Brent Spiner Data

Brent Spiner in "Star Trek: Picard" © 2020 CBS Television Studios/Amazon Prime Video

Quelle: TVGuide

"Star Trek: Picard" erfreut viele eingefleischte Trekkies deutlich mehr als alles andere, was sie aus dem Star-Trek-Universum in den elf Jahren seit J.J. Abrams' Film-Reboot gesehen haben. Neben der Rückkehr von Patrick Stewart in seiner ikonischen Rolle als Jean-Luc Picard gab es in der ersten Staffel auch ein Wiedersehen mit einigen weiteren beliebten Charakteren aus dem Star-Trek-Universum, darunter Jonathan Frakes als Riker, Marina Sirtis als Deanna Troi, Jeri Ryan als Seven of Nine und Brent Spiner als Data. Gerade mit Spiners Rückehr als Data haben vermutlich die wenigsten nach dem Ende von Star Trek: Nemesis gerechnet, in dem der Androide eines heroischen, unter Fans aber umstrittenen Todes stirbt. Dieser persönliche Verlust sitzt bei Picard aber auch noch viele Jahre später tief und sucht ihn in seinen Träumen heim. Auf diese Weise war es möglich, Spiner als Data zurückzubringen.

Doch es sollte zugleich auch der zweite, weniger bombastische Abschied von der Figur werden, denn wie Spiner jetzt klarstellt, ist er mit der Rolle endgültig fertig: (aus dem Englischen)

Ich meine, ich kann nur begrenzt lange Data spielen, egal was irgendjemand sagt. So viele Leute sagen: "Oh, du kannst es machen. Du bist nicht zu alt", und dann mache ich das und sie sagen: "Du bist zu alt. Warum hast du es gemacht?" Ich denke, wir haben es in so kurzen Szenen gemacht, dass es okay war, und ich hatte ein gutes Gefühl dabei. Aber ich spiele nicht wirklich mit dem Gedanken, es wieder zu tun, weil ich einfach nicht glaube, dass es realistisch wäre. Also erscheint es mir richtig, ihm diesen sanften Abschied zu geben, und das erschien mir auch richtig im Kontext der gesamten Staffel von "Picard" und dessen, was Picard selbst wegen des Verlustes von Data erlebt. Ich denke, das ermöglicht ihm, damit Frieden zu schließen. Also schien es mir richtig.

Dass der 71-jährige Spiner nicht ewig den alterslosen Data spielen kann, ist nachvollziehbar, und so wie die Dinge bei "Picard" zuletzt endeten, ist es auch ein angemessener Abgang. Spiner selbst verwundert es übrigens, wie empört die Fans über Datas Tod in Nemesis waren: (aus dem Englischen)

Als er in Nemesis in die Luft geflogen ist, habe ich nicht die negativen Reaktionen von so vielen Fans deswegen erwartet. Ich dachte: "Nun, das ist ein großartiges, emotionales Ende, und er opfert sich für seine Freunde", und das war gerecht. Aber es schien bei sehr vielen Leuten nicht gut anzukommen.

Seine Wahrnehmung liegt nicht daneben. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, Star Trek: Nemesis in einer Nachmittagsvorstellung im Kino mit einem Schulfreund gesehen zu haben. Der besagte Schulfreund, ein Vollblut-Trekkie, war nach dem Film aufgebracht, weil die Macher es gewagt haben, Data sterben zu lassen.

Spoiler zu "Star Trek: Picard" folgen!

Dass Spiner Data nicht mehr spielen wird, bedeutet jedoch nicht zwingend, dass er in "Star Trek: Picard" nicht länger auftreten wird. Im Staffelfinale war er nämlich auch in einer ganz neuen, menschlichen Rolle zu sehen, und spielte Altan Inigo Soong, den Sohn des Data-Schöpfers Dr. Noonien Soong.

Wie fandet Ihr den Abschied von Data?

  • Maik

    Ich war auch richtig sauer als Data gestorben ist… aber es hat einen würdigen Abschied von Ihm (auch zischen Picard und Ihm) gegeben. Das war schon ein schöner Moment, nur leider viel zu kurz.