Mad Max: George Miller plant einen letzten Film und eine TV-Serie, bevor er die Franchise-Rechte verkauft

In vielerlei Hinsicht war Mad Max: Fury Road ein kleines Wunder. Im Vorfeld sprach vieles gegen den Film. Die Mad-Max-Trilogie hatte natürlich Kultstatus, doch sie war nie ein Blockbuster-Franchise und der letzte Film lag drei Jahrzehnte zurück, als Fury Road in die Kinos kam. Warner Bros. glaubte jedoch an die ambitionierte Vision des Mad-Max-Schöpfers George Miller und investierte 150 Millionen US-Dollar in den Film. Die Neubesetzung der von Mel Gibson geprägten Titelrolle, langwierige Dreharbeiten, Berichte von einem Zerwürfnis zwischen Hardy und seinem Co-Star Charlize Theron und der Kinostart des Films zweieinhalb Jahre nach Drehende stimmten nicht gerade optimistisch.

Der Tenor änderte sich schlagartig nach der Veröffentlichung des spektakulären ersten Trailers. Der Eindruck trog nicht: Mad Max: Fury Road wurde bei seiner Weltpremiere in Cannes 2015 als Meilenstein des Actionkinos gefeiert. Doch auch dann konnte kaum jemand erahnen, dass der Film später zehn Oscarnominierungen, darunter als Bester Film, einheimsen und sechs Oscars in technischen Kategorien abräumen würde. Inzwischen gilt Fury Road als einer der besten Filme der 2010er-Jahre, unabhängig vom Genre.

Trotz der sich vor Lobeshymnen überschlagenden Kritiken und weitgehend sehr positiver Zuschauerresonanz war Mad Max: Fury Road dennoch kein Überflieger an den Kinokassen. Mit einem weltweiten Einspiel von 380 Millionen US-Dollar war er natürlich dennoch viel erfolgreicher als alle seine Vorgänger, doch gemessen an seinem enormen Budget und den begeisterten Kritiken war es dennoch ein bestenfalls passables Ergebnis. Im selben Jahr spielten Filme wie San Andreas und Terminator: Genisys, nach denen heute kein Hahn mehr kräht, mehr ein.

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Warner war mit dem Gesamtergebnis dennoch sehr zufrieden und an einer Fortsetzung interessiert. Diese hat sich durch den Rechtsstreit zwischen Miller und dem Studio verzögert, weil Miller eine versprochene Bonuszahlung verwehrt wurde. Beide Parteien konnten sich nach drei Jahren einigen und einem fünften Mad-Max-Film stand nichts mehr im Weg. Doch anstelle des von vielen Fury-Road-Fans erhofften Sequels mit Tom Hardy inszenierte Miller ein Prequel über Therons Charakter Furiosa mit Shootingstar Anya Taylor-Joy in der Rolle. Die Kritiken waren wieder gut, wenn auch nicht so berauschend wie bei Fury Road, doch das Interesse des Publikums an einem Mad-Max-Film ohne Mad Max hielt sich sehr in Grenzen. Furiosa: A Mad Max Saga wurde zu einem der größten Kassenflops des Jahres 2024 und Warner verlor knapp 120 Millionen US-Dollar mit dem Film.

Vor Furiosa kündigte Miller Pläne für mindestens einen weiteren Film an, der Max Rockatanskys Geschichte fortsetzen und vielleicht abschließen würde. Bedeutet der Flop von Furiosa das endgültige Aus für einen weiteren Mad-Max-Film? Nicht zwingend. Laut Industrie-Insider Matt Belloni plant der 81-jährige Miller derzeit seinen bewussten Ausstieg aus dem Franchise, das er vor fast 50 Jahren ins Leben rief und an dem er die Rechte hält. Der Plan beinhaltet einen letzten Film, gefolgt von einer TV-Serie. Nach der Verwirklichung beider Projekte würde Miller die Franchise-Rechte an den Höchstbietenden verkaufen.

Amazon, Universal und Sony zeigten bereits Interesse an Millers Plänen, Warner Bros. jedoch nicht, obwohl das Studio alle bisherigen Mad-Max-Filme vertrieben hat. Miller stellte seine Pläne sowohl Warners Film- als auch der TV-Abteilung vor und beide lehnten ab. Der Flop von Furiosa sitzt wohl noch tief in den Knochen und mit der bevorstehenden Fusion mit Paramount wäre es eine zu große und riskante Verpflichtung.

Ob letztlich Amazon, Sony, Universal oder ein ganz anderes Studio die Rechte ergattern wird, dürfte den meisten Fans egal sein, solange sie einen letzten Mad-Max-Film von Miller vor dem unausweichlichen Reboot bekommen.

Hättet Ihr auch Interesse an einer "Mad Max"-Serie?

Quelle: Puck News

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