Deadpool 3 Kinostart

Ryan Reynolds und Stefan Kapičić in Deadpool 2 © 2018 20th Century Studios

Quelle: Deadline

Während aktuell immer mehr große Filmproduktionen und mit ihnen die geplanten Starttermine wegen des Autorenstreiks in Hollywood nach hinten verschoben werden, ist Marvels Deadpool 3 eine große Ausnahme. Disney hat den Kinostart des von 20th Century Fox geerbten Sequels um ganze sechs Monate vorgezogen, sodass er statt im November 2024, bereits am 1.05.2024 in die deutschen Kinos kommen wird. Er wird also nicht länger Marvels Phase Sechs einläuten und stattdessen den bisherigen Starttermin des vierten Captain America einnehmen, der kürzlich von Captain America: New World Order in Captain America: Brave New World umbenannt wurde. Dieser startet stattdessen im Juli 2024 und nimmt den bisherigen Starttermin von Thunderbolts ein, dessen Dreharbeiten wegen des Streiks vorerst verschoben wurden. Thunderbolts wird nun am ursprünglichen Starttermin des um ein Jahr verschobenen Avatar 3 im Dezember 2024 anlaufen.

Was zunächst angesichts der aktuellen Situation vielleicht paradox wirkt, hat einen guten Grund. Deadpool 3 ist neben Captain America: Brave New World einer von nur zwei MCU-Filmen, die aktuell gedreht werden. Die Drehstarts von Blade und Thunderbolts wurden bis auf Weiteres verschoben, während der Streik andauert. Weil sie schlicht und ergreifend rechtzeitig fertig sein werden, müssen Deadpool 3 und Captain America: Brave New World die Stellung halten und dafür sorgen, dass die Marvel-Maschine weitgehend ununterbrochen weiterläuft. Deadpool 3 wird damit inoffiziell den Kinosommer 2024 eröffnen.

Trotz der Übernahme durch Disney soll Deadpool 3 dem respektlosen, derben Ton seiner Vorgänger treu bleiben und wird der erste MCU-Film mit einem R-Rating. Es wird auch das erste Mal seit Königreich der Himmel im Jahr 2006 sein, dass der erste große Film des Sommers keine Jugendfreigabe in den USA hat.

Die Dreharbeiten zu Deadpool 3 laufen unter Shawn Levys (Nachts im Museum) Regie seit Ende Mai. Gedreht wird in England und in Vancouver. Originalautoren Rhett Reese und Paul Wernick schrieben das Drehbuch zusammen mit Zeb Wells ("Robot Chicken"), Levy und Hauptdarsteller Ryan Reynolds. Weil er einer der Autoren ist, darf Reynolds wegen des Streiks beim Dreh überhaupt nicht improvisieren und muss sich strikt an das vor dem Streik angefertigte Drehbuch halten. Für ein Improvisationstalent wie Reynolds und insbesondere in dieser Rolle scheint es fatal u sein doch Deadpool-Schöpfer Rob Liefeld hat bereits ein Schlupfloch gefunden und es heißt ADR (automatic dialogue recording). Dabei handelt es sich um die nachträgliche Aufnahme von Dialogen während der Nachbearbeitung des Films in der Post-Production. Weil Deadpool meist eine Maske trägt, könne Reynolds laut Liefeld seine improvisierten Sprüche einfach beim ADR später reißen.

Neben Reynolds kehren in Deadpool 3 Morena Baccarin als Vanessa, Stefan Kapičić als Colossus, Leslie Uggams als Blind Al, Karan Soni als Dopinder, Brianna Hildebrand als Negasonic Teenage Warhead, Shioli Kutsuna als ihre Freundin Yukio und Rob Delaney als Peter aus den ersten zwei Filmen zurück. Das große Highlight des Films ist für die meisten Marvel-Fans jedoch die Rückkehr von Hugh Jackman als Wolverine, nachdem er seine Adamantium-Klauen mit Logan – The Wolverine vor sechs Jahren augenscheinlich endgültig an den Nagel gehängt hatte. Emma Corrin ("The Crown") spielt eine noch unbekannte Schurkin des Films und Matthew Macfadyen ("Succession") übernimmt eine weitere unbekannte Rolle. Unbestätigten aber hartnäckigen Gerüchten zufolge sollen mehrere weitere Darsteller aus der Fox-Ära der X-Men-Filme zurückkehren, darunter Halle Berry als Storm, James Marsden als Cyclops und Patrick Stewart als Professor X.

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