The Raid 3

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Quellen: Cinemablend, Fandom

The Raid und The Raid 2 sind Meilensteine des modernen Actionkinos und haben Iko Uwais zu einem der Top-Martial-Arts-Stars unserer Zeit gemacht. Während der erste Film eine sehr gradlinige Prämisse hatte, mit einer Spezialeinheit der Polizei, die sich in einem von einem Gangsterboss beherrschten Hochhaus Stockwerk für Stockwerk durchkämpfen muss, war The Raid 2 mit seinen 150 Minuten Laufzeit deutlich ambitionierter und präsentierte sich als epischer Gangsterfilm, in dem spektakuläre Action jedoch auch nicht zu kurz kam.

Unter Actionfans und Kritikern waren beide The-Raid-Filme sehr beliebt und kurz nach dem Start des zweiten gab es Pläne, die Reihe zu einer Trilogie zu machen. Als Regisseur Gareth Evans dann aus Indonesien zurück in seine Heimat nach Wales zog, erklärte er jedoch, dass wir ihn damit ein Kapitel endet und zu diesem Kapitel auch The Raid gehört.

Anlässlich der Premiere seines neuen Netflix-Films Apostle bekräftigte Evans leider wieder diese Einstellung. Obwohl er bestätigte, eine genau Idee für The Raid 3 gehabt zu haben, hält er die Fortsetzung für sehr unwahrscheinlich: (aus dem Englischen)

The Raid 3… war mal bei mir auf dem Radar. Ich hatte die komplette Idee. Ich weiß, was die Geschichte gewesen wäre. Aber ich denke, dass jetzt genug Zeit vergangen ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass ich noch einmal zum Franchise zurückkehren werde. Wir hatten viel Spaß bei diesen Filmen und ich denke, dass The Raid 2 einen guten natürlichen Abschluss darstellt. Ich denke, dass man manchmal zu viel des Guten haben kann.

Evans verriet sogar, wovon The Raid 3 gehandelt hätte und es wäre wohl nicht der Film geworden, den viele Fans erwartet hätten:

Der dritte Film? Ich gebe einen kurzen Abriss – der kontroverse Aspekt des dritten wäre gewesen, dass es überhaupt nicht Ikos Geschichte mehr gewesen wäre. Der Film wäre den negativen Auswirkungen gefolgt, nachdem die japanische Gang die Morde von Polizisten und Politikern in Jakarta angeordnet hatte. Und was passiert, wenn sie untertauchen, weil ihre Bosse aus Japan sie tot sehen wollen.

Es wäre ein 95 oder 100 Minuten langer Survival-im-Dschungel-Film geworden. Das hätte Spaß gemacht, wäre aber ganz, ganz anders geworden. Ich habe einfach keinen anderen Weg gesehen, wie man Ikos Charakter trotz seiner Frau auf ein weiteres Abenteuer hätte schicken können. Man würde meinen: "Alter, sei mal ein Vater, verdammt noch mal!"

95 oder 100 Minuten Laufzeit wären deutlich knackiger als der überlange zweite Film. Ich bin allerdings nicht sicher, wie gut die Zuschauer einen The-Raid-Film ganz ohne Iko Uwais und seine phänomenalen Silat-Kampfsportkünste aufgenommen hätten. Vielleicht ist es auch gut, dann aufzuhören, wenn es am schönsten ist.

Hollywood spielte länger mit der Idee eines Remakes zu The Raid, in dem Frank Grillo (The Purge: Anarchy) die Hauptrolle spielen sollte, inszeniert von Joe Carnahan (Smokin' Aces), doch das Projekt liegt seit einiger Zeit auf Eis. Das ist wohl auch besser so. Nicht jedes Franchise muss in Form von Sequels oder Remakes ewig weiterbestehen. Man sollte einfach dankbar sein für die zwei Action-Feuerwerke, die Evans mit The Raid und The Raid 2 inszeniert hat.