Sam Rockwell und John Malkovich sind CIA-Agenten auf der Osterinsel im Trailer zur schwarzen Komödie Wild Horse Nine

Martin McDonagh ist eines der großen Ausnahmetalente des irischen Kinos und Theaters. Er war erst 26, als er seine ersten Theaterstücke aufführte, die alle im irischen County Galway spielten und tief in der irischen Kultur verwurzelt waren. Sein Regiedebüt feierte McDonagh 2004 mit dem Kurzfilm Six Shooter und gewann damit 2006 den Kurzfilm-Oscar. Dass er kein One-Hit-Wonder war, zeigte er ein Jahr später mit seinem Spielfilmdebüt Brügge sehen… und sterben?. Die Geschichte von zwei irischen Auftragsmördern, die nach einem durchgeführten Attentat mit einem Kollateralopfer im belgischen Städtchen Brügge untertauchen, erlangte auf Anhieb Kultstatus und etablierte McDonaghs Markenzeichen: Pechschwarzer, zum Teil absurder Humor und ein zentraler Konflikt zwischen zwei Hauptfiguren. McDonaghs Drehbuch zu dem Film wurde für einen Oscar nominiert und Colin Farrell gewann für ihn einen Golden Globe.

Sein zweiter Film, 7 Psychos, polarisierte 2012 trotz positiver Kritiken und eines beeindruckenden Ensembles das Publikum. McDonagh legte eine fünfjährige Pause ein, in der er wieder Theaterstücke schrieb, und kehrte 2017 mit Three Billboards Outside Ebbing, Missouri in die Kinos zurück. Sein dritter Film wurde zu einem Riesenerfolg auf ganzer Linie, räumte an den Kinokassen ab und gewann vier Golden Globes sowie zwei Oscars für seine Darsteller Frances McDormand und Sam Rockwell. Für McDonagh gab es diesmal Nominierungen für den besten Film und das Drehbuch. Diesen Triumph konnte er mit seinem nächsten Film, The Banshees of Inisherin, mit dem er in seine irische Heimat zurückkehrte, wiederholen und erhielt zusätzlich seine erste Oscarnominierung als Regisseur. Insgesamt wurden McDonaghs letzten beiden Filme für 16 Oscars nominiert, darunter sieben für ihre Darsteller:innen.

Es ist also kein Wunder, dass sich viele Cineasten auf McDonaghs nächsten Film freuen, und dass Searchlight Pictures, die auch Three Billboards und The Banshees of Inisherin produziert hat, große Stücke auf ihn hält. Wild Horse Nine wird am 6. November in die nordamerikanischen Kinos kommen und ist damit bestens für die nächsten Oscars positioniert. Wie schon in Brügge sehen… und sterben? und The Banshees of Inisherin zanken sich auch in McDonaghs fünfter Regiearbeit zwei Männer miteinander und das Setting spielt eine entscheidende Rolle. Diesmal sind es jedoch nicht Colin Farrell und Brendan Gleeson, sondern Sam Rockwell und John Malkovich, und der Film spielt nicht in Belgien oder Irland, sondern auf der Osterinsel, wo er zum Teil auch gedreht wurde.

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Malkovich spielt in dem Film den gealterten CIA-Agenten Chris, der gemeinsam mit seinem von Rockwell verkörperten Protegé Lee kurz vor dem chilenischen Putsch 1973, bei dem Pinochet an die Macht kam, von ihrem Vorgesetzten MJ (Steve Buscemi) von Santiago auf die politisch zu Chile zugehörige Osterinsel abkommandiert wird, wo dunkle Geheimnisse der beiden ans Licht kommen. Chris freundet sich mit zwei rebellischen Studentinnen an und droht, durch sein unberechenbares Verhalten die Mission auffliegen zu lassen. Parker Posey ("Lost in Space") spielt Lees Ehefrau Marge und Musiklegende Tom Waits, der mit McDonagh bereits an 7 Psychos zusammengearbeitet hat, verkörpert Chris' Bruder.

Der von Searchlight veröffentlichte erste Trailer zu Wild Horse Nine lässt keine Zweifel aufkommen, dass Wild Horse Nine tonal nahtlos an McDonaghs frühere Filme anknüpfen wird. Rockwell und Malkovich laufen in der Vorschau bereits zur Hochform auf und vielleicht wird letzterer für den Film seine erste Oscarnominierung seit In the Line of Fire vor über 30 Jahren erhalten. Einen deutschen Starttermin hat Wild Horse Nine leider noch nicht, doch die Vorschau macht mächtig Lust auf den Film. Schaut rein:

Wild Horse Nine Trailer & PosterQuelle: Searchlight Pictures

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