Quelle: Vertical Entertainment

Michelle Monaghan ist eine großartige Schauspielerin, die einen weit größeren Bekanntheitsgrad und Erfolg in Hollywood verdient hat, als ihr zuteilwurde. Mitte der 2000er gab es eine kurze Zeit, in der es schien, als stünde sie kurz vor dem großen Durchbruch. Sie begeisterte 2005 als Femme Fatale in der Noir-Komödie Kiss Kiss Bang Bang, spielte im selben Jahr eine 19-jährige Minenarbeiterin im Drama Kaltes Land, war ein Jahr später als Ethan Hunts Ehefrau in Mission: Impossible III neben Tom Cruise zu sehen und spielte 2007 neben Casey Affleck eine taffe Privatdetektivin in Gone Baby Gone. Im darauffolgenden Jahr spielte sie in der Romcom Eine Braut zum Verlieben ihre erste tragende Hauptrolle und erntete im selben Jahr viel Lob für die Rolle einer Lastwagenfahrerin im Independent-Drama Trucker.

Doch alle diese Erfolge führten leider nicht zu größeren und besseren Filmrollen. Im Fernsehen konnte sie ihr Talent mit einer Golden-Globe-nominierten Performance in der ersten "True Detective"-Staffel und als Sektenmitglied in "The Path" unter Beweis stellen. Im Kino spielte sie meist die zweite Geige neben anderen DarstellerInnen, wie beispielsweise in Mission: Impossible – Fallout, Sleepless – Eine tödliche Nacht oder Blumhouse’s Der Hexenclub.

Eine zentrale Hauptrolle verkörpert sie immerhin in Sophia Banks' Regiedebüt Black Site, auch wenn der Film leider sehr generisch und austauschbar aussieht. Im Actionthriller spielt Monaghan CIA-Agentin Abby Trent, die einen geheime, unterirdische Einrichtung leitet, in der besonders gefährliche Verbrecher inhaftiert und nach allen Regeln der Kunst verhört werden. Wenige Tage vor ihrer geplanten Versetzung wird bei ihr ein neuer Häftling von Spezialeinheiten abgeliefert, der an der Spitze aller Listen der meistgesuchten Kriminellen steht. Der unter dem Codenamen Hatchet bekannte Killer (Jason Clarke, der in Zero Dark Thirty selbst brutale CIA-Verhöre geleitet hat) ist dafür berüchtigt, dass er seine Gegner besonders grausam umbringt – darunter auch Abbys Ehemann, was die Mission für sie sehr persönlich macht. Doch der clevere Hatchet entkommt und hinterlässt eine blutige Spur aus Leichen. Abby und ihr Team müssen ihn aufhalten, bevor er das Gelände verlässt, doch sie stellt fest, dass es einen Maulwurf geben muss, der die Mission sabotiert. Ohne zu wissen, wem sie vertrauen kann, ist sie im Kampf gegen Hatchet auf sich alleine gestellt und ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Jai Courtney (Terminator: Genisys) und Lucy Barrett ("Charmed") spielen weitere Rollen in dem Film. Sowohl Monaghan als auch Clarke sind gute Schauspieler in richtigen Rollen, doch Black Site hat für mich nicht wirklich den Anschein, als seien es auch die richtigen Rollen, in denen sie ihr Talent entfalten können. Nichts gegen routinierte Actionthriller, doch der Trailer zu Black Site sieht besonders uninspiriert aus. Den Trailer und das Plakat könnt Ihr unten sehen:

Black Site Trailer & PosterIn den USA ist Black Site bereits am 3. Mai über Video-On-Demand erschienen. Einen deutschen Releasetermin hat der Film noch nicht.

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