Hellboy 3 Perlman

Selma Blair, Ron Perlman und Doug Jones in Hellboy II – Die goldene Armee (2008) © Universal Pictures

Quelle: The Independent

Seit letzter Woche läuft Guillermo del Toros Nightmare Alley in den deutschen Kinos. Das Noir-Drama ist del Toros erster Film seit seinem Oscartriumph Shape of Water ist eine visuelle Wucht, wie man sie vom Regisseur gewohnt ist, und wurde kürzlich vom American Film Instutute zu einem der zehn besten US-Filme des letzten Jahres gekürt.

Neben Bradley Cooper, Willem Dafoe, Rooney Mara, Cate Blanchett und Richard Jenkins spielt in dem Film auch del Toros Stammdarsteller Ron Perlman eine Nebenrolle. Perlman ist für del Toro, was Michael Caine für Christopher Nolan oder Johnny Depp für Tim Burton sind. Die Zusammenarbeit der beiden begann mit del Toros mexikanischem Horrorfilm Cronos vor rund 30 Jahren und setzte sich in Filmen wie Blade II und Pacific Rim fort. Doch ihre berühmtesten gemeinsamen Werke sind die beiden Comicverfilmungen Hellboy und Hellboy II, die Charakterdarsteller Perlman die seltene Gelegenheit auf eine Hauptrolle (wenn auch unter sehr viel Makeup) in einem großen Kinofilm gaben.

Der erste Hellboy kam 2004 in die Kinos, die Fortsetzung mit dem Zusatztitel Die goldene Armee folgte 2008 und ist eins der seltenen Sequels, die noch besser sind als ihr Vorgänger. Man hat deutlich gemerkt, dass del Toro diesmal ein noch größeres Budget zur Verfügung hatte und sich innerhalb von Mike Mignolas Welt richtig austoben konnte. Vor allem hat die verheerende Prophezeiung, laut der Hellboy das Ende der Welt herbeiführen würde, wirklich Lust auf einen dritten Film gemacht.

Nur leider ist dieser dritte Film nie gekommen. Sowohl del Toro als auch Perlman hatten zwar großes Interesse daran, die Trilogie abzuschließen, doch leider waren del Toros Budgetvorstellungen, um seine Vision für Hellboy 3 angemessen umzusetzen, so hoch, dass kein Studio bereit war, den Film zu finanzieren. Stattdessen rebootete Lionsgate Hellboy mit Mignolas Segen vor drei Jahren mit einem bescheideneren Budget, einem blutigen R-Rating und "Stranger Things"-Star David Harbour in der Titelrolle. Leider krähte kein Hahn nach einem neuen Hellboy-Film ohne del Toro und Perlman. Das Reboot legte eine Bauchlandung an den Kinokassen hin, die Kritiken haben den Film zerrissen und das im Abspann angedeutete Sequel blieb unverwirklicht.

Leider änderte der Flop des neuen Hellboy nichts daran, dass Hellboy 3 weiterhin nur ein Traum der Fans bleibt, doch während del Toro das Sequel schon aufgegeben hat, hofft Perlman weiterhin darauf, den Film für die Fans drehen zu können, wie er gegenüber The Independent kürzlich erklärt hat: (aus dem Englischen)

Bin ich scharf darauf, Hellboy 3 zu drehen? Nein, ich bin verdammte 71 Jahre alt. Aber wir schulden es den Fans und wir sollten es ihnen geben, weil es ein epischer Abschluss wäre. Also, Guillermo, wenn du das liest, bin ich noch nicht fertig damit, dich anzuhauen, damit du dieses fucking Ding endlich machst.

Perlman hat in Vergangenheit einige Details zum potenziellen Sequel verraten, darunter dass Hellboy und Liz (Selma Blaur) darin grundverschiedene Zwillinge haben würden.

Vielleicht könnte ja mal eins der unzähligen Streaming-Dienste, die es heutzutage inzwischen gibt, das Geld für Hellboy 3 bereitstellen. Schließlich sind Anbieter wie Netflix und Apple TV+ sehr freigiebig und Inhalte mit einer bereits bestehenden großen Fangemeinde sind von Streamern ganz besonders beliebt. Deshalb holte sich Netflix zum Beispiel die Lizenz für Beverly Hills Cop 4.

Würdet Ihr Hellboy 3 gerne noch sehen?