US-Autorengewerkschaft prämiert die besten Drehbücher 2022

Links: Michelle Yeoh in Everything Everywhere All at Once © 2022 A24
Rechts: Jessie Buckley in Die Aussprache © 2022 Orion Pictures

Quelle: Writers Guild of America

Die US-Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA) hat dieses als letzte der großen vier Industrie-Gewerkschaften ihre Nominierungen für die besten Film- und TV-Drehbücher 2022 erst nach der Bekanntgabe der Oscarnominierungen verkündet und hat auch als letzte die Sieger bekanntgegeben, diesmal aber immerhin noch vor der Oscarverleihung.

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Everything Everywhere All at Once hat dabei in der Kategorie "Bestes Originaldrehbuch" gewonnen und ist damit in den elitären Kreis von Filmen aufgestiegen, die während der Oscar-Saison von der Produzentengewerkschaft PGA, der Regiegewerkschaft DGA, der Autorengewerkschaft und der Schauspielergewerkschaft SAG für ihre Ensembles ausgezeichnet wurden. Seit alle vier Preise existieren gelang dies nur vier weiteren Filmen: American Beauty, No Country for Old Men, Slumdog Millionär und Argo. Alle vier haben später auch den Oscar als "Bester Film" gewonnen, was Everything Everywhere All at Once, der auch noch mit den meisten Nominierungen dieses Jahr im Rennen ist, zum haushohen Favoriten macht.

Das Rennen um den Drehbuch-Oscar bleibt jedoch weiterhin knapp denn der größte Konkurrent der Daniels, Martin McDonagh, war aufgrund strenger WGA-Regularien mit The Banshees of Inisherin von einer WGA-Nominierung von vornherein ausgeschlossen. Auch die oscarnominierten Drehbücher von Living, Triangle of Sadness und Im Westen nichts Neues wurden für die WGA Awards als unzulässig erkärt, weil sie nicht nach spezifischen Vereinbarungen der Gewerkschaft erstellt worden sind. In der Oscarnacht könnte McDonagh mit dem Drehbuch zu The Banshees of Inisherin also triumphieren, doch Everything Everywhere All at Once hat die Nase vorn.

Sarah Polley wurde von der WGA für ihr Drehbuch zu Die Aussprache ausgezeichnet und gilt ebenfalls als Favoritin für den Oscar, doch ein Überraschungssieg für Im Westen nichts Neues ist auch denkbar.

Im TV-Bereich wurden u. a. "Better Call Saul", "The White Lotus", "Hacks" und (gleich zweimal) "Severance" ausgezeichnet. Alle Sieger findet Ihr unten und die vollständigen Nominierungen sind hier nachzulesen.

Kino

Bestes Originaldrehbuch

Daniel Kwan & Daniel Scheinert (Everything Everywhere All at Once)

Bestes adaptiertes Drehbuch

Sarah Polley (Die Aussprache)

Bestes Drehbuch für einen Dokumentarfilm

Brett Morgan (Moonage Daydream)

Fernsehen

Bestes Drehbuch bei einer Dramaserie

Chris Black, Andrew Colville, Kari Drake, Dan Erickson, Mark Friedman, Helen Leigh, Anna Moench, Amanda Overton ("Severance")

Bestes Drehbuch bei einer Comedyserie

Karen Joseph Adcock, Joanna Calo, Rene Gube, Sofya Levitsky-Weitz, Alex O’Keefe, Catherine Schetina, Christopher Storer ("The Bear")

Bestes Drehbuch bei einer neuen Serie

Chris Black, Andrew Colville, Kari Drake, Dan Erickson, Mark Friedman, Helen Leigh, Anna Moench, Amanda Overton ("Severance")

Bestes Drehbuch einer Miniserie

Mike White ("The White Lotus")

Bestes Drehbuch eines TV- oder Streaming-Films

David A. Goodman (Honor Society)

Bestes Drehbuch einer Animationsserie

Elijah Aron & Patrick Metcalf ("Undone", Folge: "Wiedergutmachung")

Bester Drehbuch einer Dramaserien-Episode

Thomas Schnauz ("Better Call Saul", Folge: "Plan und Ausführung")

Bestes Drehbuch einer Comedyserien-Episode

Lucia Aniello & Paul W. Downs & Jen Statsky ("Hacks", Folge: "The One, the Only")

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