Grand Theft Auto VI

© Rockstar Games

Quelle: Kotaku

"Red Dead Redemption 2" war ohne Frage das größte Videospiel-Event von 2018. Rockstar Games' heiß erwartetes Game-Sequel verkaufte sich bis heute knapp 29 Millionen Mal. Die Einnahmen sind spektakulär, doch sie verblassen im Vergleich zu "Grand Theft Auto V". Im September 2013 veröffentlicht, erreichte das Spiel diesen Februar einen neuen Meilenstein mit mehr als 120 Millionen verkauften Spielen weltweit. Nur "Minecraft" hat bislang mehr abgesetzt. Allein in den ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung setzte GTA V weltweit 815 Millionen US-Dollar um – es war der größte Starttag-Umsatz eines Entertainment-Produkts in der gesamten Weltgeschichte.

Die Verkäufe von "Grand Theft Auto V" haben die Erwartungen weit übertroffen und die meisten Kritiken überschlugen sich mit Lob für das Open-World-Actionspiel. Die 1997 begonnene Reihe erreichte nach 16 Jahren ihren bisherigen Höhepunkt. Damit stellte sie zugleich auch eine große Herausforderung an den nächsten Titel der Reihe, denn wie will man das noch toppen? Vor dem letzten Spiel mussten GTA-Fans nie länger als fünf Jahre auf ein neues warten. Doch inzwischen sind fast sieben Jahre seit "Grand Theft Auto V" vergangen und GTA VI ist noch nicht in Sicht.

Nun die gute Nachricht ist, dass "Grand Theft Auto VI" tatsächlich das nächste Spiel von Rockstar werden soll. Allerdings müssen sich die Zocker noch eine Weile in Geduld üben. Games-Newsportal Kotaku berichtet, dass GTA VI noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium sei. Die notwendige Änderung der problematischen Unternehmenskultur wird das Spiel etwas verzögern.

Seit in den letzten Jahren die 100-Stunden-Arbeitswochen der Mitarbeiter von zahlreichen Videospielentwicklern, darunter auch Rockstar, heftig in Kritik geraten sind, unternimmt Rockstar jetzt konkrete Schritte, um die Situation zu verbessern, mehr Gleitzeit zu ermöglichen und die Mitarbeiter unter weniger Zeitdruck zu setzen. Angeblich sollen die Veränderungen bereits große Wirkung gezeigt haben. So berichtet Kotaku, dass mehrere Mitarbeiter, die 2018 Rockstar wegen der unerträglichen Arbeitsbedingungen verlassen wollten, jetzt doch noch länger bleiben werden.

Eine Strategie, um den Stress der Mitarbeiter und die Überstunden zu reduzieren, besteht darin, dass die Welt von "Grand Theft Auto VI" bei Release deutlich "kleiner" sein wird als beim vorigen Spiel (aber natürlich immer noch sehr groß) und erst mit regelmäßigen Updates weiter ausgebaut werden wird. Ich denke, das ist eine Herangehensweise, mit der die meisten Spieler auch gut leben können.