Suicide Squad James Gunn

Will Smith und Margot Robbie in Suicide Squad (2016) © Warner Bros. Pictures

Quellen: io9, The Hollywood Reporter, Justin Kroll Twitter

Des einen Tod ist des anderen Brot. In einer Entwicklung, die man gut und gerne als ein "Ihr könnt mich mal" an Disney und Marvel interpretiert werden könnte, befindet sich der gefeuerte Guardians-of-the-Galaxy-Regisseur James Gunn in Verhandlungen, den nächsten Suicide-Squad-Film zu schreiben und möglicherweise auch zu inszenieren, wobei das Drehbuch aktuell im Vordergrund steht.

Hier wurde bewusst nicht Suicide Squad 2 als Bezeichnung des Films gewählt, denn sollte Warner Gunn verpflichten, wäre der Film keine direkte Fortsetzung, sondern eine neue Version von DCs bekanntesten Antihelden. Laut The Hollywood Reporter hätte James Gunn dabei freie Hand, seine Vision bei Suicide Squad umzusetzen. Wenn man bedenkt, wie sehr sich der erste Suicide Squad im Marketing von Guardians of the Galaxy inspirieren ließ (und sich dann qualitativ doch am ganz anderen Ende des Spektrums befand), ist es fast schon zu offensichtlich, dass James Gunn den Film übernimmt. Allerdings bedeutet es nicht, dass bisherige Hauptfiguren wie Deadshot (Will Smith), Captain Boomerang (Jai Courtney) oder Harley Quinn (Margot Robbie) im Film nicht auftauchen werden. Schließlich hängt Warner sehr an Robbie als Harley, die demnächst auch in Birds of Prey zu sehen sein wird.

Doch was ist aus Gavin O’Connor (The Accountant) geworden, der vor einem Jahr als Suicide-Squad-2-Regisseur angeheuert wurde? Laut Variety-Journalist Justin Kroll hat er das Sequel inzwischen verlassen, da er von dem Umstand frustriert war, dass Birds of Prey im Prinzip alle Ideen von Suicide Squad 2 vorwegnahm und zuerst gedreht werden sollte. Der Weg ist also theoretisch frei für James Gunn, Platz im Regiestuhl zu nehmen.

Sollte er neue Darsteller für seinen Suicide Squad suchen, gibt es bereits einen Freiwilligen. Drax-Darsteller Dave Bautista hat sich nicht lange bitten lassen, sein Interesse an einer Rolle zu bekunden (siehe unten). Bautista hat sich am heftigsten gegen Disneys Vorgehen bei der Entlassung von James Gunn als Regisseur von Guardians of the Galaxy Vol. 3 ausgesprochen. Allerdings dürfte Bautistas Marvel-Vertrag vermutlich etwas dagegen haben, dass er in Suicide Squad mitspielt.

 

Suicide Squad kann von James Gunn wirklich nur profitieren. Der erste Film war ein riesiger Kassenhit für Warner, doch dem Studio ist nicht entgangen, dass viele Reaktionen sehr negativ waren. In meinen Augen ist es bislang der mit Abstand schlechteste Film aus dem DC-Kinouniversum (Kritik). Ich hoffe allerdings, dass Gunns Suicide Squad Guardians of the Galaxy nicht zu ähnlich werden wird. Das hat der erste Film schon leider versucht.