Rambo Last Blood R Rating

Sylvester Stallone in Rambo: Last Blood © 2019 Lionsgate

Quelle: Sylvester Stallone Instagram

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Vietnamveteran John Rambo ist nicht gerade dafür bekannt, mit seinen Feinden zimperlich umzugehen oder Gnade walten zu lassen. Es ist nicht ohne Grund, dass kein Rambo-Film nach dem ersten (der noch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt war als die Nachfolger) hierzulande eine Jugendfreigabe bekommen hat. John Rambo, der vierte Teil der Reihe, brachte die Gewaltdarstellung der Reihe auf ein neues Level und scheiterte hierzulande sogar an der FSK, sodass er nur mit leichten Kürzungen im Kino laufen durfte.

Daher gab es keinen Grund anzunehmen, dass Rambo: Last Blood, der nächsten Monat in unsere Kinos kommen wird, gewaltarm sein würde. Die Frage ist nur, wie brutal er werden wird, und glaubt man Sylvester Stallones neuster Aussage, so lautet die Antwort darauf: “Sehr”. Er hat über Instagram bekanntgegeben, dass der fünfte Rambo-Film von der MPAA (US-Pendant zur FSK) ein “hartes R-Rating” bekommen hat. Dazu schrieb er auch, dass das, was kommt, anders sein wird als alles, was die Zuschauer bislang gesehen haben. Zumindest in einem Punkt hat er definitiv Recht: Rambos Haarschnitt.

An dieser Stelle ein kurzer Exkurs: Das R-Rating ist die zweithöchste Altersfreigabe im US-Kino und bedeutet, dass Zuschauer unter 17 Jahren lediglich in Begleitung Erziehungsberechtigter ins Kino dürfen. Das höhere NC-17-Rating begrenzt das Alter ebenfalls auf 17, schließt jedoch auch einen Kinobesuch Jüngerer in Begleitung aus. Letztere Freigabe wird sehr selten erteilt und wird von Studios um jeden Preis vermieden, denn sie bedeutet meist den kommerziellen Tod eines Films, da sich viele Kinoketten weigern, einen NC-17-Film zu zeigen. Dabei sind es aber in aller Regel explizite sexuelle Darstellungen, die zu dieser Freigabe führen. NC-17-Filme wie Blau ist eine warme Farbe oder Showgirls sind hierzulande ab 16 freigegeben. Das zeigt den Unterschied zwischen der US-amerikanischen und der deutschen Herangehensweise an Altersfreigaben, weshalb US-Freigaben nicht automatisch auf deutsche Freigaben schließen lassen dürfen. Denkt dran, auch Pretty Woman trägt in den USA ein R-Rating.

Bei Rambo: Last Blood dürfen wir davon ausgehen, dass sich die Freigabe hauptsächlich auf Gewaltdarstellungen bezieht. So etwas wie ein “hartes R-Rating”, auch wenn immer wieder davon gesprochen wird, gibt es offiziell nicht. Gemeint ist wohl eher, wofür das R-Rating vergeben wird. Annabelle 3 und John Rambo tragen beide ein R-Rating, aber nur bei einem der beiden Filme könnte man von einem “harten R” sprechen. Die MPAA gibt bei jedem Film die genaue Begründung für die Freigabe an. Allerdings ist Rambo: Last Blood noch nicht in deren Datenbank eingetragen, sodass wir Euch noch keine zusätzlichen Informationen geben können.

In den elf Jahren seit John Rambo ist die FSK deutlich gnädiger und freigiebiger geworden. Viele Filme, die heutzutage eine FSK16-Freigabe erhalten, wären damals nie damit durchgekommen. Das gibt Hoffnung, dass Rambo: Last Blood diesmal unbeschadet durchkommt.

In dem neuen Sequel reist John Rambo gemeinsam mit einer Journalistin (Paz Vega) südlich der Grenze nach Mexiko, um die Enkeltochter seiner Haushälterin (Adriana Barraza) aus den Fängen eines Kartells zu befreien, der auf Menschenhandel spezialisiert ist. Stallone hat bereits angedeutet, dass es trotz des Titels nicht zwingend der letzte Rambo-Film sein wird. In unsere Kinos kommt er am 19. September. Hier findet Ihr den ersten Trailer.