Lords of War: Sequel mit Nicolas Cage und Bill Skarsgård kommt!

Nicolas Cage in Lord of War (2005) © Lionsgate/20th Century Fox Germany

Quelle: Deadline

Die Horrorkomödie Renfield mit Nicolas Cage als Dracula ist an den Kinokassen leider gefloppt, doch Cages Comeback als gefragter Filmstar ist dennoch nicht aufzuhalten. Seine wuchtige Performance im Indie-Film Pig und der herrlich selbstironische Auftritt in der Meta-Komödie Massive Talent haben die Zuschauer, aber auch die Studios an Cages Talent erinnert. Die Zeiten der billigen Ramschware, die Cage drehen musste, um seine Schulden abzubezahlen, liegen hoffentlich endgültig hinter ihm und Cage bekommt immer mehr Angebote für hochwertige Kino-Produktionen, darunter auch Sequels zu einige seiner früheren Filmhits wie Face/Off und Das Vermächtnis der Tempelritter. Sowohl der John-Woo-Actioner, in dem er die Körper mit John Travolta tauschte, als auch Jerry Bruckheimers Abenteuerfilmreihe gehören zu den größten Erfolgen von Cages Karriere.

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Doch während Face/Off 2 und Das Vermächtnis der Tempelritter 3 aktuell noch in Verhandlungen und von ihrer Verwirklichung ein gutes Stück entfernt sind, rückt plötzlich ein weiteres, unerwartetes Sequel zu einem älteren Nicolas-Cage-Film in unmittelbare Nähe. Lord of War – Händler des Todes, in dem Cage einen umtriebigen, gewissenlosen Waffenhändler verkörperte, bekommt fast 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein Sequel mit dem Titel Lords of War vom Originalautor und -regisseur Andrew Niccol – und Cage bekommt namhafte Unterstützung vor der Kamera. Bill Skarsgård, der aktuell einen richtig fiesen Schurken in John Wick: Kapitel 4 verkörpert, wird in Lords of War Anton, den Sohn von Cages Charakter Yuri Orlov verkörpern. Cage und Skarsgård produzieren den Film, der diesen Herbst vor die Kameras gehen soll. Wann und wo Lords of War erscheinen wird, steht noch nicht fest. Beim anstehenden Filmmarkt in Cannes werden die Vertriebsrechte interessierten Verleihen und Streaming-Plattformen angeboten werden.

In der Fortsetzung findet Yuri heraus, dass er einen Sohn hat, von dem er nichts wusste, doch an eine herzerwärmende Familien-Zusammenkunft ist nicht zu denken, denn Anton ist Yuris erbitterter Rivale im Geschäft mit dem Tod, aber auch um das Herz einer Frau. Anton verkauft nicht nur Waffen, sondern auch diejenigen, die den Abzug drücken, und stellt eine große Söldner-Armee zusammen, um Amerikas Konflikte im Nahen Osten auszutragen. Das bringt Yuri und seinen Sohn auf direkten Kollisionskurs.

Als Lord of War 2005 in die Kinos kam, war der Film kein großer kommerzieller Erfolg, was die Ankündigung eines Sequels fast 20 Jahre später erstaunlich macht. Allerdings erfreute sich die Satire seit ihrer Veröffentlichung großen Zuspruchs unter allen Filmfans, die sie gesehen haben, und gilt für viele als einer der besten Cage-Filme der letzten zwei Jahrzehnte. Andrew Niccol, der mit seinem Regiedebüt Gattaca und seinem oscarnominierten Drehbuch zu Die Truman Show einen vielversprechenden Karrierestart in den Neunzigern hatte, hat seit Lord of War meiner Meinung keinen richtig guten Film mehr gedreht, dafür aber Rohrkrepierer wie Seelen oder die misslungene Gattaca-Kopie In Time. Deshalb begrüße ich seine Rückkehr zu einem seiner besten Filme.

Während der Krieg in der Ukraine tobt und die prallen Konten der Waffen-lieferanten weiter gefüllt werden, könnte ein Sequel zu Lord of War kaum aktueller sein. Tatsächlich basiert Cages Charakter Orlov in großen Teilen auf dem berüchtigten russischen Waffenhändler Wiktor But, der letztes Jahr bei einem Gefangenenaustausch für die Freilassung der Basketballspielerin Brittney Griner aus den USA nach Russland ausgeliefert wurde.

Freut Ihr Euch auf Lord of War 2?

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