Es ist mal wieder so weit. Eine lange und aufregende Oscar-Saison gipfelte letzte Nacht in der Verleihung der 98. Academy Awards, und wie jedes Jahr seit 1999 (als ich noch 13 war!) habe ich sie live mitverfolgt. Dank Kritiker- und Industriepreisen standen die Favoriten in den meisten Kategorien bereits im Vorfeld fest. Paul Thomas Andersons politische Actionkomödie One Battle After Another beendete seinen triumphalen Siegeszug in der Oscar-Saison mit sechs Oscars (nach insgesamt 13 Nominierungen), darunter drei für Anderson als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Damit hat einer der besten Filmemacher unserer Zeit nach elf erfolglosen Nominierungen endlich die verdiente Anerkennung der Academy erhalten.
Blood & Sinners, der mit 16 Nominierungen einen neuen Oscarrekord aufgestellt hatte, gewann immerhin vier Goldstatuen – mehr als ein Horrorfilm je zuvor. Geschichte schrieb das Vampirepos auch mit Autumn Durald Arkapaws Auszeichnung für die beste Kameraarbeit. Sie wurde zur ersten Frau und zur ersten schwarzen Person in der 98-jährigen Oscargeschichte, die in der Kategorie prämiert wurde. Michael B. Jordan wurde außerdem für seine Doppelrolle als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Doch nicht nur One Battle After Another und Blood & Sinners gaben Warner Bros. Grund zur Freude, auch Amy Madigan wurde – 40 Jahre nach ihrer ersten Oscarnominierung – für ihre Performance in Weapons – Die Stunde des Verschwindens ausgezeichnet. Sie ist die erste Oscargewinnerin in einer Schauspielkategorie seit Julianne Moore für Still Alice, die zugleich auch die einzige Nominierung ihres Films war.
Neben Warner Bros. war Netflix das einzige weitere Studio mit Filmen, die mehr als einen Oscar gewonnen haben: Guillermo del Toros Frankenstein gewann in drei technischen Kategorien und KPop Demon Hunters wurde als bester Animationsfilm und für die K-Pop-Hymne "Golden" prämiert. Eine Niederlage musste Netflix in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" einstecken, in der der Favorit The Perfect Neighbor gegen Mr. Nobody Against Putin den Kürzeren zog. Der größte Verlierer des Abends war Marty Supreme, der in keiner der neun Kategorien, in denen er nominiert war, gewonnen hat.
Die größte der wenigen Überraschungen der Verleihung war tatsächlich ein Gleichstand in der Kategorie "Bester Kurzfilm", in der sowohl The Singers als auch Two People Exchanging Saliva einen Oscar gewonnen haben. Es war erst der siebte Gleichstand in der Geschichte der Oscars.
Unten könnt Ihr die Gewinner:innen in allen Kategorien nachlesen. Hier findet Ihr die Nominierungen. Wie immer war es mir eine große Freude, Euch über den Verlauf des Oscar-Rennens auf dem Laufenden zu halten.
Bester Film
One Battle After Another
Beste Regie
Paul Thomas Anderson (One Battle After Another)
Bester Hauptdarsteller
Michael B. Jordan (Blood & Sinners)
Beste Hauptdarstellerin
Jessie Buckley (Hamnet)
Bester Nebendarsteller
Sean Penn (One Battle After Another)
Beste Nebendarstellerin
Amy Madigan (Weapons – Die Stunde des Verschwindens)
Bestes Casting
One Battle After Another
Bestes Originaldrehbuch
Ryan Coogler (Blood & Sinners)
Bestes adaptiertes Drehbuch
Paul Thomas Anderson (One Battle After Another)
Beste Kamera
Autumn Durald Arkapaw (Blood & Sinners)
Bestes Szenenbild
Frankenstein
Bester Schnitt
One Battle After Another
Bestes Kostümdesign
Frankenstein
Bestes Makeup & Hairstyling
Frankenstein
Beste visuelle Effekte
Avatar: Fire and Ash
Bester Animationsfilm
KPop Demon Hunters
Bester Ton
F1
Bester Dokumentarfilm
Mr. Nobody against Putin
Bester Dokumentar-Kurzfilm
All the Empty Rooms
Bester internationaler Film
Sentimental Value (Norwegen)
Bestes Filmlied
"Golden" (KPop Demon Hunters)
Beste Filmmusik
Ludwig Göransson (Blood & Sinners)
Bester animierter Kurzfilm
The Girl Who Cried Pearls
Bester Kurzfilm
The Singers UND Two People Exchanging Saliva
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Quelle: Academy of Motion Picture Arts and Sciences












