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Das Drehbuch zu Ghostbusters 3 wird abgeändert

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Ghostbusters 3 News

Quelle: The Hollywood Reporter

Das war zu erwarten – kaum vergeht ein Tag nach dem Tod von Harold Ramis, gibt es schon die erste Meldung dazu, was dies für Ghostbusters 3 bedeutet. Laut The Hollywood Reporter wird angesichts dieser tragischen Entwicklung das vorliegende Drehbuch ein wenig umgeschrieben, um Ramis' geplanten Gastauftritt als Dr. Egon Spengler, einer der ursprünglichen vier Ghostbusters, zu streichen. Angeblich sei seine Beteiligung aber nur minimal gewesen, sodass es sich nicht um gravierende Veränderungen handelt. Desweiteren sei das Drehbuch noch nicht fertig, obwohl man bereits diesen Frühling mit den Dreharbeiten beginnen wollte.

Aber will man das als Fan überhaupt? Ich kann nicht für alle Ghostbusters-Fans sprechen, doch mir selbst wäre es lieb, wenn man das Projekt endgültig fallen lassen würde. Die Tatsache, dass es sich bereits seit Ewigkeiten in Entwicklung befindet und einfach nicht zustande zu kommen vermag, spricht hier eigentlich für sich. Bereits Bill Murrays klare Absage an die Fortsetzung hätte dazu führen sollen, dass die Pläne eingestellt werden, doch mit Ramis' Tod und somit dem Verlust eines weiteres Ghostbuster-Auftritts, sehe ich wenig Sinn darin, den Originalfilm fortzusetzen. Dan Aykroyd und das Studio beharren darauf, das der neue Film zwar eine neue Generation der Ghostbusters im Mittelpunkt haben wird, jedoch kein Remake, sondern eine Fortsetzung sei. Mit nur zwei der vier Original-Ghostbusters fällt es aber einem schwer, den Film als eine solche zu sehen.

Ich war nie prinzipiell gegen Ghostbusters 3. Das alte Team auf einer letzten Mission zu sehen, hätte ich großartig gefunden. Doch das wird jetzt auf keinen Fall mehr passieren. Stattdessen sieht es immer mehr nach einem Quasi-Remake aus, welches nur nicht so genannt wird. Das muss nicht sein und wenn doch, dann sollte man auch dazu stehen, dass es ein Remake ist. Eine Ghostbusters-Fortsetzung ohne Murray und Ramis ist für mich nämlich keine Fortsetzung.

Kommt bald ein neuer Shrek auf uns zu?

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Shrek 5 News

Quelle: Variety

Keine Filmreihe endet in Hollywood, während sie noch erfolgreich ist – auch wenn das Ende irgendwann klar und deutlich angekündigt wird. Das Wiederauferstehen des Franchises ist immer um die Ecke – siehe American Pie, Scream oder Pirates of the Caribbean. Als 2010 der (vorerst) letzte Shrek-Film in die Kinos kam, Für immer Shrek, spielte der er weltweit mehr als $75 Mio ein. Was aber noch wichtiger ist – der Film brachte die Reihe nach dem häufig kritisierten dritten Teil zu einem würdigen Abschluss. Auch wenn er nicht gerade die Lobeshymnen der ersten beiden Filme erntete, war er unterhaltsam, hatte nette 3D-Effekte (zu der Zeit als 3D noch etwas frischer wirkte als heute) und wies im Gegensatz zu seinem Vorgänger kaum zähle Strecken auf. Hoch und heilig versprach DreamWorks, dies sei der letzte Shrek. Natürlich gab es dann ein Jahr später noch den Ableger Der gestiefelte Kater, doch das ist eine andere Geschichte.

In der Zwischenzeit konnte DreamWorks neue Franchises erfolgreich starten (Drachenzähmen leicht gemacht, Die Croods) und führte Madagascar und Kung Fu Panda fort. So ganz von dem grünen Oger möchte sich die Animationsschmiede aber nicht trennen. Liegt es vielleicht daran, dass die Shrek-Filme international immer noch zu den erfolgreichsten Produktionen des Studios gehören? In einem Interview mit Fox Business Network hat Jeffrey Katzenberg, der CEO von DreamWorks Animation, einen fünften Film angedeutet: (aus dem Englischen)

Wir lassen ihnen gerne etwas Zeit zum Ruhen. Aber ich denke, man kann sich sicher sein, dass wir ein weiteres Kapitel in der Shrek-Reihe produzieren werden. Wir sind nicht fertig und, noch wichtiger, er ist es auch nicht.

Wenn er meint… Also ich, als Zuschauer, war eigentlich schon fertig mit den Shrek-Filmen. Zugegeben, ich war nie von einem der Shrek-Streifen vollends begeistert, wie die breite Masse, doch immerhin brachte der letzte Film die Reihe zu einem ordentlichen Abschluss und dabei hätte man es auch belassen können. Und wo bleibt eigentlich Der gestiefelte Kater 2?

Marc Webb inszeniert auch The Amazing Spider-Man 3

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Spider Man Schauspieler

Quelle: Variety

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro hat noch die Kinos erreicht, schon hat sich Sony einen Regisseur für den dritten Film der neuen Spider-Man-Reihe gesichert. Marc Webb, der auch die ersten beiden Filme inszeniert hat, wird auf dem Regiestuhl von The Amazing Spider-Man 3 sitzen, der voraussichtlich am 26.05.2016 in die deutschen Kinos kommen wird. Auch Andrew Garfield, der in den Filmen Peter Parker alias Spider-Man spielt, wird beim dritten Film wieder dabei sein, ebenso wie der Schauspieler Paul Giamatti, der als Bösewicht Rhino bereits im zweiten Film einen Auftritt haben wird und in einem Interview seine Rückkehr in The Amazing Spider-Man 3 angekündigt hat.

Dass das Studio jetzt schon einen Deal abschließt überrascht eigentlich wenig, denn Sony hat noch deutlich weitreichendere Pläne für Spidey. Im Mai 2018 soll der bereits angekündigte The Amazing Spider-Man 4 starten. Daneben erwarten uns unter der jeweiligen Regie von Alex Kurtzman und Drew Goddard die Spider-Man-Ableger Venom und Sinister Six, die das Spider-Man-Universum expandieren sollen. Das Vorbind ist hier natürlich Marvels Kino-Universum um die Avengers. Ob Garfield und Webb jedoch jenseits des dritten Films involviert sein werden, ist derzeit unbekannt. Für Sam Raimi und Tobey Maguire war nach drei Filmen jedenfalls Schluss.

Der zweite Godzilla-Trailer rockt!

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Warner Brothers und Legendary Pictures haben heute den zweiten offiziellen Trailer zum neuen Godzilla-Film vom Stapel gelassen. Der neue Clip ist auf jeden Fall einen Blick wert und gibt nach dem noch eher nebulösen ersten Trailer einige interessante neue Einblicke sowohl in die Handlung als auch in die beeindruckende Effekteschlacht, die uns ab dem 15. Mai 2015 in den deutschen Kinos erwarten wird.

Zum Cast des neuen Godzilla-Films zählen u.a. Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass), Ken Watanabe (Inception),  David Strathairn (Lincoln) , Bryan Cranston ("Breaking Bad"), Sally Hawkins (Blue Jasmine) und Elisabeth Olsen (Martha Marcy May Marlene). Regie führt der noch relativ unerfahrene Gareth Edwards (Monsters).

Hier könnt Ihr noch einen Blick auf das kürzlich veröffentlichte Poster werfen.

Dredd 2: Karl Urban befeuert Gerüchte über das Sequel

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Die Anzeichen für ein baldiges Dredd-Sequel verdichten sich: am Rande der Star Trek Convention 2014 in Frankfurt machte Dredd 3D-Hauptdarsteller Karl Urban höchstselbst den Fans Hoffnungen auf eine Rückkehr der Kultfigur auf die große Kinoleinwand. Auf Nachfrage des Branchenmagazins "What Culture" erwiderte Urban, dass bereits Gespräche mit dem Drehbuchautoren Alex Gerland und dem Produktionsstudio Lionsgate über einen potentiellen Nachfolger stattgefunden haben.

Ausschlaggebend für die Erwägung eines Sequels sei die äußerst erfolgreiche Heimkinoauswertung, die das relativ schwache Abschneiden von Dredd 3D an den Kinokassen wieder wettmachen konnte. Erst kürzlich rief Urban Judge-Dredd-Fans in aller Welt dazu auf, ihrem Wunsch nach einem Sequel Gehör zu verschaffen, um die Skepsis der Produzenten über eine Fortsetzung aus der Welt zu räumen. Offenbar hat der Aufruf seine Wirkung nicht verfehlt.

Pompeii (2014)

Pompeii, USA 2014 • 105 Min. • Regie: Paul W. S. Anderson • Drehbuch: Janet Scott Batchler, Lee Batchler • Mit: Kit Harington, Carrie-Anne Moss, Emily Browning, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Paz Vega, Jared Harris, Kiefer Sutherland • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 27. Februar 2014 • Deutsche Website

Handlung

Der Vulkanausbruch des Vesuv gilt als einer der verheerendsten Naturkatastrophen der Antike. Durch ihn wurde im Jahr 79 die Stadt Pompeji komplett zerstört, und Tausende Menschen verloren ihr Leben. In Paul W. S. Andersons Historie werden die Geschehnisse kurz vor und während der Katastrophe aus Sicht des keltischen Sklaven Milo (Kit Harington) erzählt. Dieser musste als Kind mit ansehen, wie der römische Tribun Corvus (Kiefer Sutherland) seinen Stamm auslöschte. Fortan führt er ein Leben als Sklave. Durch seine Fertigkeiten im Kampf findet er sich bald in der Arena von Pompeji wieder und wird zum Gladiatoren ausgebildet. Dabei trifft er in der Stadt immer wieder auf die junge Adlige Cassia (Emily Browning), in die er sich verliebt. Und auch sie hat ein Auge auf ihn geworfen. Doch auf Befehl des Tribuns soll Milo in der Arena sterben. Als die Erde dann zu beben beginnt und eine Eruption kurz bevorsteht, scheint die Freiheit durch den eigentlich misslichen Umstand für Milo ein großes Stück näher zu rücken. Mithilfe seines betagten Gladiatorenfreunds Atticus (Adewale Akinnuoye-Agbaje) gelingt ihm die Flucht – zumindest aus der Arena. Die Flucht vor seinem Tod hat er noch vor sich. Ohne seine Liebe will er das dem Untergang geweihte Pompeji aber keinesfalls verlassen. Die Zeit läuft dabei unerbittlich gegen ihn.

Kritik

Pompeii (2014) Filmbild 1 Alea iacta est – der Würfel ist geworfen! Und das ist mehr als bedauerlich. Hätte man sich vor der Produktion das Drehbuch mit seinen Texten noch mal genauer angeschaut, bliebe Pompeii sicherlich schöner in Erinnerung. Denn plumpe Dialoge wie „Wie heißt du?“ – „Er will also wissen, wie ich heiße!?“ und „Wir treffen uns am Hafen, Bruder!“ – „Am Hafen, Bruder!“ häufen sich so stark im Film, dass es wehtut. Da fällt auch Nicht-Historikern auf, dass das nicht auf die Sprache der alten Römer zurückgeführt werden kann. Hier und da kann man als schmerzresistenter Zuschauer solche Stellen belächelnd abtun, aber wenn solche Dialoge einen gesamten 105-minütigen Film von Anfang bis Ende dominieren, wandert die Hand öfter an die Stirn, als es dieser lieb ist. Kurzum: Die Dialoge sind furchtbar und tun dem Film absolut keinen Gefallen.

Dabei ist Paul W. S. Anderson ein bildgewaltiges Spektakel gelungen, dem man jeden der investierten 100 Millionen US-Dollar ansehen kann. Der Akt der Zerstörung durch den Vulkanausbruch, hinter dem die geballte Macht der erzürnten Götter zu stecken scheint, ist perfekt in Szene gesetzt. Man fühlt sich zwangsläufig an die Katastrophenfilme von Roland Emmerich erinnert, der seine Zerstörungslust ebenfalls auf der Leinwand auslebt. Und auch Anderson hat mit seiner Resident Evil-Reihe ein Gefühl für Endzeitstimmung bewiesen. Optisch und technisch profitiert der Film von diesen Erfahrungen. Vor allem die Kampfszenen, die sich zum Ende des Films hin häufen, wirken professionell und realistisch.

Pompeii (2014) Filmbild 2Und doch: Das meiste kommt auch dem gelegentlichen Kinobesucher bekannt vor. Die Story bietet trotz oder gerade wegen des actiongeladenen Stoffs nur sehr wenig Neues. Spätestens nach dem Erfolgshit Gladiator, der immerhin schon 14 Jahre zurückliegt, hat der Zuschauer ein bestimmtes Bild von der Situation der Sklaven, ihrer Ausbildung zu Gladiatoren und dem Leben im alten Rom abgespeichert. High-Budget-Produktionen wie die HBO-Serie Rom haben das Leben in der Antike aus Sicht der Adligen, aber auch der Soldaten weiter vertieft. Zuletzt hatte die TV-Serie Spartacus das Leben des wohl berühmtesten, thrakischen Gladiatoren zum zentralen Thema. In Pompeii wird sich dabei vielen Elementen dieser Produktionen bedient. Die Macher haben keine Mühen unternommen, etwas Neues darzubieten und den Fokus einzig auf die Optik gerichtet. Selbst Der Pferdeplüsterer scheint durch die besonderen Fähigkeiten von Milo im Umgang mit Pferden ein Revival zu erleben.

Eines hat der Film noch mit dem letztgenannten „Klassiker“ gemein: den Schwerpunkt auf Emotionen. Während Rom, Spartacus und auch der 2007er-Erfolg 300 auf besonders explizite Gewaltdarstellung ausgerichtet sind, stellt Andersons Pompeii die Beziehung von Milo, dem Sklaven, und Cassia, der Adligen, in den Mittelpunkt der Handlung. Der Rest ist mitunter nett anzusehendes Beiwerk. Es ist der Versuch, eine weitere Ebene neben der Gewalt und hemmungslosen Lust beizusteuern. Aber damit will es einfach nicht funktionieren. Die Handlung ist zu stark hervorsehbar. Dass der Vulkan irgendwann ausbrechen muss, ist schon klar, aber das man die Story oft so präzise hervorsehen kann, bremst den Spannungsaufbau vor allem außerhalb der Kampfszenen doch erheblich ab. Das übertrieben schnulzige Ende, das sich schon am Anfang zu manifestieren droht, trägt sein Übriges in Sachen Spannung dazu bei. Dies dürfte nur bei ganz eingefleischten Romantikern für heiße Herzen sorgen.

Pompeii (2014) Filmbild 3Fasst man all das zusammen, drängt sich der Eindruck auf, dass der Zuschauer außer der gelungenen Optik und Kampfszenen nicht mehr erwarten kann. Also Langeweile pur? Nein, irgendwie ist es den Machern dennoch gelungen, dass niemand gähnend aus dem Kinosaal laufen muss. Und das ist wirklich beeindruckend. Ein Grund dafür dürfte die gut eingefangene Stimmung der Katastrophe sein, die auch aus den überzeugend eingesetzten Effekten resultiert. Und auch die Schauspieler geben ihren Figuren einen adäquaten Charakter, der überzeugt. Dabei wird mit vielen Klischees gespielt, was in Bezug auf die Ausrichtung der Handlung authentisch wirkt. So auch das leicht tuntige Gehabe, das von Kiefer Sutherland vermittelt wird. Emily Brownings Charakter erinnert stark an das naive, aber bestimmte Mädchen aus Sucker Punch. Wer vielleicht nicht ganz optimal ins Bild passt ist Game of Thrones-Star Kit Harington, der sich sichtlich in seiner Rolle wohlfühlt, aber neben dem hochgewachsenen, muskelbepackten Adewale Akinnuoye-Agbaje etwas hager daherkommt – zumindest dafür, dass er so glorifiziert wird. Und dennoch passt es perfekt zum kitschigen Drehbuch.

Fazit

Stärker kann ein Film nicht zwischen den Fronten stehen. Auf der einen Seite sind Dialoge, die passagenweise grausig sind, und eine Story, die in vielerlei Hinsicht vorhersehbar sowie zu kitschig ist und nichts Neues zu bieten hat. Auf der anderen Seite ist Pompeii optisch wunderschön umgesetzt. Moderne Filmtechnik wurde genutzt, um eine möglichst akkurate Darstellung historischer Details bildgewaltig, effektgeladen und modern darzustellen. Doch Technik allein macht noch keinen guten Film. Die Revision einiger Textpassagen hätte dem Film merklich gutgetan. Durch das Herunterbrechen auf die naiv-kitschige Liebesstory konnte das Potenzial des actiongeladenen Stoffs nicht voll ausgeschöpft werden.

Trailer

Der Teaser zu Steven Soderberghs Serie "The Knick" ist leicht verstörend

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Quelle: Cinemax

Also eigentlich sollte Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen Steven Soderberghs Abschiedsvorstellung sein, nach der er sich seiner Kunst und anderen Tätigkeiten widmen wollte. Doch irgendwie hat man nicht das Gefühl, als wäre Soderbergh vom Filmgeschäft weit weg. Sein Liberace-Biopic lief in den USA zwar "nur" auf dem Kabelsender HBO, doch in vielen Ländern (wie auch in Deutschland) kam der Film in die Kinos. Doch auch Liberace war nicht Soderberghs letzte Regiearbeit. Für diesen Sommer ist die Ausstrahlung seiner zweiten TV-Serie (nach der wenig erfolgreichen Satire-Serie "K Street") geplant. "The Knick" spielt in Downtown New York um das Jahr 1900 und handelt von der harten Arbeit im berühmten New Yorker Krankenhaus Knickerbocker Hospital, in dem die Ärzte und Krankenschwestern ohne Antibiotika hohen Sterberaten trotzen und dabei die Grenzen der damaligen Medizin sprengen. Die Hauptrolle in "The Knick" übernimmt der Brite Clive Owen. Trotz zahlreicher Hauptrollen fand Owen im Kino leider nie den großen Erfolg, den man von ihm einst erwartete. Vielleicht ist aber gerade eine Prestige-Serie wie diese genau das Richtige für ihn.

Zu "The Knick" wurde der erste Teaser veröffentlicht, der zugegeben etwas…verstörend erscheint, um nicht zu sagen, dass er eine Horrorserie vermuten lässt. Eins dürfte sicher sein – eine Krankenhausserie wie "Grey’s Anatomy" oder "ER – Emergency Room" wird das nicht!

Die erste Staffel von "The Knick" wird zehn Folgen beinhalten. Bei wie vielen davon Soderbergh Regie geführt hat, ist unklar, doch es dürften mehrere sein.

Snowpiercer (2013)

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Snowpiercer (2013) Filmkritik

Snowpiercer, SK/USA/FR/CZ 2013 • 126 Minuten • Regie: Bong Joon-ho • Mit: Chris Evans, Tilda Swinton, John Hurt, Song Kang-ho, Jamie Bell, Octavia Spencer, Ko Ah-sung, Ed Harris • FSK: ab 16 Jahren • Kinostart: 03.04.2014 • Deutsche Website

„Snowpiercer“ ist ein cooler Genrecocktail – sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn mal ist er ein martialischer Actioner, mal spannender Thriller, mal Overacting-Satire und mal Drama in einer überfrorenen, eiskalten Welt. Schon länger positioniert sich das asiatische Kinovergnügen als zuverlässiger Lieferant für reife, knackfrische Früchte zum Anbeißen aus dem (Nischen-) Genrebereich. Der koreanische Regisseur Bong Joon-ho serviert neben seinem Genre-Hauptgericht als Beilage zwar bekannten, aber immer noch schmackhaften gesellschaftskritischen Kommentar.

Snowpiercer (2013) Filmbild 1Es ist das Jahr 2031 in der riesigen Eiswüste namens Planet Erde. Als Gegenreaktion auf den Klimawandel sprühten die Länder dieser Welt im einvernehmlichen Konsens eine Art Kühlmittel in die Atmosphäre – mit verheerenden Nebenwirkungen. Die letzten Überlebenden finden Zuflucht in einem High-Tech-Zug, der unaufhörlich in 365 Tagen einmal die Welt umfährt. Der Zug ist völlig autark und das Konzept der Subsistenzwirtschaft geht voll auf. Er hat eine Schule, Gewächshäuser und Wasseraufbereitungsanlagen. Allerdings leben die betuchten Teile der Gesellschaft vorne im Zug und genießen schlichtweg mehr Luxus als die mittellosen Schichten im dreckigen Ende des Zuges. Der charismatische Tongeber im hinteren Teil des Zuges, Curtis (Chris Evans), will diese menschenunwürdigen Zustände nicht mehr hinnehmen und plant, die Spitze des Snowpiercer mit Gewalt einzunehmen. Dabei kämpft sich seine Schar von Abteil zu Abteil und hangelt sich so langsam nach vorne.

Snowpiercer (2013) Filmbild 2In dem multinationalen Film gibt es viel Sozialkritik und eine frostige Dystopie für den Zuschauer zu sehen. Ganz offensichtlich, wie eine Selektion nach Schwarz und Weiß, gibt es die räumliche Trennung im Zug: vorne reich, kultiviert, privilegiert und vornehm; hinten arm, proletarisch, eingepfercht und beinah unterentwickelt. Man fühlt sich an die Zeit der Rassentrennung stark erinnert. Die soziale Ungleichheit ist leicht erkennbar. Der unreflektierte Proletarier stopft die glibberige Proteingötterspeise in sich rein, die ihm von der Obrigkeit serviert wird. Die armen Leute schmecken die Benachteiligung sogar. Lehnt man sich als Zyniker und Stammtischhobbyschimpfer weit aus dem Fenster, könnte man sich sogar an Skandale wie Pferdefleisch in Lasagne erinnern. Lassen wir das. Bildung gibt es auch nur in der Zugschule im vorderen Teil des rollenden Mikrokosmos. Ein Wink zum Thema Chancengerechtigkeit? Die Probleme, die „Snowpiercer“ aufspießt, sind prävalent und jedem eigentlich bekannt, so sehr, dass man sie förmlich mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Warum Harvey Weinstein den Film für die USA kürzen lassen wollte, erschließt sich einem im Zuge seiner Argumentation nicht. Er sagt, die US-Zuschauer würden viele Teile des Films nicht verstehen. Die aufgezeigten Problemlagen sind augenscheinlich nicht nur von düsteren SciFi-Visionen inspiriert, sondern von dem alltäglichen Schnodder und Übeln der jetzigen Gesellschaft(en). Eingehüllt in die Metaphorik der kalten Welt, dreht der Zug unaufhörlich Runde um Runde.

Was die Ausstattung der einzelnen Zugabteile angeht, so wurde mächtig rangeklotzt. Es wirkt, als würde man hinter jeder Tür eine neue Welt betreten. Zweifelsfrei fühlt es sich für die Leute vom Ende des Zuges so an. Mit sehr viel Liebe zum Detail gingen die Kreativköpfe und die Kulissenbauer zu Werke. Das ist einer der größten Bonuspunkte in dem Film „Snowpiercer“. Dem stehen leider die zu bemängelnden CGI-Effekte der Außenwelt oder der Außenansichten des Zuges entgegen. Da taugen die Effekte nicht mehr als für ein beliebiges PC-Spiel. Ansonsten sind viele Teile, wie das Story-Geschehen düster gehalten. Das passt. Chamäleon Tilda Swinton (auch in „Grand Budapest Hotel“ kaum zu erkennen) ist ebenfalls sehr aufwendig umgestaltet. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man sie nicht erkennen mit ihrem Over-Acting als blasierter Snob.

Die Massenkampfszenen und starke Einzelszenen von Chris Evans sind virtuos umgesetzt und eingefangen. Sie erinnern an klaustrophobische Kämpfe in engen Gängen aus „The Raid“ oder die Prügelszenen aus dem alten „Oldboy“. Die Kamera fährt beinah auf Schienen an der Seite der kämpfenden Meute mit. Zusammenschnitte mit Ego-Shooter-Perspektiven, Nachtsicht-Shots und dezente Slow Motion (nicht ausgeschlachtet wie in „300“) führen dazu, dass diese Momente eine weitere Stärke des Films bilden.

Snowpiercer (2013) Filmbild 3Chris Evans‘ Figur Curtis gebührt gegen Ende ein verdammt dunkler Monolog über seinen Werdegang zum Rebellenführer. Die Umstände haben ihn dazu gebracht und vergiftet, ganz unweit der Gehirnwäsche in der Zugschule, die Kinder hörig macht und linientreu anpasst. So kippt der Film auch nicht vollständig zum plakativ-populistischen Schwarz-&-Weiß-Phrasengedresche. Alles hängt irgendwie miteinander zusammen, wie bei der Chaostheorie. Alles greift ineinander und ein stetes Gleichgewicht (um jeden Preis?) bewahrt die Gesellschaft vor dem alles erstickendem Vakuum: sich selbst. Manch Zuschauer könnte mit dem Vorwurf der Abgedroschenheit reagieren. Geschuldet wäre dies der doch recht klarsichtigen, für einige Augen vielleicht zu platten Kritik. In „Titanic“ tanzten die Iren auch im Rumpf des Schiffes, während das Establishment im oberen Teil dinierte. Neu ist das alles nicht, aber es sollte sich jeder selbst ein Bild davon machen können, ohne durch das Diktat der Schere Vorenthaltungen und einem Kastrat von Film gegenüberzusitzen. Harvey Weinstein ruderte zurück und so bekommt die USA auch die Möglichkeit, den Film in voller Länge zu schauen, wenn auch nur in wenigen Kinos. Ein letzter Hinweis darf noch sein: Vielleicht fühlt sich noch jemand an einen kitschigen Werbespot eines namhaften Softdrink-Giganten am Schluss des Films erinnert.

Trailer

"Heroes Reborn" – Die Wiedergeburt der TV-Superhelden steht bald an

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Quelle: NBC

Ein Ende bedeutet nicht mehr zwingend ein endgültiges Ende in der TV-Welt. Wurde früher eine Serie eingestellt, hieß es für die Fans meistens Abschied nehmen von den geliebten Charakteren. Mehr als eine Neuauflage viele Jahre später war nicht drin. Doch immer häufiger treten heutzutage direkte Revivals eingestellter Serien auf (ein Zeichen von fortgeschrittenem Ideenmangel?). Man könnte behaupten, dass Serenity, die Filmversion der zu früh abgesetzten Kultserie "Firefly" eins der frühen Beispiele dafür war, doch es waren zwei andere Serien, die in nicht allzu langer Zeit den Trend so richtig lostraten – "Veronica Mars", die dank einer Kickstarter-Kampagne dieses Jahr einen Film als Serienabschluss in die Kinos bringt und "24", die mehr als vier Jahre nach Serienende (nach acht Staffeln) den Superagenten Jack Bauer in einem 12 Folgen umspannenden Serienevent "24: Live Another Day" diesen Mai wieder auf die Fernsehbildschirme zurückbringt. Sich direkt am Beispiel von "24" orientierend, hat der Sender NBC ein Revival von "Heroes" angeordnet. Unter dem Titel "Heroes Reborn" kommt das 13 Folgen lange Miniserien-Event 2015 ins Fernsehen, unter der Ägide des Serienschöpfers Tim Kring (der aktuell auch mit dem "Homeland"-Macher Gideon Raff an "Dig" arbeitet). Alle Details zur Neuauflage werden unter Verschluss gehalten, doch der Sender gab an, dass einige der alten Charaktere in der Neuauflage durchaus auftauchen könnten. Ich würde allerdings nicht auf Hayden Panettiere setzen, die gerade selbst mit ihrer Serie "Nashville" erfolgreich ist.

Zur Ankündigung wurde auch dieser kurze Teaser veröffentlicht, in dem es aber nicht viel zu sehen gibt.

https://youtu.be/xXUjpHHfTLY

Ja, erinnert Ihr euch an "Heroes"? So um 2006/2007 rum, noch vor Marvels Herrschaft in den Kinos, gab es kaum eine coolere und aufregendere Serie als "Heroes", die im Fernsehen Kinoqualitäten bewies und sich nach nur einer Staffel eine riesige Fangemeinde erarbeitete…nur um diese im Verlauf der nächsten drei wieder zu verspielen. Kaum einer Serie widerfuhren so drastische Qualitätseinbußen nach der ersten Staffel wie "Heroes", die immer als Musterbeispiel dafür stehen wird, wie man eine tolle Serie und ein tolles Konzept komplett gegen die Wand fahren kann. Fange ich normalerweise eine Serie an und bleibe länger als eine Staffel dran, so bringe ich diese auch zu Ende, ungeachtet der fallenden Qualität. Bei "Heroes" machte ich eine Ausnahme. Nur 5-6 Folgen vor dem Serienende entfernt, stieg ich aus. Das Trauerspiel der einst so tollen Serie war nicht mehr zu ertragen.

Dass "Heroes" wieder zurückkehrt ist eigentlich nicht ganz überraschend. Einerseits gab es diese Gerüchte bereits letzten April (wir haben berichtet), andererseits feiert der Sender NBC akuell nicht viele Quotenerfolge und "Heroes" (zumindest in der ersten Season) war eine der  quotenstärksten Serie der letzten zehn Jahre für den Sender. "Wenn Fox "24" wieder aufwärmen kann, warum also nicht auch wir "Heroes" – müssen sich die Verantwortlichen beim Sender gedacht haben. Einen entscheidenden Unterschied hat man dabei übersehen – sowohl "Veronica Mars" als auch "24" sind bei ihren Fans beliebt geblieben und obwohl "24" auch einige Durchhänger hatte, konnte sich die Serie gegen Ende fangen und hat nie in dem Ausmaß den Zorn der Zuschauer abbekommen wie es bei "Heroes" der Fall war. Die Aufregung und die Vorfreude bzgl. "24: Live Another Day" sind riesig und ich bezweifle, dass es bei "Heroes Reborn" auch so sein wird. Natürlich tseckt in der Idee immer noch viel Potenzial und die erste Staffel hat damals gezeigt, wie gut die Serie eigentlich sein kann, doch den guten Willen hat "Heroes" bei den Zuschauern einfach verspielt und es wird ein steiniger Weg nach oben sein, um sich diesen mit "Heroes Reborn" wieder zu verdienen.

Harold Ramis stirbt im Alter von 69

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Harold Ramis am Set von The Ice Harvest © 2006 Focus Features

Quelle: Chicago SunTimes

Ein weiterer Trauerschlag für die Filmwelt. Der Schauspieler, Autor und Regisseur Harold Ramis verstarb heute nach lange andauernden Komplikationen infolge einer autoimmunen Erkrankung. Er wurde 69. Den Kinogängern dürfte er am besten als einer der vier Ghostbusters, Dr. Egon Spengler, bekannt sein. Er hat zum Erfolgsfilm und dessen Sequel auch das Drehbuch beigesteuert. Aber auch auf dem Regiestuhl war Harold Ramis insbesondere in den Achtzigern und Neunzigern sehr erfolgreich. Er zeichnete sich für die Comedy-Klassiker Caddashack – Wahnsinn ohne Handycap, Die schrillen Vier auf der Achse und natürlich …und täglich grüßt das Murmeltier (den er auch geschrieben und produziert hat) verantwortlich. Einen seiner größten Hits als Regisseur landete er 1999 mit der Mafia-Komödie Reine Nervensache, in der Robert De Niro die früheren Rollen seiner Karriere gekonnt auf die Schippe nahm und sein komödiantisches Talent erfolgreich bewies.

In den letzten 10 Jahren arbeitete er immer seltener und hat nur noch zwei eher weniger erfolgreiche Filme inszeniert – die schwarze Krimikomödie The Ice Harvest und die Blödel-Comedy Year One – Aller Anfang ist schwer mit Jack Black und Michael Cera. Sein letzter wirklich bemerkenswerter Leinwandauftritt war wohl in Beim ersten Mal als der Vater von Seth Rogens Charakter. Aber auch wenn er in den letzten Jahren keinen großen Eindruck in Hollywood gemacht hat, hinterlässt er zahlreiche wundervolle Filme, an denen sich noch viele Generationen erfreuen werden.

Jetzt hoffe ich noch mehr denn bevor, dass Ghostbusters 3 nicht zustande kommt, denn ohne Ramis (und wohl auch ohne Murray) möchte ich keinen Ghostbusters-Streifen sehen.

Film- und Serien-News