Quelle: CBS

Für viele Fernsehzuschauer von heute gehört „CSI“ seit jeher zum Standard-Fernsehprogramm  wie „Die Simpsons“, „Law & Order“ oder (hierzulande) „Tatort“. Ob man das „CSI“-Universum mag oder nicht, eine Zeitlang war es schlicht unmöglich, sich die Welt ohne eine „CSI“-Serie vorzustellen. Und doch, wenn im Herbst in den USA die TV-Saison 2016/2017 beginnt, wird erstmals seit 16 Jahren keine einzige „CSI“-Serie dabei sein. Nachdem die Einschaltquoten des dritten Ablegers „CSI: Cyber“ schon in der ersten Staffel zu wünschen übrig ließen, fielen sie in Staffel 2 mit nicht mehr als 5-7 Millionen Zuschauern pro Folge unterhalb eines akzeptablen Niveaus, sodass es vermutlich keine Überraschung ist, dass Patricia Arquettes Dr. Avery Ryan und Ted Dansons D.B. Russell nicht mit einer 3. Staffel der Serie zurückkehren werden.

Nichtsdestotrotz bedeutet diese an sich recht unspektakuläre Absetzung das Ende einer Ära, die Krimiserien zu ungeahnten Erfolgshöhenflügen verhalf. Die Flaggschiff-Serie „CSI: Vegas“ lief im Oktober 2000 in den USA an, machte William Petersens Gil Grissom zu einem der bekanntesten Seriencharaktere aller Zeiten und erreichte zu ihren besten Zeiten locker bis zu 30 Millionen Zuschauer pro Folge. Sogar Kultregisseur Quentin Tarantino ließ sich dazu hinreißen, ein Staffelfinale von „CSI“ zu inszenieren. „CSI“ zog zunächst zwei Ableger nach sich: „CSI: Miami“ mit David Caruso und „CSI: N.Y.“ mit Gary Sinise, die zwar nicht ganz den Erfolg der Mutterserie erreichten, jedoch mit jeweils 10 bzw. 9 Staffeln auch eine ordentliche Laufzeit aufwiesen. Gerade in den 2000ern beeinflusste kein anderes Serien-Franchise das Fernsehen so sehr wie „CSI“ und Auswirkungen der Serie sind auch auf gesellschaftlicher Ebene wahrnehmbar: der sogenannte „CSI-Effekt“ bewirkte, dass bei Gerichtsverhandlungen forensischen Beweisen ein deutlich höherer Wert als zuvor beigemessen wird.

Doch mit der Zeit stiegen die Hauptdarsteller der Originalserie nach und nach aus und spätestens mit dem Abschied von Petersens Grissom sank auch deutlich das Interesse an „CSI“. Nach 15 Staffeln wurde die Mutterserie beendet und mit dem TV-Film „CSI: Immortality“, der neben Petersen auch Marg Helgenberger zurückbrachte, würdig abgeschlossen. Der letzte „CSI“-Hauptermittler, Ted Dansons D.B. Russell, wechselte danach kurzerhand zum „CSI: Cyber“-Team und wurde damit zum einzigen Schauspieler, der in zwei „CSI“-Serien eine Hauptrolle spielte. Sein Aufenthalt in der Abteilung zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität sollte aber nicht von Dauer sein. Nach nur zwei Staffeln und 31 Folgen ist jetzt Schluss bei „CSI: Cyber“. Insgesamt brachte es das Franchise auf sage und schreibe 36 Staffeln und 797 (!) Folgen.

Doch ein Ende muss nicht endgültig sein, wie die Fans von „Twin Peaks“, „Akte X“ und „Prison Break“ mittlerweile bestens wissen. Dass es irgendwann in mehreren Jahren ein „CSI“-Revival oder gar eine brandneue „CSI“-Serie geben wird, ist nicht nur nicht auszuschließen, sondern sogar eher wahrscheinlich, würde ich behaupten. Was einmal einen so großen Eindruck hinterlassen hat, bleibt nicht ewig tot.

Welche „CSI“-Serie hat Euch am besten gefallen?