Scream 7 legt mit einem Rekordstart an den Kinokassen los

Mit Scream – Schrei! belebten Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williamson 1996 das totgeglaubte Slasher-Genre im Kino wieder und lösten eine neue Welle von Filmen über maskierte Schlitzer im Kino aus. Während die Begeisterung für Slasher wieder abflaute und keiner der Trittbrettfahrer an den Erfolg des Originals anknüpfen konnte, ist Scream 30 Jahre und sechs Fortsetzungen später beim Publikum beliebter denn je. Nachdem schon Scream VI mit 44,4 Millionen US-Dollar vor drei Jahren einen neuen Startrekord der Reihe an den US-Kinokassen aufgestellt hatte, hat Scream 7 ihn vergangenes Wochenende pulverisiert. Von Freitag bis Sonntag spielte der Film 63,6 Millionen Dollar in 3540 US-amerikanischen und kanadischen Kinos ein. Es ist nicht nur nach absoluten Zahlen das beste Startwochenende der Reihe, sondern liegt sogar inflationsbereinigt vorne. In Deutschland legte der neueste Ghostface-Amoklauf mit 167.000 verkauften Kinotickets (inkl. Previews) den besten Start seit Cravens Original-Trilogie hin. Darüber hinaus übertraf Scream 7 mit $96,7 Millionen den Slasher-Startrekord von Halloween (2018).

Der Riesenstart von Scream 7 zeigt, dass dieses Franchise gegenüber Kontroversen, Boykottaufrufen und sogar schlechten Kritiken immun ist. Im Vorfeld stand der Film unter keinem guten Stern. Die umstrittene Entlassung von Melissa Barrera und der Ausstieg von Jenna Ortega führten dazu, dass die ursprünglichen Pläne für den Film komplett umgekrempelt werden mussten. Als Notfallplan wurden Neve Campbell (mit einer satten Gagenerhöhung) als Sidney und Franchise-Schöpfer Kevin Williamson (diesmal auch als Regisseur!) zurückgebracht. Die Kritiken für den neuen Film sind die schlechtesten der gesamten Reihe (auch wenn unser eigener Autor das anders sieht). Doch Scream– und Horrorfans ließen sich davon nicht abschrecken. Für sie war es wichtig, dass Sidney, die im zweiten Film aufgrund eines Gehaltsstreits mit Campbell fehlte, wieder dabei ist, und genau das bekamen sie. Sidney hat im siebten Film tatsächlich mehr Screentime als in jedem anderen Teil seit dem ersten.

Nach dem fulminanten Start hat sich die mittelmäßige Mundpropaganda jedoch allmählich unter den Kinogängern verbreitet. In den meisten Umfragen nach den qualitativen Rangfolge der Scream-Filme landet der siebte weit hinten. Ein Einbruch der Einnahmen in den nächsten Wochen ist vorprogrammiert. Doch bei einem Produktionsbudget von nur 45 Millionen und einem sehr wahrscheinlichen weltweiten Einspiel oberhalb von 200 Millionen Dollar kann Paramount definitiv nicht klagen und Scream 8 wird nicht lange auf sich warten lassen. Schließlich sterben profitable Horrorikonen nie.

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Quelle: Boxofficemojo

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  1. Ich kann es kaum glauben, aber nach all den Jahren zwischen Hoffen und Bangen konnte ich endlich einen weiteren Teil von SCREAM im Kino genießen! Und es war mir wichtig, dies so schnell wie möglich zu tun, weil ein Spoiler für einen Fan ebenso tödlich wäre, wie die Klinge des maskierten Killers.
    Und allen, die sich von negativen Kritiken verunsichern oder runterziehen lassen, sei gesagt: auch der mittlerweile 7.Teil ( neben der Streamingserie ) enttäuscht nicht. Wer allerdings auf bahnbrechende Innovationen wartet, wird nicht rundum zufrieden sein. Ich für meinen Teil, bin froh, dass man nicht der Versuchung erlegen ist, alles auf den Kopf zu stellen und auch 1-2 Fehler NICHT begangen hat, die dem Franchise m.E.geschadet hätten.
    Das Gefühl SCREAM hat mich wieder gepackt, auch wenn nicht alles 100%ig überzeugt. Die gelungene Eröffnungssequenz mochte ich ebenso, wie die Kills, die mit Abstand die härtesten der Reihe darstellten und auch der Bodycount kann sich sehen lassen. Hier werden keine Gefangenen gemacht. Und etwas Metaebene gibt es ebenso, die diesmal recht witzig abgebügelt wird.
    Kevin Williamson hat im Interview mit Cinema davon gesprochen, dass er nach der belastenden Entstehungsgeschichte des neuen Films insbesondere 3 Dinge erreichen wollte: "Wes, Sidney und die langjährigen Fans zu ehren". Für meinen Geschmack ist ihm das überzeugend gelungen. So gibt es für diejenigen, die nicht vorher geforscht haben, neben dem Nostalgiefeeling auch einige überraschende "Cameos", die das Fanherz höherschlagen lassen.
    Ja, es gibt auch weniger gute Dialoge, ein ab und zu ausgebremstes Tempo und kleinere Stirnrunzler, ABER letztendlich war der Kinobesuch mit Überlänge kurzweilig und rundum gelungen.
    Den größten Nervenkitzel bereitet mir im Vorfeld mit zunehmendem Alter die Zusammensetzung des Publikums, die den Filmgenuss erheblich schmälern kann. Es spricht absolut für den Film, dass bereits innerhalb der ersten Szene, die Flüsterfraktion komplett verstummte und auch die Smartphones ausgeschaltet blieben. Bis zum Ende!
    Zum Inhalt möchte ich nicht mehr sagen, als ohnehin im Vorfeld bekannt wurde, damit jeder selbst das Vertraute neu entdecken kann. Und es macht durchaus wieder Spaß mitzurätseln, wer sich hinter der Maske verbirgt und was seine persönlichen Beweggründe für das Gemetzel sind.
    Abschließend sei gemahnt: Wer eine weitere Fortsetzung sehen will: Geht in’s Kino, um das Franchise zu unterstützen und wartet nicht auf kostenfreie Alternativen und auch eine gute Mundpropaganda hat sich der neueste Streich um Ghostface – selbst bei Abzug in der B-Note – redlich verdient. Und die ewigen Nörgler oder Boykottausrufer werden ja auch nicht schweigen. Das ist so sicher, wie die Rückkehr des Bösen ohne Kopfschuss. 🙂
    8/10 Punkten, die für einen 7.Teil ebenso solide wie respektabel sind…
    SCREAM wird schließlich nicht gemacht, um Kritikern zu gefallen, sondern uns Fans.

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