Quelle: 20th Century Studios

Viele große Filme erwarten uns bis zum Ende dieses kläglichen Filmjahres vermutlich nicht mehr. Zahlreiche Blockbuster-Anwärter wurden bereits ins nächste Jahr verschoben, der Status einiger anderer wie Dune oder der neue Bond ist noch unsicher. Einen Schauspieler werden wir jedoch mit hoher Wahrscheinlich gleich in zwei großen Produktionen dieses Jahr noch sehen. Kenneth Branagh wird zunächst ab kommender Woche in Christopher Nolans geheimnisvollem Sci-Fi-Actionfilm Tenet zu sehen sein, und kehrt voraussichtlich im Oktober in von ihm selbst inszenierten Tod auf dem Nil als Agatha Christies exzentrischer Meisterdetektiv Hercule Poirot zurück, den er erstmals vor drei Jahren in Mord im Orient Express verkörperte. Bereits das Finale jenen Films deutete an, wohin Poirots nächste Filmreise führen würde und nach dem großen Kassenerfolg des Films (mehr als $350 Mio Einspiel bei $55 Mio Budget) hatte die Fortsetzung schnell grünes Licht.

Tod auf dem Nil ist eins der wenigen Projekte gewesen, die Disney von Fox geerbt und nach der Übernahme nicht eingestampft hat. Mord im Orient Express hat schließlich gezeigt, dass es viele Zuschauer gibt, die sich nach sehr klassischer, glamouröser Krimi-Unterhaltung in schönen Bildern und mit großen Stars im Kino sehnen. An diesen Erfolg hofft nun auch Tod auf dem Nil anzuknüpfen, der am 15. Oktober in unsere Kinos, und einen Tag später in die nordamerikanischen Lichtspielhäuser kommen soll. Die englische Version des soeben veröffentlichten Trailers bestätigt das Startdatum und damit die Absicht Disneys, daran festzuhalten. Ansonsten ist der Trailer ähnlich aufgebaut wie der erste Trailer zu Mord im Orient Express: Schöne Bilder, namhafte Stars, ein Voiceover von Branagh als Poirot und ein kurzer Blick auf den Detektiv erst am Ende der Vorschau:

Deutscher Trailer

Originaltrailer

Neben Branagh kehrt Tom Bateman als Poirots Freund und Vertrauter Bouc aus dem ersten Film zurück. Ansonsten setzt sich das Ensemble diesmal aus Armie Hammer (Codename U.N.C.L.E.), Gal Gadot (Wonder Woman), Emma Mackey ("Sex Education"), Annette Bening (American Beauty), Sophie Okonedo (Hotel Ruanda), Rose Leslie ("Game of Thrones"), Letitia Wright (Black Panther) und Russell Brand (Männertrip) zusammen. In dem Film wird Poirot während einer Nil-Kreuzfahrt in einen Mordfall hineingezogen, der mit einer brisanten Dreiecksbeziehung in Verbindung steht. Branagh beschreibt den Film als "sehr düster, sehr sexy und etwas verstörend" und als eine Vertiefung der Charakterisierung von Poirot selbst, der von dem Fall persönlich nicht unberührt bleibt.

Mord im Orient Express basierte auf dem vermutlich bekanntesten und am häufigsten adaptierten Fall von Poirot, am besten bekannt als mehrfach oscarnominierte Verfilmung mit Albert Finney aus dem Jahr 1974. Auch "Tod auf dem Nil" gehört zu den bekanntesten Poirot-Romanen von Christie und wurde zuvor 1978 mit Peter Ustinov in der Hauptrolle fürs Kino adaptiert. Gedreht wurde der neue Film, wie schon sein Vorgänger, auf großformatigem 65mm-Film, sodass alle, die ein Kino mit 70mm-Projektion in ihrer Nähe haben (viele gibt es davon in Deutschland leider nicht mehr), die Gelegenheit ergreifen sollten, ihn auch in diesem Format zu sehen. Bei Mord im Orient Express hat sich mein Ausflug zur Lichtburg in Essen definitiv gelohnt.

Unten findet Ihr das Poster zum Film. Sollte er erfolgreich sein, werden sicher weitere Poirot-Fälle von und mit Branagh auf der Leinwand folgen. Welchen würdet Ihr Euch für die nächste Verfilmung wünschen?

Tod auf dem Nil Trailer & Poster