumten andere Studios den Startkalender im Herbst leer und verlegten ihre großen Filme bis Dezember oder direkt ins nächste Jahr. Mit Tenet hat Warner viel gewagt und leider nicht den erhofften Triumph an den weltweiten Kinokassen erzielt. Den Kinos gewährte Christopher Nolans Film vermutlich einen Aufschub der Krisensituation, doch den anderen Studios machte er nicht gerade Mut, ihre Big-Budget-Filme unter den aktuellen Umständen herauszubringen.

Doch während die anderen Studios das Handtuch geworfen haben, wurde das Marketing zu Keine Zeit zu sterben im September paradoxerweise hochgefahren. Es wurde erst ein brandneuer Trailer veröffentlicht, dann ein neues Poster mit November-Startankündigung und Featurette zum Bösewicht Safin, gespielt von Rami Malek. Vor wenigen Tagen ist das offizielle Musikvideo zu Billie Eilishs "No Time to Die" erschienen, virtuelle Interviews mit den Darstellern wurden für die Presse im November terminiert, und noch diese Woche erzählte eine Pressevertreterin von Universal, dass das Studio den Film definitiv in die Kinos bringen werde.

Freitagmorgen fanden noch Gespräche zwischen Universal und einigen Kinoketten in Deutschland wegen des Vorverkaufsstarts statt, am selben Abend wurde der Kinostart dann verschoben. Die endgültige Entscheidung liegt nämlich nicht bei Universal, die lediglich den internationalen Vertrieb übernehmen, sondern bei MGM und Eon. Und angesichts der aktuellen Lage in Nordamerika, dem partiellen Lockdown in Spanien und den drohenden Lockdowns in Großbritannien und Frankreich, war es einfach nicht vertretbar, einen Film mit so großem Kassenpotenzial im November herauszubringen. Skyfall und Spectre, die letzten beiden Craig-Bonds, spielten weltweit zusammengerechnet fast $2 Milliarden ein. Einnahmen in dieser Höhe sind aktuell für alle Filme schlicht unmöglich. Sie werden vermutlich auch nächstes Jahr im April unmöglich sein, doch die Hoffnung ist, dass sich die Situation bis dahin erheblich bessert.

Die wahren Verlierer sind natürlich die Kinos, denen wohl nichts Anderes übrig bleibt, als bis Dezember Tenet als Hauptattraktion zu spielen. Immerhin hat Warner bis Jahresende noch neun Filme (!) in Deutschland auf dem Startplan stehen, auch wenn die meisten nicht das Kaliber von Tenet haben. Im Dezember sollte sich die Situation mit Tod auf dem Nil, Wonder Woman 1984, Free Guy und Monster Hunter hoffentlich etwas besser, aber Oktober und November sehen für die Lichtspielhäuser wirklich düster aus.

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