Christian Bale bereut Terminator: Die Erlösung

Christian Bale in Terminator: Die Erlösung (2009) © Warner Bros. Pictures

Quelle: HappySadConfused

Dieses Jahr werden die Dreharbeiten zum neuen Terminator-Film anlaufen, dem inzwischen dritten Versuch in den letzten neun Jahren, das Franchise über Killer-Cyborgs aus der Zukunft wiederzubeleben und den Grundstein für eine neue Trilogie zu legen. Der einzige Grund, weshalb beim neuen Film trotz der Enttäuschungen der letzten viele aufhorchen, ist, weil Franchise-Schöpfer James Cameron in einer Produzenten- und Autorenrolle beim neuen Film zurückkehrt und diesen als direkte Fortsetzung zu seinem Klassiker Terminator 2 – Tag der Abrechnung konzipiert. Neben Action-Urgestein Arnold Schwarzenegger wird auch Linda Hamilton als Sarah Connor im neuen Film zurückkehren.

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Wird die Rechnung diesmal endlich aufgehen? Das werden wir nächstes Jahr erfahren. Erfolglose Trilogie-Anläufe gab es ja bereits 2015 und 2009 Während der letzte Film, Terminator: Genisys viel mit Zeitreisen spielte und dadurch die Chronologie der vorherigen Sequels weitgehend ignorierte (in gewisser Hinsicht war es ein Soft-Reboot), verlegte McGs Terminator: Die Erlösung die Handlung in die Zukunft, inmitten des Krieges zwischen Mensch und Maschine.

Terminator: Die Erlösung wartete mit einer hochkarätigen Besetzung auf, allen voran Christian Bale als John Connor, der Messias im Kampf gegen Skynet und die Maschinen. Etwas Skepsis gab es jedoch schon im Vorfeld, als Terminator: Die Erlösung als erster Terminator-Film mit einer soften PG-13-Freigabe angekündigt wurde.

Der Film selbst überzeugte letztlich in visueller Hinsicht, scheiterte jedoch auf der Drehbuchebene (wobei ich persönlich Spaß an dem Film hatte, auch weil er einer anderen Formel folgte als die restlichen Filme der Reihe). Leider verschwendete der Film Bale in einer weitgehend undankbaren Rolle. An den Kinokassen konnte der Film den erhofften Erfolg verbuchen und ein potenzielles Franchise starb nach einem Film (die Geschichte wiederholte sich dann sechs Jahre später mit Genisys…)

Für Bale, dessen Western Hostiles aktuell in US-amerikanischen Kinos läuft, bleibt Terminator: Die Erlösung nach eigenen Angaben ein Dorn im Auge, und das nicht nur wegen seines epischen, ins Internet geleakten Set-Ausrasters gegenüber dem Kameramann Shane Hurlbut (mehr dazu weiter unten). Auch der Film selbst erfüllte nicht seine Hoffnungen. Bereits während des Drehs merkte er, dass er hier an keinem neuen Genreklassiker arbeitet. Seinen Frust äußerte er jetzt bei einem Podcast-Gespräch: (aus dem Englischen)

Ich habe dreimal "Nein" gesagt. Ich dachte an das Franchise und dachte "Nee, da gibt es keine Geschichte zu erzählen." Ich habe den ersten in England gesehen und sehr gemocht, ich habe den zweiten im Kino gesehen.

Es war eine unglückliche Aneinanderreihung von Ereignissen wegen des Autorenstreiks. Jonah Nolan kam an Bord und hat begonnen, ein wundervolles Skript zu schreiben, aber dann musste er wegen einer früheren Verpflichtung wieder weg.

Es ist mir ein Dorn im Auge, weil ich mir wirklich wünschte, wir hätten diese Reihe wieder erstarken lassen. Aber leider, schon während des Drehs, konnte man sagen, dass das nicht passieren würde. Es ist wirklich jammerschade.

Ich habe eine sehr trotzige Seite und Leute haben mir gesagt, dass ich die Rolle auf keinen Fall annehmen sollte, und ich dachte eigentlich das Gleiche. Aber als diese Leute das verbalisiert haben, meinte ich dann: "Ach, wirklich? Na gut, dann seht mal genau zu." Also spielte auch das eine Rolle bei meiner Entscheidung.

Was man nicht alles aus Reaktanz und Trotz tut… Schade, dass wir nie Jonathan Nolans Version von Terminator: Die Erlösung zu sehen bekommen haben. Der Macher von "Westworld" hätte bestimmt einige wirklich gute Ideen gehabt.

Doch andererseits hätten wir ohne Terminator: Die Erlösung dieses Juwel nicht gehabt:

Wie findet Ihr den vierten Terminator-Film?

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