Quelle: Vertical Entertainment

Keke Palmer steht seit ihrer Kindheit vor der Kamera. Bereits mit ihrer zweiten Filmrolle in Akeelah ist die größte machte sie auf ihr Talent aufmerksam. Der richtig große Durchbruch für die Schauspielerin könnte jedoch dieses Jahr kommen, denn sie spielt im vermutlich am heißesten erwarteten Originalfilm des Jahres mit. Jordan Peele besetzte Palmer in der Hauptrolle von Nope, seinem mysteriösen Nachfolger zu den Horrorhits Get Out und Wir. Der erste Teaser-Trailer machte bereits sehr neugierig auf den Film, in dem es vielleicht, vielleicht aber auch nicht um Aliens geht.

Noch bevor sich Palmer jedoch der Bedrohung aus dem Himmel stellt, erlebt sie im Thriller Alice die Hölle auf Erden. Inspiriert von einer Reihe von Artikeln über Afroamerikaner, die noch im 20. Jahrhundert in Vertragsknechtschaft im Prinzip nichts anderes als Sklaven waren, mehr als 100 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten, inszenierte Regiedebütantin Krystin Ver Linden mit Alice einen Film, der sich irgendwo zwischen einem Sklavereidrama und einer tarantinoesken Exploitation-Hommage à la Django Unchained bewegt. Palmer spielt die titelgebende Alice, die in die Sklaverei geboren wurde und eines Tages von ihrer Plantage in Georgia flieht – nur um an einen Highway zu kommen und festzustellen, dass es das Jahr 1973 ist und die Sklaverei längst illegal ist. Ein desillusionierter ehemaliger Aktivist namens Frank, gespielt vom oscarprämierten Musiker Common (John Wick: Kapitel 2), findet die verwirrte Alice am Straßenrand und erklärt ihr die moderne Welt. Inspiriert von der Bürgerrechtsbewegung und starken, schwarzen Frauen wie Diana Ross und Pam Grier, kehrt sie zur Plantage zurück, um mit ihrem grausamen ehemaligen Meister Paul (Johnny Lee Miller aus "Elementary") blutig abzurechnen.

Die stilistischen Vergleiche zu Tarantino kommen nicht von ungefähr. Ver Linden arbeitete sieben Jahre lang als Assistentin an seiner Seite, u. a. bei Inglourious Basterds und Django Unchained. Mich erinnert der Plot allerdings sehr stark an den Film Antebellum, der vorletztes Jahr erschienen ist und in großen Teilen mehr oder weniger die gleiche moderne-Sklaverei-Handlung hatte.

Alice feierte beim diesjährigen Sundance-Filmfestival Premiere und kam am 18. März in die US-amerikanischen Kinos. Die überwiegende Mehrheit der Rezensionen zum Film fiel negativ aus, wobei Palmers Performance von den meisten Kritikern gelobt wurde. In Deutschland hat Alice noch keinen Starttermin oder Verleih. Unten könnt Ihr den Trailer ud einen Ausschnitt aus dem Film sehen, doch seid gewarnt: Es ist einer dieser Trailer, die mehr oder weniger den gesamten Film verraten.

Alice Trailer & Poster