Der Komet Remake

© Atlantic Releasing Corporation

Quelle: Bloody Disgusting

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In Deutschland ist die leicht trashige Horrorkomödie Der Komet (OT: Night of the Comet) nie in die Kinos gekommen, sondern erschien 1986 – zwei Jahre nach ihrem US-Kinostart – direkt auf VHS. Für viele Fans des Achtziger-Genrekinos besitzt dieses B-Movie jedoch schon längst Kultstatus. Inszeniert von Thom Eberhardt, handelt Der Komet von zwei Schwestern, der 18-jährigen coolen Zockerin Regina (Catherine Mary Stewart) und der naiven 16-jährigen Samantha (Kelli Maroney). Beide gehören zu den wenigen Überlebenden eines Kometen, der im Vorbeiziehen an der Erde den Großteil der Weltbevölkerung zu rotem Staub zerfallen ließ und viele andere in blutrünstige Mutanten verwandelte. Gemeinsam mit dem jungen Trucker Hector setzen sich Regina und Samantha gegen diese Mutanten, aber auch gegen skrupellose Wissenschaftler zu Wehr.

Authentische coole Mädels in einer postapokalyptischen Landschaft, die gegen Mutanten/Zombies kämpfen – was kann man daran auch nicht mögen?

Letztes Jahr begann das wiederbelebte Kultstudio Orion Pictures mit der Entwicklung eines Remakes von Der Komet. Roxanne Benjamin, die u. a. ein Segment des Episoden-Horrorfilms Southbound inszenierte, wurde als Autorin und Regisseurin verpflichtet. Das Drehbuch hat sie kürzlich beendet, wie sie in einem Interview verraten hat: (aus dem Englischen)

Ich liebe das Original und ich erzähle gerne Geschichten über Mädels, die vor unüberwindbaren Hürden stehen, im Sinne von wir gegen den Rest der Welt. Ich denke, was an dem ersten Film so cool war, war diese sehr schwesterliche Beziehung der beiden, bei der sie zwar irgendwie arschig zueinander sind, aber auch sehr beschützend. So läuft es bei Geschwistern. Ich liebe das in einem Genre-Setting, weil ich nicht das Gefühl habe, dass es solche Girl-Buddy-Filme mit Action und Abenteuer häufig zu sehen gibt. Das ist genau das, was ich machen möchte. Das war daher im Kern die Herangehensweise an das Remake.

Jetzt ist wohl nur noch die Frage offen, ob das Studio mit dem Skript zufrieden ist und der Film weitere Fortschritte macht, oder ob es überarbeitet werden muss.

Da das Original trotz seines Kultstatus keine enorme Bekanntheit genießt wie einige andere Genrefilme der Achtziger, werden wohl auch nicht so viele Fans im Angesicht einer Neuverfilmung auf die Barrikaden gehen und dem neuen Film eher eine Chance geben.