Es gab beinahe ein Crossover zwischen "Star Trek" und "Doctor Who"

Zwei der langlebigsten Science-Fiction-Franchises überhaupt, deren Anfänge bis in die 60er Jahre zurückreichen, stehen derzeit vor einer ungewissen Zukunft.

Nach der Beendigung der einst vielversprechenden, aber letztlich erfolglosen Zusammenarbeit mit Disney und der Absage des geplanten Weihnachtsspecials von "Doctor Who" sucht BBC nach einem neuen Produktionspartner, in der Hoffnung, die Kultserie 2028/2029 auf die Fernsehbildschirme zurückzubringen. Die Fans bleiben mit einem aufregenden Cliffhanger zurück, der möglicherweise niemals aufgelöst werden wird.

Für die Trekkies stellt sich die Situation nur unwesentlich besser dar. Sowohl das beliebte "Star Trek: Strange New Worlds" als auch die polarisierende jüngste "Star Trek"-Serie "Starfleet Academy" werden jeweils mit ihrer nächsten Staffel enden. Weitere Serien sind derzeit angesichts der Umbrüche in Zusammenhang mit der bevorstehenden Fusion von Paramount und Warner Bros. nicht geplant. Auch im Kino war Star Trek seit zehn Jahren nicht mehr zu sehen. Der geplante vierte Film aus der Kelvin-Timeline mit Chris Pine als Kirk und Co. ist geplatzt. Verschiedene andere Star-Trek-Filmprojekte waren immer wieder in Planung, manche sogar terminiert, nur um dann doch abgesagt zu werden.

ANZEIGE

Doch es ist nicht alles nur düster und trostlos: Paramount und die BBC versicherten den Fans, dass die Franchises fortbestehen und in eine neue, bessere Ära eintreten werden. Was sie den Fans jedoch offenbar verwehrten, ist ein Crossover, das vielen Whovians und Trekkies Freudentränen in die Augen treiben könnte. "Strange New Worlds"-Produzent Akiva Goldsman, seines Zeichens selbst ein leidenschaftlicher "Doctor Who"-Fan, bestätigte im Interview mit Radio Times konkrete Gespräche mit dem letzten "Doctor Who"-Showrunner Russell T Davies über eine Idee, beide Serien zusammenzubringen. Zwar waren sie Feuer und Flamme für das Crossover, die jeweiligen Studios durchkreuzten jedoch ihre Pläne: (aus dem Englischen)

Wir dachten: "Lass uns ein Crossover machen," und wir haben Pläne dafür geschmiedet. Aber es gab zu viele Erwachsene, die "nein" gesagt haben. Aber ich kann es verstehen.

Goldsman muss sich also mit den "Doctor Who"-Easter-Eggs begnügen, die er in "Strange New Worlds" untergebracht hat, darunter eine kurze Aufnahme der TARDIS im Hintergrund und Pelias (Carol Kane) direkte Verweise auf ihre Vergangenheit als "Begleiterin eines zeitreisenden Doktors". Goldsman erklärte:

Ich habe buchstäblich alles da untergebracht, was ging, ohne verklagt zu werden. Ich habe versucht, jede nur erdenkliche Gelegenheit für eine imaginäre Schnittstelle in der Vergangenheit einzubauen.

Zuvor appellierte Davies an "Doctor Who"-Fans, sich für ein Crossover einzusetzen:

Wenn das jemand schaffen kann … dann sind es die Fans! Zwei riesige Sender, zwei riesige Imperien – und ihre Anwälte! – müssten sich zusammenraufen, aber das schaffen wir doch, oder? Ganz im Ernst, das fände ich großartig.

Tatsächlich sind "Star Trek" und "Doctor Who" in der Vergangenheit schon mal direkt miteinander in Berührung in Form eines Crossovers gekommen – allerdings nur in Comicform in "Star Trek: The Next Generation/Doctor Who: Assimilation²". Darin musste Matt Smiths elfter Doktor mit Enterprise-Kapitän Jean-Luc Picard zusammenarbeiten, um ein Bündnis der Borg mit den Cybermen aufzuhalten.

Quelle: Radio Times

Weitere Film- und Serien-News

Mehr zum Thema

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here