Gotham City Sirens

Margot Robbie in Suicide Squad (2016) © Warner Bros. Pictures

Quelle: Forbes

Ein großer Unterschied zwischen dem Marvel- und dem DC-Kinouniversum, ist dass obwohl Marvels Pläne sehr umfangreich sind, sie sehr strukturiert wirken und es wirklich nicht schwer fällt, zwischen Gerüchten und Fakten zu unterscheiden. Wir wissen ganz genau, welche Filme das Marvel Cinematic Universe bis zum Abschluss von Phase Drei hervorbringen wird (Thor – Tag der Entscheidung, Black Panther, Avengers: Infinity War, Ant-Man and the Wasp, Captain Marvel, Avengers 4), wir wissen auch, dass ein neuer Spider-Man-Film die vierte Phase einleiten wird und diese auch Guardians of the Galaxy 3 beinhalten wird. Alles darüber hinaus sind bestenfalls vage Gerüchte.

Von Warner/DC hat kein anderer Film außer Justice League, Aquaman und Wonder Woman 2 momentan einen festgelegten Starttermin. Dann gibt es aber noch unzählige weitere DC-Verfilmungen von Warner, die sich in unterschiedlichen, teilweise uneindeutigen Stadien der Entwicklung befinden, wie The Batman, Shazam!, Black Adam, Flashpoint, Green Lantern Corps, Batgirl und Nightwing. Es lässt sich kein klarer Plan oder eine Strategie erkennen und in den letzten Wochen wurde es noch konfuser als uns erst die Meldung eines Joker-Origins-Films ohne Jared Leto erreichte (produziert von Martin Scorsese!) und nur wenige Tage später von einem Spin-Off über den Joker und Harley Quinn, diesmal mit Leto und Margot Robbie, berichtet wurde. Es kam der Punkt, an dem sogar die Fans, die die Entwicklung des DC Extended Universe genau verfolgt haben, verwirrt waren. Die bereits mehrfach zurückgewiesenen, aber weiterhin hartnäckigen Gemunkel über Ben Afflecks Ausstieg als Batman machen es nicht einfacher, zwischen Gerüchten, handfesten Informationen und offiziellen Studio-Ankündigungen zu trennen. Wichtig ist zu bedenken, dass nur wenn ein Studio etwas nicht offiziell bekanntgegeben hat, es nicht automatisch ein Gerücht ist und es zahlreiche News-Portale gibt, deren Informationen überaus vertrauenswürdig sind.

Daher zur Klarstellung: der Joker-Film, das Joker/Harley-Spin-Off und Suicide Squad 2 befinden sich aktuell allesamt in Entwicklung bei Warner Bros. Doch spätestens die Meldung zum Joker/Harley Quinn-Film warf eine andere Frage auf: wie steht es eigentlich um Gotham City Sirens? Bereits vor dem Start von Suicide Squad gab es Gespräche über ein Harley-Quinn-Spin-Off mit Margot Robbie und im Dezember letzten Jahres wurde es offiziell. Nicht nur Harley Quinn soll jedoch im Mittelpunkt des Films stehen, sondern auch Catwoman und Poison Ivy, zwei weitere zwielichtige Frauen aus Gotham City. David Ayer verzichtete auf die Regie des Suicide-Squad-Sequels zugunsten Gotham City Sirens und bestätigte erst letzten Monat bei der Comic-Con, dass er dem Film treu bleibt.

Doch wo genau passt er in Warners aktuellen Plan rein? Laut der letzten Meldung sah dieser nämlich vor, zunächst Suicide Squad 2 zu produzieren und danach möglichst schnell den Joker/Harley Quinn-Film, wobei Margot Robbie und Jared Leto in beiden mitspielen würden. Zuvor wurde auch berichtet, dass Jared Leto den Joker auch in Gotham City Sirens verkörpern soll. Schnell kamen Vermutungen auf, dass das Spin-Off mit Robbie und ihm den Gotham-Schurkinnen-Film ersetzen würde.

Falls Ihr Euch auf Gotham City Sirens gefreut habt, könnt Ihr aufatmen, denn der Film soll immer noch kommen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes unter Berufung auf eine interne Quelle bei Warner Bros. Laut dieser seien Harley, Catwoman und Poison Ivy "dem Studio immer noch sehr wichtig und dazu auch noch ein supercooles Team". Dem kann man wohl nicht widersprechen.

Allerdings beantwortet das nicht die Frage, wie die Priorität des Films ist und wenn Suicide Squad 2 und das Joker/Harley-Spin-Off tatsächlich vorgezogen werden, wird Gotham City Sirens vermutlich nicht vor 2020 erscheinen.

Bis wir mehr Details haben, kann gerne frei spekuliert werden, wer die beiden Hauptrollen n dem Film neben Margot Robbie übernehmen sollte. Ich schlage Emily Blunt für Catwoman und Ruth Wilson für Poison Ivy vor.