Writers Guild Awards 2017

Links: Get Out © 2017 Universal Pictures
Rechts: Call Me By Your Name © 2017 Sony Pictures Classics

Quelle: Writers Guild of America

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Nachdem Three Billboards Outside Ebbing, Missouri bei der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild abgeräumt hat und Guillermo del Toros Shape of Water – Das Flüstern des Wassers sowohl von der Produzentengewerkschaft PGA als auch von der Regiegewerkschaft DGA ausgezeichnet wurde, gingen die Preise der letzten der vier großen Hollywood-Industriegewerkschaften an zwei ganz andere Filme.

Die Writers Guild of America (WGA), die US-Gewerkschaft von Drehbuchautoren, prämierte James Ivorys Call Me By Your Name für das adaptierte Drehrbuch und Jordan Peeles hochaktuellen Psychothriller Get Out für das Originaldrehbuch. Beide sind auch bei den Oscars nominiert. Überhaupt ist die Nominierungs-Übereinstimmung zwischen den WGA Awards und den Oscarnominierungen für die Drehbücher dieses Jahr mit neun von zehn Filmen extrem hoch. Lediglich Martin McDonaghs Three Billboards Outside Ebbing, Missouri war von der WGA nicht nominiert (stattdessen Steven Rogers’ I, Tonya), ist aber bei den Oscars im Rennen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Three Billboards, wie viele andere Filme dieses Jahr und in den letzten Jahren, wurde für eine WGA-Nominierung als unzulässig erklärt, weil das Drehbuch nicht nach spezifischen Regularien der Gewerkschaft erstellt wurde. So verwehrte die WGA in Vergangenheit auch späteren Oscargewinnern wie The King’s Speech oder Django Unchained eine Nominierung.

Three Billboards dürfte auch der ärgste Konkurrent von Get Out bei den Oscars in der Drehbuch-Kategorie sein. Erstens ist Three Billboards ein deutlich stärkerer Film im Gesamt-Rennen und aktuell neben Shape of Water der Favorit für den großen Preis. Seit 2006 hat jeder “Bester Film”-Gewinner auch den Drehbuch-Oscar gewonnen. Zweitens hat Three Billboards bereits den Drehbuch-Preis bei den BAFTA Awards abgestaubt. Hingegen dürfte James Ivorys Sieg für Call Me By Your Name so gut wie sicher sein, das seine Kategorie deutlich schwächer ist. In dieser ist der Film der einzige, der auch eine “Bester Film”-Nominierung hat.

Unten findet Ihr alle WGA-Sieger im Überblick (hier geht es lang zu den Nominerungen):

Kino

Bestes Originaldrehbuch

Jordan Peele (Get Out)

Bestes adaptiertes Drehbuch

James Ivory (Call Me By Your Name)

Bestes Drehbuch für einen Dokumentarfilm

Brett Morgen (Jane)

Fernsehen

Bestes Drehbuch bei einer Dramaserie

Ilene Chaiken, Nina Fiore, Dorothy Fortenberry, Leila Gerstein, John Herrera, Lynn Maxcy, Bruce Miller, Kira Snyder, Wendy Straker Hauser, Eric Tuchman (“The Handmaid’s Tale”)

Bestes Drehbuch bei einer Comedyserie

Rachel Axler, Sean Gray, Alex Gregory, Peter Huyck, Eric Kenward, Billy Kimball, Steve Koren, David Mandel, Jim Margolis, Lew Morton, Georgia Pritchett, Will Smith, Alexis Wilkinson (“Veep – Die Vizepräsidentin”)

Bestes Drehbuch bei einer neuen Serie

Ilene Chaiken, Nina Fiore, Dorothy Fortenberry, Leila Gerstein, John Herrera, Lynn Maxcy, Bruce Miller, Kira Snyder, Wendy Straker Hauser, Eric Tuchman (“The Handmaid’s Tale”)

Bestes Originaldrehbuch bei einem TV-Film oder einer Miniserie

Barbara Stepansky (Flint)

Bestes adaptiertes Drehbuch bei einem TV-Film oder einer Miniserie

David E. Kelley (“Big Little Lies”)