Noah Hawleys Star-Trek-Film hätte eine brandneue Crew, würde aber an Bekanntes anknüpfen

© 2013 Paramount Pictures

Quelle: Variety

Seit 1979 kamen bis heute dreizehn Star-Trek-Filme in die Kinos. Trotz der Vielfalt an Serien und Charakteren in dem von Gene Roddenberry erschaffenen Universum ging es in jedem einzelnen dieser Filme um Enterprise-Kapitäne James T. Kirk oder Jean-Luc Picard und deren jeweilige Crews. Das wird sich ändern, sollte sich Noah Hawleys Star-Trek-Film doch noch materialisieren. Zum Start der vierten Staffel seiner Anthologie-Serie "Fargo" hat Hawley neue Details zu seinem Star-Trek-Projekt verraten und die Vermutung bestätigt, dass er etwas ganz Neues wagen würde. Dennoch würde der Film auf irgendeine Weise an bereits bekannten Kanon anknüpfen: (aus dem Englischen)

Wir machen nicht Kirk und wir machen auch nicht Picard. Es ist ein Neuanfang, der uns ermöglicht, das zu tun, was wir mit "Fargo" gemacht haben, wo man nach den ersten drei Folgen dachte "Oh, das hat nichts mit dem Film zu tun," und dann findet man das Geld. So belohnt man das Publikum mit etwas, was es liebt.

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Mit "Fargo" hat Hawley gezeigt, wie er aus dem modernen Klassiker der Coen-Brüder eine eigenständige Serie mit interessanten Charakteren erschaffen konnte und dennoch dem Geist der Filmvorlage treu geblieben ist. Ich schätze, dass Paramount ihn mit dem gleichen Hintergedanken letztes Jahr für Star Trek angeheuert hat. Als letzten November erstmals bekannt wurde, dass Hawley einen neuen Star-Trek-Film schreiben und inszenieren würde, war die erste Annahme, dass es sich dabei um einen vierten Teil der von J.J. Abrams ins Leben gerufenen und unter Trekkies polarisierenden Reihe mit Chris Pine als Kirk handeln würde. Es kristallisierte sich jedoch schnell heraus, dass Hawley etwas ganz Anderes plant. Er kündigte an, Star Trek zu seinen Wurzeln zurückzubringen und weniger auf Action und Spektakel und mehr auf intelligentes Problemlösen und Entdeckergeist zu setzen.

Leider wurde auch sein Film kürzlich vorerst auf Eis gelegt. Ein Grund dafür soll die Handlung des Films sein, in der ein Virus die Hälfte des Universums auslöscht. Diese Thematik ist aktuell einfach zu heikel. Paramounts Produktionschefin Emma Watts hat jetzt die Aufgabe, den Kurs für das Star-Trek-Franchise im Kino zu bestimmen und wägt dabei unterschiedliche Projekte ab, zu denen neben Hawleys Version auch Quentin Tarantinos Vorschlag eines Gangsterfilms im Star-Trek-Universum gehört. Ein neuer Film mit Pine, Zachary Quinto, Karl Urban und anderen Darstellern der letzten drei Teile ist ebenfalls nicht ganz vom Tisch, wenn auch zunehmend unwahrscheinlicher, je mehr Zeit seit Star Trek Beyond verstreicht.

Ich mochte die drei letzten Star-Trek-Filme wirklich gerne und hätte nichts gegen eine direkte Fortsetzung, in der ursprünglich auch Chris Hemsworth als Kirks Vater George (per Zeitreiseplot) zurückkehren sollte. Aber ich fände es auch interessant, wenn der nächste Film ganz neue Wege beschreitet, denn genau darum ging es ja in Star Trek ursprünglich – die Erforschung neuer, fremder Welten.

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