Quelle: Hulu

Greg Berlanti hat sich vor allem als Produzent und Autor der meisten DC-Serien in den letzten Jahren einen Namen gemacht, darunter "Arrow", "Titans" und "The Flash". Doch eine seiner besten Arbeiten lief letztes Jahr im Kino. Berlanti führte Regie bei der herzerwärmenden, einfühlsamen Coming-Of-Age-Tragikomödie Love, Simon Regie, in der Nick Robinson einen Teenager spielte, der ein ganz normales Leben führt, jedoch ein großes Geheimnis verbirgt: er ist schwul. Love, Simon war letztlich einfach eine schöne Teenager-Romanze, in der es eben zur Abwechslung um gleichgeschlechtliche Liebe ging – ein sehr wichtiger Schritt zur "Normalisierung" der Homosexualität im Mainstream-Kino. Tatsächlich war Love, Simon der allererste Film eines großen Hollywood-Studios, in dem es um eine homosexuelle Liebesgeschichte unter Teenagern ging.

Der Film war nicht nur ein großer Kritikererfolg, sondern auch an den Kinokassen ein solider Hit. Über einen Nachfolger wurde diskutiert und wäre gar nicht so abwegig gewesen, denn schließlich basierte der Film auf dem Roman "Nur drei Worte" von Becky Abertally, zu dem es auch eine Fortsetzung bzw. einen Ableger gab. "Ein Happy End ist erst der Anfang" (OT: "Leah on the Offbeat") rückte Simons beste Freundin Leah in den Mittelpunkt, die ihre Bisexualität entdeckt. Katherine Langford spielte Leah in dem Film. Doch anstatt das Buch zu verfilmen, entwickelten Love, Simon-Drehbuchautoren Isaac Aptaker und Elizabeth Berger eine Nachfolgeserie für Disney+, die an der gleichen Highschool wie der erste Film spielen, aber neuen Charakteren folgen sollte. Im Februar wechselte die "Love, Victor" genannte Serie von Disney+ zum US-Streaming-Dienst Hulu, weil sie doch als etwas "zu erwachsen" (lies: "zu schwul") eingestuft wurde. Dort wird sie am 19. Juni veröffentlicht werden. Unten gibt es den neusten Trailer und das Poster zur Serie zu sehen:

Love Victor Love Simon Sequel PosterMichael Cimino (Annabelle 3) spielt den titelgebenden Victor, der neu an der Creekwood High School ist und sich seiner eigenen sexuellen Orientierung noch nicht ganz sicher ist. Auf der Suche nach Antworten wendet er sich an Simon. Dessen Darsteller Nick Robinson kehrt für die Serie zurück, jedoch nur als Erzählerstimme. Es gibt jedoch auch eine direktere Verbindung, denn Keiynan Lonsdale absolviert in der Serie einen Gastauftritt als Bram, Simons Klassenkamerad, mit dem er am Ende des ersten Films endlich zusammenkommt.

Ana Ortiz ("Mistresses") und James Martinez ("House of Cards") spielen Victors konservative Eltern Isabel und Armando. Sophia Bush ("Chicago P.D.") spielt eine wiederkehrende Rolle in der Serie.

Wann und wo "Love, Victor" in Deutschland gezeigt werden wird, ist noch unklar. Zur Einstimmung gibt es unten noch eine amüsante Szene zwischen Victor und seinem heimlichen Schwarm Benji (George Sear) zu sehen: